Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
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Naanbrot aus der Pfanne: 4 Zutaten, in 20 Minuten!

Naanbrot aus der Pfanne: 4 Zutaten, in 20 Minuten!
Portionen 4 Fladenbrote
Vorbereitung 10 Minuten
Garzeit 10 Minuten
Gesamt 20 Minuten

Es gibt Abende, da steht das Essen fast fertig auf dem Herd und mir fällt ein, dass kein Brot mehr im Haus ist. Früher hätte mich das geärgert, heute nehme ich einfach die Pfanne. Denn für ein weiches, warmes Fladenbrot brauchst du weder Ofen noch Hefe noch eine lange Gehzeit — nur vier Zutaten, die bei mir immer im Schrank stehen, und zwanzig Minuten Zeit.

Das Besondere an diesem Naanbrot ist der Joghurt. Er bringt die Säure mit, die zusammen mit dem Backpulver im Mehl arbeitet und den Teig in der heißen Pfanne aufgehen lässt. So bekommst du diese typischen dunklen Blasen auf der Oberfläche und innen eine weiche, leicht fluffige Krume. Der Teig wird geknetet, kurz beiseitegelegt, ausgerollt und gebacken — mehr passiert nicht.

Zutaten

  • 250 g Weizenmehl Type 405
  • 200 g Naturjoghurt (3,5 % Fett)
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 2 EL neutrales Öl (z. B. Sonnenblumenöl)
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

Schritt 1: Teig zusammenrühren

Gib das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz in eine Schüssel und vermische beides gründlich mit einer Gabel, damit sich das Backpulver überall verteilt. Dann kommen der Joghurt und ein Esslöffel vom Öl dazu. Rühre erst mit der Gabel, bis sich große Klumpen bilden, und gehe dann mit der Hand hinein. Der Teig wirkt anfangs krümelig — das ist richtig so, er zieht beim Kneten noch zusammen.

Schritt 2: Kurz kneten

Kippe den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche und knete ihn zwei bis drei Minuten. Er soll weich und geschmeidig werden und nur noch ganz leicht an den Fingern haften. Klebt er stark, streue löffelweise Mehl nach; ist er bröselig, hilft ein Teelöffel Joghurt. Forme eine Kugel, decke sie mit der umgedrehten Schüssel ab und lass sie fünf Minuten stehen, damit sich das Mehl vollsaugt.

Schritt 3: Ausrollen

Teile die Kugel mit dem Messer in vier gleich große Stücke. Rolle jedes Stück auf der bemehlten Fläche zu einem ovalen Fladen von etwa 18 Zentimetern Länge und einem halben Zentimeter Dicke aus. Dünner solltest du nicht gehen, sonst bleibt das Brot flach und wird trocken. Lege die Fladen nebeneinander auf ein bemehltes Brett, ohne sie zu stapeln.

Schritt 4: In der Pfanne backen

Erhitze eine schwere Pfanne ohne Fett bei mittlerer bis hoher Hitze. Sie ist heiß genug, wenn ein Tropfen Wasser sofort zischt. Lege einen Fladen hinein und backe ihn etwa 90 Sekunden, bis sich große Blasen heben und die Unterseite braune Flecken zeigt. Wende ihn und backe die zweite Seite eine weitere Minute. Drücke die Blasen nicht platt.

Schritt 5: Ölen und warm halten

Nimm das Brot aus der Pfanne und bestreiche es sofort dünn mit dem restlichen Öl. Staple die fertigen Fladen in einem sauberen Küchentuch — der eigene Dampf hält sie weich, statt sie hart werden zu lassen. Backe so nacheinander alle vier Fladen und regle die Hitze etwas herunter, wenn die Flecken zu schnell dunkel werden.

Omas Tipps

  • Nimm keinen mageren Joghurt. Ein Joghurt mit 3,5 % Fett macht die Krume weich und saftig. Magerjoghurt enthält mehr Wasser, der Teig wird klebrig und das Brot trocknet beim Backen schneller aus. Griechischer Joghurt geht auch, dann brauchst du oft einen Esslöffel Wasser dazu.
  • Die Pfanne muss trocken bleiben. Öl in der Pfanne frittiert die Unterseite, statt sie zu backen — das Brot wird fettig und bleibt blass. Erst nach dem Wenden und Herausnehmen kommt das Öl auf die Oberfläche, dort gibt es Glanz und Geschmack.
  • Backpulver abstreichen, nicht häufen. Ein gehäufter Teelöffel hinterlässt einen seifigen Beigeschmack, der mit dem Joghurt besonders auffällt. Streiche den Löffel mit dem Messerrücken glatt und verteile das Pulver im Mehl, bevor die Feuchtigkeit dazukommt.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Am besten schmeckt das Naanbrot direkt aus der Pfanne. Übrige Fladen hältst du in einem Gefrierbeutel oder einer gut schließenden Dose bei Zimmertemperatur zwei Tage frisch. Lege sie erst hinein, wenn sie vollständig abgekühlt sind, sonst sammelt sich Kondenswasser und die Oberfläche wird schmierig. Im Kühlschrank werden sie zäh, dort haben sie nichts verloren. Zum Aufwärmen legst du den Fladen für 30 Sekunden pro Seite in die trockene Pfanne oder besprühst ihn mit etwas Wasser und gibst ihn kurz in den heißen Ofen.

Einfrieren klappt sehr gut, weil der Teig kaum Fett enthält und beim Auftauen nicht matschig wird. Lege die abgekühlten Fladen mit Backpapier dazwischen gestapelt in einen Gefrierbeutel; so halten sie drei Monate. Du kannst sie gefroren direkt in die heiße Pfanne legen, dann dauert es etwa zwei Minuten pro Seite.

Häufige Fragen

Kann ich das Naanbrot auch ohne Joghurt machen?
Der Joghurt liefert die Säure, die das Backpulver überhaupt erst richtig treiben lässt — ohne ihn bleibt der Fladen flach. Als Ersatz funktioniert Kefir oder Buttermilch in gleicher Menge, dann brauchst du allerdings meist 20 bis 30 g Mehl mehr, weil beides dünnflüssiger ist.
Warum wirft mein Brot keine Blasen?
Fast immer ist die Pfanne zu kalt. Sie muss so heiß sein, dass ein Wassertropfen sofort zischt und verdampft; bei mittlerer Hitze auf kleiner Flamme passiert nichts. Der zweite häufige Grund ist zu dünn ausgerollter Teig — unter einem halben Zentimeter fehlt der Krume der Platz, sich zu heben.
Kann ich den Teig vorbereiten und später backen?
Ein paar Stunden im Kühlschrank verträgt er, abgedeckt mit einer Schüssel oder Folie. Länger als einen halben Tag solltest du nicht warten, denn das Backpulver beginnt schon in der Schüssel zu arbeiten und seine Triebkraft ist dann in der Pfanne aufgebraucht. Lass den kalten Teig vor dem Ausrollen zehn Minuten zu Zimmertemperatur kommen.
Naanbrot aus der Pfanne: 4 Zutaten, in 20 Minuten!
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