Kokoskuchen
Ein Zauberkuchen: Ein dünner, fast flüssiger Teig kommt in die Form und trennt sich im Ofen von allein in drei Schichten — unten fest wie Pudding, in der Mitte cremig, oben ein lockerer Biskuit. Die Kokosraspel setzen sich dabei nach oben ab. Beim ersten Mal habe ich gedacht, ich hätte etwas falsch gemacht, so dünn ist die Masse. Genau so muss sie sein.
Zutaten für 1 Kuchen
- Für den Teig
- 125 g Butter
- 4 Eier
- 100 g Zucker
- 1 Teelöffel Vanilleextrakt
- 60 g Mehl
- 1 Prise Muskatnuss (gerieben)
- 1 Prise Salz
- 60 g Kokosraspeln
- 380 ml Milch
- Zum Garnieren
- 60 g Kokosraspeln
Zubereitung

Schritt 1: Vorbereitungen
Heiz den Ofen auf 160 °C Ober-Unterhitze vor. Fette die Backform ein und dichte sie bei Bedarf von außen mit Alufolie ab.
Schritt 2: Teigbasis vorbereiten
Lass die Butter zergehen und etwas abkühlen. Trenn die Eier, schlag das Eiweiß steif und stell es beiseite.
Schritt 3: Eigelb-Mischung erstellen
Schlag das Eigelb mit dem Zucker schaumig. Rühr die abgekühlte Butter und den Vanilleextrakt unter. Dann gibst du Mehl, Salz, Muskatnuss und die Kokosraspeln dazu und rührst alles gut durch.
Schritt 4: Flüssige Zutaten einarbeiten
Erwärm die Milch leicht und gieß sie langsam unter Rühren zum Teig. Heb das Eiweiß in drei Portionen vorsichtig unter, so dass noch weiße Schaumklümpchen zu sehen sind.
Schritt 5: Backen
Gieß den Teig in die vorbereitete Form. Back den Kuchen im vorgeheizten Ofen 45 – 55 Minuten, bis er goldgelb ist und sich die Oberfläche fest anfühlt. Dann lass ihn ganz auskühlen, sonst zerfällt er dir beim Schneiden.
Schritt 6: Garnierung
Röste die Kokosraspeln in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze kurz an und streu sie über den Kuchen.
So hast du einen schönen Abschluss für einen gemütlichen Kaffeenachmittag. Lass es dir schmecken!
Mein Tipp
Der Eischnee darf nur grob untergehoben werden — man muss die weißen Klümpchen noch sehen. Rührst du ihn glatt ein, entsteht keine Schichtung, sondern ein gewöhnlicher Rührkuchen. Die Milch gibst du nur lauwarm dazu, heiße Milch stockt das Eigelb. Und schneide den Kuchen erst, wenn er wirklich kalt ist, sonst läuft die Mittelschicht aus.
Andere Ideen
- Mit der abgeriebenen Schale einer unbehandelten Limette im Teig schmeckt der Kuchen frischer.
- Statt Muskatnuss passt eine Prise Kardamom oder Zimt zum Kokos.
- Wer die Raspel im Teig nicht mag, lässt sie weg und streut stattdessen geröstete Mandelblättchen auf den fertigen Kuchen.
Aufheben und Einfrieren
Der Kuchen muss in den Kühlschrank und hält dort abgedeckt drei Tage; die Mittelschicht bleibt dabei cremig. Bei Zimmertemperatur wird er nach ein paar Stunden weich und schwitzt. Einfrieren funktioniert nicht, die Puddingschicht trennt sich beim Auftauen. Die gerösteten Raspel erst kurz vor dem Servieren aufstreuen.
Häufige Fragen
- Welche Form soll ich nehmen?
- Eine kleine eckige Form von etwa 20 x 20 cm oder eine 20er Springform. In einer größeren Form wird der Teig zu flach und die drei Schichten bilden sich nicht. Springformen dichte ich außen mit Alufolie ab, weil der Teig so dünn ist.
- Warum ist der Kuchen nach dem Backen noch wackelig?
- Das gehört dazu. Die untere Puddingschicht bindet erst beim Auskühlen ab. Fest werden soll nur die Oberfläche; bäckst du länger, bis nichts mehr wackelt, wird der ganze Kuchen trocken und die Schichtung verschwindet.
- Kann ich fettarme Milch nehmen?
- Nimm lieber Vollmilch mit 3,5 Prozent. Das Fett trägt die Kokosraspel und macht die Mittelschicht cremig. Mit fettarmer Milch wird die untere Schicht gummiartig und schmeckt wässrig.
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