Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kuchen & Backen

Toffifee selber machen: Karamell, Nuss, Schoko – besser als gekauft!

Toffifee selber machen: Karamell, Nuss, Schoko – besser als gekauft!
Portionen 24 Stück
Vorbereitung 20 Minuten
Garzeit 15 Minuten
Gesamt 35 Minuten

Bei mir stand früher immer eine kleine Schale mit diesen braunen Schokobechern auf dem Wohnzimmertisch, und wenn Besuch kam, war sie nach einer halben Stunde leer. Irgendwann habe ich angefangen, sie selbst zu machen – nicht aus Sparsamkeit, sondern weil mir der gekaufte Karamell zu zäh war und mir an den Zähnen klebte. Zu Hause bekommst du ihn genau so weich, wie du ihn magst.

Das Schöne daran: Du brauchst keine Spezialform. Kleine Pralinenkapseln aus Papier reichen völlig, und wenn du keine hast, tut es auch eine Mini-Muffinform aus Silikon. Der Karamell wird in einem Topf gekocht, die Haselnuss kommt hinein, und der Rest ist Schokolade und Geduld beim Festwerden. Mehr ist es nicht.

Zutaten

  • 200 g Zartbitterschokolade (mindestens 50 % Kakao)
  • 24 ganze Haselnüsse, geschält
  • 150 g Zucker
  • 100 ml Sahne, zimmerwarm
  • 40 g Butter
  • 2 EL Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 24 Pralinenkapseln aus Papier (ca. 3 cm Durchmesser)

Zubereitung

Schritt 1: Nüsse rösten

Gib die Haselnüsse in eine trockene Pfanne ohne Fett und röste sie bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten. Schwenke die Pfanne dabei immer wieder, damit nichts einseitig dunkel wird. Die Nüsse sind fertig, wenn sie kräftig duften und die dünne braune Haut Risse bekommt. Lass sie danach auf einem Teller vollständig abkühlen – warme Nüsse würden den Karamell später verflüssigen.

Schritt 2: Schokoladenböden gießen

Schmilz 120 g der Schokolade über einem Wasserbad, dessen Wasser nur leise dampft und den Schüsselboden nicht berührt. Rühre, bis die Masse glatt und glänzend ist. Verteile jeweils einen knappen Teelöffel in die Pralinenkapseln und ziehe die Schokolade mit dem Löffelrücken ein Stück an den Rand hoch, sodass eine flache Mulde entsteht. Stell die Kapseln 20 Minuten kalt.

Schritt 3: Karamell kochen

Streue den Zucker mit dem Wasser in einen kleinen, schweren Topf und lass ihn bei mittlerer Hitze schmelzen, ohne zu rühren. Schwenke den Topf nur vorsichtig. Sobald der Zucker bernsteinfarben ist – das dauert etwa 6 bis 8 Minuten –, nimm ihn vom Herd und gieße die Sahne in einem dünnen Strahl dazu. Die Masse schäumt kräftig auf, das gehört so. Rühre zügig mit einem Holzlöffel weiter.

Schritt 4: Karamell cremig rühren

Stell den Topf zurück auf kleine Hitze und rühre, bis sich alle Zuckerklümpchen wieder gelöst haben. Gib Butter und Salz dazu und rühre weiter, bis der Karamell glatt und leicht sämig ist. Lass ihn danach 10 Minuten im Topf abkühlen, damit er andickt – zu heiß gefüllt läuft er über den Schokorand und wird flach statt gewölbt.

Schritt 5: Füllen und belegen

Löffle den lauwarmen Karamell in die gekühlten Schokoladenmulden, etwa bis zwei Drittel Höhe. Drücke sofort eine geröstete Haselnuss mittig hinein, sodass sie oben noch zur Hälfte herausschaut. Arbeite zügig, denn der Karamell zieht beim Abkühlen an. Lass die Pralinen nun 30 Minuten bei Zimmertemperatur stehen.

Schritt 6: Schokohaube setzen

Schmilz die restlichen 80 g Schokolade wie zuvor und setze mit einem Teelöffel einen dicken Tropfen auf jede Haselnuss, sodass sie bedeckt ist. Zieh den Löffel mit einer kleinen Drehung ab, dann bleibt ein runder Hügel stehen. Lass die Pralinen 2 Stunden an einem kühlen Ort fest werden, bevor du sie aus den Kapseln löst.

Omas Tipps

  • Sahne niemals kalt zugeben. Kalte Sahne trifft auf über 160 Grad heißen Zucker und lässt ihn schlagartig zu einer harten Klumpe erstarren. Stell die Sahne schon eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank, dann verbindet sie sich glatt.
  • Der Löffeltest für die Karamellhärte. Tropfe etwas Karamell auf einen kalten Teller und warte eine Minute. Lässt er sich mit dem Finger noch eindrücken, wird die Füllung weich; zieht er Fäden und bleibt hart, koche das nächste Mal eine Minute kürzer.
  • Haselnüsse mit dem Küchentuch abreiben. Nach dem Rösten die noch warmen Nüsse in ein Geschirrtuch geben und kräftig aneinanderreiben – die bittere braune Haut löst sich dann fast von allein und der Nussgeschmack bleibt sauber.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

In einer gut schließenden Blechdose, die Lagen durch Backpapier getrennt, halten sich die Pralinen 2 Wochen an einem kühlen Ort bei etwa 16 bis 18 Grad. Im Kühlschrank solltest du sie nicht lagern: Der Karamell zieht dort Feuchtigkeit, und die Schokolade bekommt einen grauen Schleier. Steht die Dose zu warm, wandert die Butter aus dem Karamell und bildet fettige Tropfen.

Einfrieren funktioniert, ist aber nur bei größeren Mengen sinnvoll. Verpacke die Pralinen luftdicht und lass sie nach dem Herausnehmen ungeöffnet über Nacht im Kühlschrank auftauen, danach erst bei Zimmertemperatur öffnen. So schlägt sich das Kondenswasser außen am Beutel nieder und nicht auf der Schokolade.

Häufige Fragen

Mein Zucker ist beim Schmelzen kristallisiert – was nun?
Das passiert meistens, wenn man zu früh rührt oder Zuckerkristalle am Topfrand hängen. Gib zwei Esslöffel Wasser dazu und erhitze alles noch einmal langsam, bis sich die Kristalle auflösen. Danach den Topf nur noch schwenken, nicht rühren.
Kann ich statt Haselnüssen andere Nüsse nehmen?
Ganze Mandeln funktionieren gut, sie brauchen beim Rösten aber etwa 2 Minuten länger. Walnusshälften rate ich ab: Sie sind zu groß für die kleine Mulde und schmecken neben dem Karamell schnell bitter.
Warum läuft meine Schokolade aus den Papierkapseln?
Zu dünne Kapseln weichen durch, sobald warme Schokolade hineinkommt. Nimm feste, gefaltete Pralinenkapseln und stelle sie zusätzlich in eine Mini-Muffinform, dann behalten sie ihre Wandform beim Festwerden.
Toffifee selber machen: Karamell, Nuss, Schoko – besser als gekauft!
Merk dir das Rezept auf Pinterest.
Alle Rezepte: Kuchen & Backen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert