Kartoffel-Wraps aus 2 Zutaten – aus einfachen Zutaten ein Festessen
Diese Wraps sind bei mir aus der Not entstanden: Kartoffeln vom Vortag waren da, Brot nicht. Seitdem mache ich sie öfter, weil außer 500 g mehligkochenden Kartoffeln und 140 g Mehl nichts hineingehört. Kein Hefeteig, keine Gehzeit, gebacken wird trocken in der Pfanne. Meine Tochter füllt sie mit Salat und Frischkäse, ich mag sie am liebsten warm mit Butter.
Diese Kartoffel-Wraps aus 2 Zutaten sind weich, biegsam und wunderbar sättigend. Aus Kartoffeln und Mehl entsteht ein einfacher Teig, der in der Pfanne ohne Öl gebacken wird und sich danach nach Belieben füllen lässt. Das Rezept passt perfekt, wenn noch Kartoffeln im Haus sind und schnell etwas Warmes auf den Tisch soll. Die Wraps schmecken mild, lassen sich gut rollen und machen aus ganz einfachen Zutaten ein kleines Festessen für Mittag, Abendbrot oder die schnelle Küche zwischendurch.
Zutaten
- 500 g mehligkochende Kartoffeln, geschält gewogen
- 140 g Weizenmehl Type 405
Zubereitung

Kartoffeln garen
Die Kartoffeln in Stücke schneiden, in Wasser etwa 18–20 Minuten weich kochen, abgießen und kurz ausdampfen lassen.
Teig herstellen
Die Kartoffeln noch warm sehr fein zerstampfen, dann mit dem Mehl zu einem weichen, glatten Teig verkneten. Falls der Teig stark klebt, nur kurz weiterkneten, bis er formbar ist.
Wraps ausrollen
Den Teig in 4 Stücke teilen und jedes Stück auf einer leicht bemehlten Fläche dünn zu einem runden Fladen ausrollen.
In der Pfanne backen
Eine beschichtete Pfanne ohne Öl auf mittlere Hitze erhitzen und jeden Kartoffel-Wrap pro Seite 2–3 Minuten backen, bis leichte braune Stellen entstehen und der Fladen weich bleibt.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Die Kartoffeln müssen warm zerstampft und trocken sein: gieße sie gut ab und lass sie zwei Minuten ausdampfen, sonst brauchst du mehr Mehl und die Fladen werden zäh. Knete nur so lange, bis der Teig zusammenhält. Zu langes Kneten macht ihn klebrig, und die Wraps reißen beim Ausrollen.
Varianten
- Mit einem Teelöffel gehacktem Rosmarin oder Kümmel im Teig passen die Fladen gut zu Käse und Schinken.
- Ersetze 40 g des Weizenmehls durch feines Dinkelvollkornmehl, dann werden die Wraps kräftiger im Geschmack und rustikaler.
- Für kleine Fladenbrote teilst du den Teig in acht Stücke, rollst sie dicker aus und backst sie pro Seite eine Minute länger.
Aufbewahrung
Die fertigen Wraps staple ich zwischen zwei Küchentüchern, so bleiben sie weich. Im Beutel halten sie sich zwei Tage im Kühlschrank; kurz in der trockenen Pfanne oder im Toaster aufgewärmt, sind sie wieder biegsam. Eingefroren mit Backpapier zwischen den Fladen halten sie zwei Monate.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich festkochende Kartoffeln verwenden?
- Besser nicht. Festkochende Sorten enthalten weniger Stärke, der Teig bleibt feucht und du musst so viel Mehl nachgeben, dass die Fladen hart werden. Mehligkochende Sorten wie Adretta oder Bintje binden das Mehl deutlich besser.
- Warum reißt mein Teig beim Ausrollen?
- Dann ist er zu trocken oder zu kalt geworden. Verknete einen Esslöffel warmes Wasser unter und lass ihn fünf Minuten zugedeckt liegen. Rolle außerdem zügig aus, solange die Kartoffelmasse noch handwarm ist.
- Geht das auch ohne beschichtete Pfanne?
- Ja, in einer gut eingebrannten Eisenpfanne funktioniert es auch. Wische sie mit einem Tropfen Öl aus und halte die Hitze mittel, sonst bekommen die Fladen dunkle Flecken, bevor sie innen durch sind.
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