Kartoffeln vorkochen fürs Meal Prep
Bei mir stehen sonntags immer ein paar gekochte Kartoffeln im Kühlschrank. Ein Kilo festkochende, möglichst gleich groß, im kalten Salzwasser aufgesetzt: Daraus werden montags Bratkartoffeln, dienstags Kartoffelsalat und mittwochs ein Auflauf. Der Trick liegt im Garpunkt, sie dürfen noch Widerstand haben, sonst zerfallen sie später in der Pfanne. Und ausdampfen lassen, bevor sie kalt gestellt werden.
Vorgekochte Kartoffeln sind die perfekte Basis fürs Meal Prep: schlicht, zuverlässig und vielseitig. Du kannst sie für Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Bowls oder schnelle Ofenkartoffeln verwenden, ohne jedes Mal bei null anzufangen. Wichtig ist, die Kartoffeln nicht komplett weich zu kochen, sondern nur so weit, dass sie später beim Weiterverarbeiten ihre Form behalten. Dieses einfache Grundrezept braucht nur Kartoffeln, Wasser und Salz und funktioniert besonders gut mit festkochenden oder vorwiegend festkochenden Sorten. So hast du mit wenig Aufwand eine gute Grundlage für mehrere schnelle Mahlzeiten.
Zutaten
- 1 kg festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln, möglichst gleich groß
- 1,5 l Wasser
- 1 1/2 TL Salz
Zubereitung

Kartoffeln vorbereiten
Die Kartoffeln gründlich waschen und nach Belieben schälen. Große Kartoffeln halbieren, damit alle Stücke ähnlich schnell garen.
Kartoffeln vorkochen
Die Kartoffeln in einen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und salzen. Aufkochen lassen, dann bei mittlerer Hitze 12–18 Minuten garen, bis ein Messer leicht eindringt, die Kartoffeln aber noch festen Widerstand haben.
Abgießen und ausdampfen lassen
Die Kartoffeln abgießen und im heißen Topf ohne Deckel 5–10 Minuten ausdampfen lassen. Danach vollständig abkühlen lassen und bis zur Weiterverarbeitung abgedeckt kalt stellen.
Omas Tipp
Kartoffeln immer kalt aufsetzen und nie ins kochende Wasser werfen, sonst ist der Rand weich, während die Mitte noch roh ist. Nach 12 bis 18 Minuten mit dem Messer prüfen: Es soll leicht eindringen, aber spürbar bremsen. Danach ohne Deckel ausdampfen lassen, sonst schwitzen sie in der Dose und werden matschig.
So kannst du abwandeln
- Mit Schale gekocht bleiben sie fester und lassen sich am nächsten Tag sauberer in Scheiben schneiden.
- Ein Lorbeerblatt und ein Teelöffel Kümmel im Kochwasser geben Geschmack, wenn Kartoffelsalat daraus werden soll.
- Für Ofenkartoffeln koche ich sie nur zehn Minuten vor und schiebe sie danach mit Öl und Salz bei 200 Grad aufs Blech.
Reste aufbewahren
Vollständig ausgekühlt halten sie in einer verschlossenen Dose im Kühlschrank drei bis vier Tage. Warm eingeräumt bilden sie Kondenswasser und werden schnell sauer. Zum Aufwärmen schneide ich sie in Scheiben und brate sie in Butterschmalz. Einfrieren würde ich gekochte Kartoffeln nicht, sie werden glasig und wässrig.
Noch Fragen?
- Warum festkochende Kartoffeln?
- Weil sie beim Vorkochen und beim späteren Anbraten in Form bleiben. Mehligkochende zerfallen schon beim Abgießen und taugen dann nur noch für Püree oder Suppe. Vorwiegend festkochende sind der brauchbare Mittelweg.
- Wie lange brauchen sehr große Kartoffeln?
- Halbierte große Knollen rechne ich mit 18 bis 20 Minuten, kleine mit 12. Wichtiger als die Uhr ist, dass alle Stücke ähnlich groß sind, sonst ist die eine Hälfte gar und die andere noch hart.
- Kann ich sie ungeschält kochen und später schälen?
- Ja, das mache ich meistens. Pellkartoffeln lassen sich handwarm am leichtesten schälen, kalt klebt die Schale fest. Also kurz abschrecken, schälen und die Kartoffeln erst danach vollständig auskühlen lassen.
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