Kartoffelplätzchen aus Kartoffelbrei-Resten
Bei mir bleibt vom Sonntagsessen fast immer Kartoffelbrei übrig, und am Montag werden daraus diese Plätzchen. Kalt muss der Brei sein, sonst zieht er zu viel Mehl. Mit einem Ei, 60 g Mehl, Zwiebel und Schnittlauch wird die Masse formbar, in der Pfanne braucht sie pro Seite drei bis vier Minuten. Dazu gibt es bei uns Kräuterquark, die Kinder wollen lieber Apfelmus.
Zutaten
- 500 g kalter Kartoffelbrei
- 1 Ei, Größe M
- 60 g Weizenmehl, Type 405, plus etwas mehr zum Formen
- 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 EL Schnittlauch, fein geschnitten
- 1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben
- Salz nach Bedarf
- schwarzer Pfeffer nach Bedarf
- 3 EL Butterschmalz oder neutrales Öl zum Braten
Zubereitung

Teig vorbereiten
Den kalten Kartoffelbrei mit Ei, Mehl, Zwiebel, Schnittlauch, Muskat, etwas Pfeffer und bei Bedarf Salz in eine Schüssel geben und zu einer formbaren Masse verrühren. Ist der Teig sehr weich, noch 1 bis 2 EL Mehl einarbeiten.
Kartoffelplätzchen formen
Die Hände leicht bemehlen und aus der Masse etwa 10 flache Kartoffelplätzchen formen. Sie sollten ungefähr 1,5 cm dick sein, damit sie in der Pfanne gleichmäßig garen.
Goldbraun braten
Butterschmalz oder Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Kartoffelplätzchen portionsweise hineinlegen und pro Seite etwa 3 bis 4 Minuten braten, bis sie goldbraun und außen leicht knusprig sind.
Servieren
Die fertigen Kartoffelplätzchen kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und heiß servieren. Sie schmecken besonders gut mit Kräuterquark, Apfelmus oder einem frischen grünen Salat.
Mein Tipp
Der Brei muss wirklich kalt aus dem Kühlschrank kommen. Warmer Brei ist weich, du rührst immer mehr Mehl ein und die Plätzchen werden pappig. Brate außerdem bei mittlerer Hitze: Auf voller Stufe wird die Kruste dunkel, während die Mitte noch kalt ist. Und wende jedes Plätzchen nur einmal, sonst bricht es.
Andere Ideen
- Mit 60 g geriebenem Bergkäse in der Masse werden die Plätzchen herzhafter und bekommen einen dünnen Käserand.
- Statt Schnittlauch nehme ich im Winter zwei Esslöffel gehackte Petersilie und einen Teelöffel Majoran.
- Als Beilage zu Fisch rühre ich zwei Esslöffel fein geriebene Möhre unter den Brei.
Aufheben und Einfrieren
Ausgekühlt halten die Plätzchen in einer verschlossenen Dose drei Tage im Kühlschrank. Ich wärme sie in der trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze je Seite zwei Minuten auf, in der Mikrowelle werden sie weich. Roh geformt lassen sie sich zwei Monate einfrieren und kommen gefroren direkt in die heiße Pfanne.
Häufige Fragen
- Kann ich Kartoffelbrei aus der Packung nehmen?
- Ja, er muss nur kalt und eher fest angerührt sein. Fertigbrei enthält oft mehr Flüssigkeit, deshalb rechne mit ein bis zwei Esslöffeln Mehl zusätzlich, bis sich die Masse mit bemehlten Händen formen lässt.
- Warum zerfallen die Plätzchen in der Pfanne?
- Meist fehlt Bindung. Ein Ei auf 500 g Brei ist das Minimum; ist der Brei sehr feucht, hilft ein weiterer Esslöffel Mehl. Außerdem sollte das Butterschmalz heiß sein, bevor die Plätzchen hineinkommen.
- Geht das auch ohne Ei?
- Ja, dann binde ich mit zwei Esslöffeln Kartoffelstärke und lasse die Masse zehn Minuten stehen. Die Plätzchen werden etwas zarter und müssen beim Wenden vorsichtiger behandelt werden.
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