Kartoffel-Spitzkohl-Eintopf
Spitzkohl ist mir lieber als Weißkohl, er wird schneller weich und schmeckt milder. Der Eintopf steht bei uns an kühlen Abenden auf dem Herd: Kartoffeln und Möhren ziehen zwölf Minuten in der Brühe, der Kohl kommt später dazu, damit er nicht zerfällt. Die Mettenden geben ihren Rauch an die Brühe ab, ohne dass man extra anbraten muss. Ein Schuss Sahne rundet ab.
Zutaten
- 800 g festkochende Kartoffeln
- 600 g Spitzkohl
- 2 Möhren
- 1 große Zwiebel
- 2 Mettenden oder geräucherte Kochwürste, ca. 200 g
- 1 EL Rapsöl
- 1 l Gemüsebrühe
- 1 TL getrockneter Majoran
- 1 Prise Kümmel, gemahlen
- 100 ml Sahne
- Salz
- schwarzer Pfeffer
- 2 EL gehackte Petersilie
Zubereitung

Gemüse vorbereiten
Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Spitzkohl vierteln, den Strunk entfernen und den Kohl in Streifen schneiden. Möhren schälen und in Scheiben schneiden, die Zwiebel fein würfeln.
Ansatz kochen
Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen. Kartoffeln und Möhren dazugeben, kurz mitbraten, dann mit der Gemüsebrühe ablöschen.
Eintopf garen
Majoran, Kümmel und die Mettenden im Ganzen in den Topf geben. Alles aufkochen und bei mittlerer Hitze etwa 12 Minuten köcheln lassen.
Spitzkohl hinzufügen
Den Spitzkohl unterrühren und den Eintopf weitere 10 bis 12 Minuten garen, bis Kartoffeln und Kohl weich sind, aber noch etwas Struktur haben.
Abschmecken und servieren
Die Mettenden herausnehmen, in Scheiben schneiden und zurück in den Topf geben. Sahne einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Kartoffel-Spitzkohl-Eintopf mit Petersilie bestreut servieren.
Darauf kommt es an
Rühre die Sahne erst am Ende bei kleiner Hitze ein und lass den Eintopf danach nicht mehr sprudelnd kochen, sonst flockt sie durch die Säure des Kohls aus. Den Strunk vom Spitzkohl großzügig herausschneiden, er bleibt hart, während die Blätter längst weich sind. Kümmel nehme ich gemahlen, ganze Körner stören beim Essen.
Abwandlungen
- Ohne Mettenden: einen Teelöffel geräuchertes Paprikapulver und 150 g gewürfelten Räuchertofu mitgaren.
- Mit 200 g Kasseler statt der Mettenden wird der Eintopf milder, dann sparsamer salzen.
- Deftiger wird er mit zwei Esslöffeln Senf und einer roh geriebenen Kartoffel, die ihn zusätzlich bindet.
Aufbewahren und Aufwärmen
Der Eintopf hält im Kühlschrank drei Tage und schmeckt am zweiten Tag runder. Erwärme ihn langsam, ohne ihn kochen zu lassen. Zum Einfrieren lasse ich die Sahne weg, so hält er drei Monate. Nach dem Auftauen im Topf erhitzen und erst dann Sahne und Petersilie zugeben.
Das werde ich oft gefragt
- Kann ich Weißkohl statt Spitzkohl nehmen?
- Ja, schneide ihn dann feiner und gib ihm acht Minuten mehr Zeit im Topf. Weißkohl ist fester und schmeckt kräftiger. Probiere ab Minute 15, er soll weich sein, aber noch etwas Biss haben.
- Womit ersetze ich die Mettenden?
- Wiener Würstchen, Kochwurst, gewürfeltes Kasseler oder ausgelassener Speck passen alle. Wiener kommen erst in den letzten fünf Minuten in den Topf, sonst platzen sie. Salz danach anpassen, die Sorten sind unterschiedlich kräftig.
- Warum werden meine Kartoffeln matschig?
- Entweder waren es mehligkochende Sorten oder die Würfel waren zu klein. Nimm festkochende Kartoffeln und schneide sie etwa zwei Zentimeter groß. Ab Minute zehn einmal probieren, sie garen mit dem Kohl noch weiter.
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