Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

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Thermomix Pizzateig in 90 Sekunden geknetet: Für zwei Bleche!

Thermomix Pizzateig in 90 Sekunden geknetet: Für zwei Bleche!
Portionen 2 Bleche (4-6 Personen)
Vorbereitung 10 Minuten (davon 90 Sekunden Kneten)
Garzeit 2 x 12 Minuten
Gesamt 1 Stunde 20 Minuten

Es gibt Abende, da soll es Pizza sein, und zwar ohne dass jemand eine Stunde lang am Tisch steht und knetet. Bei mir in der Küche stand früher genau deshalb oft der Lieferdienst auf dem Zettel: der Teig war mir zu viel Arbeit, die Hände zu klebrig, die Schüssel zu voll. Seit ich den Teig im Mixtopf knete, ist das vorbei. Neunzig Sekunden – so lange braucht die Maschine, und in dieser Zeit decke ich schon den Tisch.

Was diesen Teig so unkompliziert macht, ist die Menge: 500 g Mehl ergeben zwei volle Bleche, also genug für eine Familie mit Nachschlag oder für zwei ganz unterschiedliche Beläge. Du brauchst keine Küchenwaage-Akrobatik, keine Vorteige, kein Übernachtruhen. Wasser, Hefe, Öl, Salz, Mehl – fertig. Und der Teig verzeiht viel: Wird er dir ein bisschen weicher, streust du beim Ausrollen etwas Mehl nach, und niemand merkt einen Unterschied. Das Rezept funktioniert übrigens genauso in jeder anderen Küchenmaschine mit Heizfunktion und Knetstufe.

Zutaten

  • 300 g lauwarmes Wasser
  • 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) oder 21 g frische Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 500 g Mehl Type 550
  • 40 g Olivenöl
  • 1 gestrichener EL Salz (ca. 12 g)
  • Mehl zum Ausrollen
  • Etwas Olivenöl für die Bleche

Zubereitung

Schritt 1: Hefe anrühren

Gib das Wasser mit dem Zucker und der Hefe in den Mixtopf und lass alles 2 Minuten bei 37 Grad auf Stufe 2 laufen. Die Flüssigkeit soll handwarm sein, nicht heiß – zu viel Hitze nimmt der Hefe die Kraft. Wenn du frische Hefe nimmst, bröckle sie vorher grob hinein, sie löst sich in diesen zwei Minuten vollständig auf. Am Ende riecht es leicht nach Hefeteig und die Oberfläche zeigt feine Bläschen.

Schritt 2: 90 Sekunden kneten

Füge Mehl, Olivenöl und Salz dazu und knete alles 90 Sekunden im Teigmodus. Mehr braucht es wirklich nicht: Der Teig sammelt sich in den ersten Sekunden zu einem Klumpen und schlägt danach hörbar gegen die Wand des Topfes. Öffne zwischendurch nicht den Deckel, sonst verlierst du Schwung. Nach Ablauf der Zeit fühlt sich der Teig glatt, elastisch und nur leicht klebrig an.

Schritt 3: Gehen lassen

Nimm den Teig mit bemehlten Händen heraus, forme ihn zu einer Kugel und lege ihn in eine leicht geölte Schüssel. Decke sie mit einem feuchten Tuch ab und lass den Teig 45 Minuten an einem zugfreien Platz ruhen. Er soll sein Volumen etwa verdoppeln – drückst du mit dem Finger hinein, bleibt eine Mulde kurz stehen und schließt sich dann langsam wieder.

Schritt 4: Zwei Bleche ausrollen

Heize den Backofen auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vor. Teile den Teig in zwei gleich große Stücke und rolle jedes auf einer bemehlten Fläche so dünn aus, dass es ein Backblech füllt. Lege die Teigplatten auf leicht geölte, mit Backpapier belegte Bleche und ziehe die Ränder mit den Fingern noch einmal in die Ecken. Ein etwas dickerer Rand gibt später den luftigen Kranz.

Schritt 5: Belegen und backen

Belege die Bleche nach Lust: Tomatensauce dünn aufstreichen, Käse darüber, Rest sparsam. Backe jedes Blech einzeln auf der zweituntersten Schiene 12 Minuten, bis der Rand goldbraun ist und der Käse an den Rändern leicht bräunt. Zieh die Pizza sofort vom Blech auf ein Gitter, sonst zieht der Dampf von unten in den Boden und weicht ihn auf.

Omas Tipps

  • Das Salz zuletzt dazu. Salz und Hefe mögen sich im ersten Moment nicht. Deshalb rühre ich Hefe und Zucker erst allein im Wasser an und gebe Salz zusammen mit dem Mehl dazu – so bleibt die Triebkraft erhalten und der Teig geht in 45 Minuten zuverlässig auf.
  • Der zweite Teigling darf warten. Weil die Menge für zwei Bleche reicht und die meisten Öfen nur ein Blech schön backen, lasse ich die zweite Hälfte abgedeckt stehen, während das erste Blech backt. Die Extraruhe schadet nicht, der Teig wird dadurch sogar aromatischer.
  • Bleche vorwärmen spart Matsch. Schiebe das leere Blech gleich beim Vorheizen mit in den Ofen und zieh die belegte Pizza samt Backpapier darauf. Der Boden bekommt sofort Hitze von unten und bleibt auch unter einer saftigen Sauce knusprig.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Rohen Teig kannst du nach dem Gehen in einer verschlossenen Dose bis zu 24 Stunden im Kühlschrank lagern. Er geht dort langsam weiter und wird geschmacklich runder. Nimm ihn 30 Minuten vor dem Ausrollen heraus, sonst zieht er sich beim Ausrollen ständig zusammen. Gebackene Pizzastücke halten sich abgedeckt oder in einer Dose 2 Tage im Kühlschrank.

Einfrieren klappt bei diesem Teig gut: Teile ihn nach der Ruhezeit in zwei Portionen, öle sie leicht ein, wickle sie einzeln in Frischhaltefolie und friere sie bis zu 3 Monate ein. Über Nacht im Kühlschrank auftauen, dann eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur akklimatisieren. Fertig gebackene Pizza friere ich lieber nicht ein – der Boden wird beim Auftauen zäh.

Häufige Fragen

Reichen 90 Sekunden Kneten wirklich für 500 g Mehl?
Ja, denn der Teigmodus arbeitet mit einer wesentlich höheren Krafteinwirkung als deine Hände. Der Klebereiweißverbund bildet sich in dieser kurzen, intensiven Phase vollständig aus. Du erkennst es daran, dass sich der Teig beim Herausnehmen glatt anfühlt und nicht mehr reißt, wenn du ihn vorsichtig auseinanderziehst.
Kann ich statt Mehl Type 550 auch Type 405 nehmen?
Das geht, der Teig wird dann etwas weicher und weniger elastisch. Nimm in dem Fall 20 g weniger Wasser, also 280 g, damit er sich noch gut ausrollen lässt. Type 550 hat mehr Klebereiweiß und gibt dem dünn ausgerollten Blechteig den besseren Halt.
Warum wird mein Boden in der Mitte weich?
Fast immer liegt es an zu viel Sauce oder zu feuchtem Belag wie eingelegten Tomaten. Streiche die Sauce so dünn auf, dass der Teig noch durchschimmert, und tupfe nasse Zutaten vorher mit Küchenpapier ab. Die zweitunterste Schiene bei 250 Grad sorgt zusätzlich für Hitze von unten.
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