Kartoffel-Kürbis-Gratin – in 20 Minuten auf dem Tisch
Dieses Gratin steht bei mir auf dem Tisch, wenn vom Vortag gekochte Kartoffeln übrig sind und ein halber Hokkaido im Korb liegt. Der Kürbis wird in der heißen Sahne vorgegart, deshalb braucht der Ofen nur noch acht Minuten Grillhitze. Die Schale bleibt dran, das spart Arbeit und hält die Scheiben in Form. Ein gutes Abendessen für zwei Erwachsene und zwei Kinder.
Dieses Kartoffel-Kürbis-Gratin ist perfekt, wenn es schnell gehen soll und trotzdem nach gemütlichem Ofengericht schmecken darf. Vorgekochte Kartoffeln und fein geschnittener Hokkaido machen das Gratin in kurzer Zeit gar, während Sahne, Milch, Muskat und Käse für die klassische cremige Kruste sorgen. Es passt wunderbar als schnelles Abendessen im Herbst, macht aber auch als Beilage zu Fleisch oder einem grünen Salat eine gute Figur. Wichtig ist eine flache Form, damit alles rasch heiß wird und schön goldbraun überbackt.
Zutaten
- 500 g gekochte Kartoffeln, vorwiegend festkochend
- 350 g Hokkaido-Kürbis, entkernt
- 150 ml Sahne
- 100 ml Milch
- 1 Knoblauchzehe
- 100 g geriebener Bergkäse oder Gouda
- 10 g Butter für die Form
- 1 TL frische Thymianblättchen oder 1 Prise getrockneter Thymian
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung

Ofen und Form vorbereiten
Den Backofen auf 240 °C Oberhitze oder Grillstufe vorheizen. Eine flache Auflaufform mit Butter einfetten.
Kartoffeln und Kürbis schneiden
Die gekochten Kartoffeln in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden. Den Hokkaido mit Schale in sehr dünne Scheiben von etwa 2–3 mm schneiden.
Sauce erhitzen
Sahne, Milch, fein geriebenen Knoblauch, Thymian, Muskat, Salz und Pfeffer in einer großen Pfanne aufkochen.
Kürbis kurz vorgaren
Die Kürbisscheiben in die heiße Sauce geben und 4–5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis sie biegsam werden. Die Kartoffelscheiben vorsichtig unterheben und 1 Minute erwärmen.
Gratin überbacken
Alles in die Form geben, mit Käse bestreuen und auf der oberen Schiene 8–10 Minuten überbacken, bis das Kartoffel-Kürbis-Gratin sichtbar blubbert und goldbraun ist.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Der Hokkaido muss wirklich dünn sein, zwei bis drei Millimeter, sonst bleibt er nach den acht Minuten unter dem Grill hart. Ich schneide ihn mit dem Gemüsehobel. Und die Kartoffelscheiben erst ganz zum Schluss unterheben und dabei nur schwenken, nicht rühren, sonst zerfallen sie in der heißen Sauce zu Brei.
Varianten
- Statt Bergkäse nehme ich manchmal 100 g geriebenen Emmentaler und streue zum Schluss ein paar Kürbiskerne darüber.
- Mit 100 g gewürfeltem Schinkenspeck, kurz in der Pfanne ausgelassen, wird aus der Beilage eine ganze Mahlzeit.
- Ohne Sahne geht es auch: 250 ml Milch mit einem Teelöffel Speisestärke verrühren und wie beschrieben aufkochen.
Aufbewahrung
Reste halten sich abgedeckt zwei Tage im Kühlschrank. Ich wärme sie in der Auflaufform bei 180 °C etwa 15 Minuten auf, dann wird die Käsedecke wieder knusprig. In der Mikrowelle wird der Kürbis wässrig. Einfrieren lohnt bei diesem Gratin nicht, die Kartoffelscheiben werden nach dem Auftauen mehlig.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich Butternut statt Hokkaido nehmen?
- Ja, aber Butternut musst du schälen, seine Schale bleibt hart. Schneide ihn genauso dünn und rechne in der Sahne eine Minute länger, weil sein Fleisch fester ist als das vom Hokkaido.
- Muss ich rohe Kartoffeln vorkochen?
- Ja. Das Rezept rechnet mit bereits gekochten Kartoffeln. Rohe Scheiben werden in acht Minuten unter dem Grill nicht gar. Koche sie mit Schale 20 Minuten und lass sie auskühlen, dann schneiden sie sich sauber.
- Warum 240 °C und Grillstufe?
- Weil alles in der Form schon heiß und gar ist. Die hohe Hitze bräunt nur noch den Käse. Bei 180 °C dauert es 20 Minuten, und die Sauce kocht in dieser Zeit aus der Form heraus.
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