Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

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Schupfnudel-Auflauf mit Sauerkraut: Der Resteklassiker in 35 Minuten!

Schupfnudel-Auflauf mit Sauerkraut: Der Resteklassiker in 35 Minuten!
Portionen 4
Vorbereitung 10 Minuten
Garzeit 25 Minuten
Gesamt 35 Minuten

Schupfnudeln aus der Kühltheke und ein angebrochenes Glas Sauerkraut, das seit Tagen im Kühlschrank steht: Bei mir war das früher oft der Anfang vom Mittagessen, wenn ich keine große Lust zum Einkaufen hatte. Mein Vater nannte solche Gerichte Resteessen, und er meinte es als Kompliment. Bei uns auf dem Dorf hat man aus dem gekocht, was da war, und nicht aus dem, was im Heft stand.

Dieser Auflauf ist genau so ein Gericht. Die Schupfnudeln werden in der Pfanne angebraten, bis sie an den Kanten goldbraun sind, dann kommen Sauerkraut, Speck und Zwiebeln dazu, und darüber eine Schicht Käse. Nach 35 Minuten ist alles fertig. Du brauchst dafür eine Pfanne und eine Auflaufform, mehr nicht.

Zutaten

  • 500 g Schupfnudeln aus der Kühltheke
  • 400 g Sauerkraut, abgetropft
  • 150 g durchwachsener Speck, gewürfelt
  • 2 Zwiebeln
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 150 g geriebener Bergkäse oder Emmentaler
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 TL Kümmel, ganz
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/2 TL Pfeffer
  • Salz
  • 1 Bund Schnittlauch zum Bestreuen

Zubereitung

Schritt 1: Ofen und Form vorbereiten

Heize den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vor. Fette eine Auflaufform von etwa 25 mal 20 Zentimetern mit etwas Butterschmalz aus. Lass das Sauerkraut in einem Sieb gut abtropfen und drücke es mit der Hand leicht aus, damit der Auflauf später nicht wässrig wird. Ganz trocken muss es aber nicht sein.

Schritt 2: Speck und Zwiebeln anbraten

Schäle die Zwiebeln und schneide sie in feine Ringe. Lass den Speck in einer großen Pfanne ohne Fett aus, bis er an den Rändern knusprig wird, das dauert etwa 4 Minuten. Nimm die Hälfte des Specks heraus und lege ihn beiseite, er kommt am Ende als Garnitur darüber. Gib die Zwiebeln zum Rest und brate sie glasig.

Schritt 3: Sauerkraut würzen

Gib das abgetropfte Sauerkraut in die Pfanne, dazu Kümmel, Lorbeerblatt und Pfeffer. Gieße die Gemüsebrühe an und lass alles bei mittlerer Hitze 5 Minuten schmoren, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Rühre die Sahne unter und nimm das Lorbeerblatt wieder heraus. Schmecke mit Salz ab, der Speck bringt schon einiges mit.

Schritt 4: Schupfnudeln anbraten

Erhitze in einer zweiten Pfanne das restliche Butterschmalz und brate die Schupfnudeln bei kräftiger Hitze 5 Minuten an. Wende sie nur alle ein bis zwei Minuten, damit sie Zeit haben, goldene Flecken zu bekommen. Dieser Schritt lohnt sich: Ungebratene Schupfnudeln werden im Auflauf pappig.

Schritt 5: Schichten und Überbacken

Mische Schupfnudeln und Sauerkrautmasse in der Auflaufform locker durch, streiche die Oberfläche glatt und streue den geriebenen Käse gleichmäßig darüber. Schiebe die Form auf die mittlere Schiene und backe sie 15 Minuten, bis die Käsedecke goldbraun und an den Rändern leicht blasig ist. Streue vor dem Servieren den beiseitegelegten Speck und den Schnittlauch darüber.

Omas Tipps

  • Sauerkraut vorher probieren. Manche Sorten aus dem Glas sind sehr sauer, andere fast mild. Ist deins spitz im Geschmack, spüle es kurz kalt ab und gib einen Teelöffel Zucker in die Pfanne, sonst überdeckt die Säure den Käse.
  • Selbst gemachte Schupfnudeln vertragen die Pfanne besser. Wenn du Reste vom Kartoffelteig hast, rolle daumendicke Rollen und koche sie 3 Minuten in Salzwasser, bevor sie in die Pfanne kommen. Sie bleiben dann in der Form und zerfallen nicht im Kraut.
  • Kein Speck im Haus? Räuchertofu funktioniert. 150 g fein gewürfelter Räuchertofu in Butterschmalz angebraten bringt eine ähnliche rauchige Note. Salze das Kraut dann etwas kräftiger, weil das Salz vom Speck fehlt.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Der Auflauf hält sich abgedeckt im Kühlschrank 3 Tage. Lass ihn erst ganz auskühlen, bevor du Frischhaltefolie oder einen Deckel darüber gibst, sonst schwitzt der Käse und weicht die Schupfnudeln auf. Zum Aufwärmen nimmst du am besten wieder den Ofen: 15 Minuten bei 180 Grad, abgedeckt mit Alufolie, die du für die letzten 5 Minuten abnimmst. In der Mikrowelle wird die Kruste zäh.

Einfrieren geht, ist aber nicht ideal. Die Schupfnudeln verlieren beim Auftauen ihren Biss und werden weich, das Sauerkraut dagegen übersteht es gut. Wenn du vorsorgen möchtest, friere lieber nur die fertig geschmorte Sauerkrautmasse ohne Sahne ein, bis zu 3 Monate. Die Schupfnudeln brätst du dann frisch dazu.

Häufige Fragen

Kann ich Schupfnudeln aus dem Kühlregal ohne Anbraten verwenden?
Möglich ist es, empfehlenswert nicht. Die Nudeln geben im Ofen Stärke ab und kleben dann zu einem festen Block zusammen. Die 5 Minuten in der Pfanne bilden eine dünne Kruste, die genau das verhindert und dem Auflauf einen nussigen Ton gibt.
Welcher Käse passt am besten?
Ein kräftiger Bergkäse hält gegen die Säure des Krauts an, Emmentaler ist milder und zieht schönere Fäden. Gouda funktioniert auch, verschwindet geschmacklich aber fast völlig. Mozzarella würde ich hier nicht nehmen, er gibt zu viel Wasser ab.
Wird der Auflauf ohne Sahne auch gut?
Ja, du kannst die 200 ml Sahne durch die gleiche Menge Schmand oder saure Sahne ersetzen. Rühre diese aber erst unter, wenn die Pfanne vom Herd ist, sonst flockt sie aus. Das Ergebnis ist etwas frischer und weniger schwer.
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