Kartoffel-Wraps aus 2 Zutaten
Zwei Zutaten, mehr braucht es nicht: gekochte mehligkochende Kartoffeln und Mehl. Ich mache diese Wraps oft montags, wenn vom Sonntag noch Kartoffeln übrig sind. Sie bleiben weich und biegsam, reißen beim Rollen nicht und schmecken deutlich nach Kartoffel, nicht nach Papier. Bei uns kommen Hackfleisch, Gurke und Joghurtsoße hinein, meine Enkel nehmen lieber Käse und Schinken. Sechs Stück sind schneller weg, als man denkt.
Diese Kartoffel-Wraps aus 2 Zutaten sind weich, biegsam und wunderbar einfach gemacht. Aus gekochten Kartoffeln und etwas Weizenmehl entsteht ein geschmeidiger Teig, der in der Pfanne ohne Öl gebacken wird. Die Wraps passen perfekt für ein schnelles Mittagessen, ein unkompliziertes Abendessen oder als Grundlage für Lieblingsfüllungen der ganzen Familie. Besonders schön: Sie kommen ohne Hefe, ohne Ei und ohne lange Wartezeit aus. Frisch aus der Pfanne sind sie zart, lassen sich gut rollen und schmecken angenehm mild nach Kartoffeln.
Zutaten
- 600 g mehligkochende Kartoffeln
- 150 g Weizenmehl Type 405, plus etwas mehr zum Ausrollen
Zubereitung

Kartoffeln kochen
Die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in Wasser etwa 18–20 Minuten weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und noch warm fein zerstampfen oder durch eine Kartoffelpresse drücken.
Teig herstellen
Die Kartoffelmasse lauwarm abkühlen lassen, dann mit dem Mehl zu einem weichen, glatten Teig verkneten. Falls der Teig stark klebt, esslöffelweise wenig Mehl einarbeiten.
Wraps ausrollen
Den Teig in 6 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück auf leicht bemehlter Arbeitsfläche dünn rund ausrollen, etwa 22–24 cm groß.
In der Pfanne backen
Eine beschichtete Pfanne ohne Öl auf mittlere bis hohe Hitze erhitzen. Jeden Kartoffel-Wrap pro Seite etwa 1–2 Minuten backen, bis leichte braune Punkte entstehen und der Wrap weich und biegsam bleibt.
Warm servieren
Die fertigen Wraps direkt auf einem Teller stapeln und mit einem sauberen Tuch abdecken, damit sie nicht austrocknen. Danach nach Wunsch füllen und aufrollen.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Die Kartoffeln müssen gut ausdampfen, sonst brauchst du immer mehr Mehl und die Wraps werden zäh. Presse sie heiß, lass sie offen lauwarm werden und knete das Mehl dann nur kurz unter, bis der Teig glatt ist. Langes Kneten macht ihn klebrig. In der trockenen Pfanne reichen wirklich ein bis zwei Minuten pro Seite.
Varianten
- Knete einen Teelöffel getrocknete Kräuter der Provence oder edelsüßes Paprikapulver in den Teig, dann passen die Wraps zu Gemüsefüllungen.
- Statt Weizenmehl kannst du 150 g Dinkelmehl Type 630 nehmen, der Teig wird etwas rustikaler.
- Klein ausgerollt und in Butter gebraten werden daraus Kartoffelfladen zu Spiegelei.
Aufbewahrung
Ausgekühlt in einer Dose oder einem Gefrierbeutel halten die Wraps im Kühlschrank drei Tage. Vor dem Füllen kurz in der trockenen Pfanne oder für zwanzig Sekunden in der Mikrowelle erwärmen, dann werden sie wieder biegsam. Eingefroren mit Backpapier zwischen den Fladen zwei Monate haltbar.
Fragen aus meiner Küche
- Warum mehligkochende Kartoffeln?
- Sie zerfallen beim Stampfen zu einer trockenen, lockeren Masse und binden das Mehl gut. Festkochende Kartoffeln bleiben feucht und stückig, dann brauchst du deutlich mehr Mehl und der Wrap wird hart statt weich.
- Kann ich den Teig vorbereiten?
- Besser nicht länger als eine Stunde, er zieht Feuchtigkeit und wird klebrig. Wenn es sein muss, deck ihn ab und stell ihn kalt, dann knete vor dem Ausrollen einen Esslöffel Mehl unter.
- Muss wirklich kein Öl in die Pfanne?
- Richtig, die Pfanne bleibt trocken und mittelheiß. Mit Fett braten die Fladen an der Oberfläche fest und lassen sich später nicht mehr rollen. Die braunen Punkte zeigen, dass die Hitze stimmt.
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