Kartoffel-Curry mit Kokosmilch: Vegan, in 30 Minuten fertig!
Es gibt Abende, da ist der Kühlschrank fast leer und im Vorratskorb liegen nur noch Kartoffeln. Genau dafür habe ich mir dieses Curry angewöhnt. Eine Dose Kokosmilch steht bei mir immer im Regal, Currypulver sowieso, und mehr braucht es gar nicht, damit aus ein paar Kartoffeln ein Essen wird, nach dem alle noch einmal den Topf abkratzen.
Vegan ist es fast von selbst, weil die Kokosmilch alles übernimmt, wofür ich sonst Sahne genommen hätte. Und schnell ist es, weil die Kartoffeln klein gewürfelt direkt in der Sauce garen – kein Vorkochen, kein zweiter Topf. Von der ersten Zwiebel bis zum Teller vergehen 30 Minuten, das habe ich mit der Küchenuhr nachgehalten.
Zutaten
- 800 g festkochende Kartoffeln
- 1 große Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Stück frischer Ingwer (etwa 3 cm)
- 2 EL Rapsöl
- 2 gehäufte TL mildes Currypulver
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1/2 TL Kurkuma
- 400 ml Kokosmilch (1 Dose)
- 200 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Tomatenmark
- 150 g Zuckerschoten oder junge Erbsen
- 1 EL Limettensaft
- 1 TL Salz
- 1 rote Chilischote zum Garnieren
- 1 kleiner Bund frischer Koriander
Zubereitung
Schritt 1: Alles klein schneiden
Schäle die 800 g Kartoffeln und schneide sie in Würfel von etwa anderthalb Zentimetern. Kleiner lohnt sich nicht, größer werden sie in der kurzen Zeit nicht gar. Würfle die Zwiebel fein, hacke den Knoblauch und reibe den Ingwer auf der feinen Seite der Reibe. Stell alles griffbereit neben den Herd, danach geht es zügig weiter.
Schritt 2: Zwiebeln und Gewürze anrösten
Erhitze das Rapsöl in einem weiten Topf und dünste die Zwiebel bei mittlerer Hitze drei Minuten glasig. Gib Knoblauch und Ingwer dazu und rühre eine Minute mit. Streue jetzt Curry, Kreuzkümmel und Kurkuma ein und röste sie 30 Sekunden mit, bis es kräftig duftet. Das Tomatenmark kommt dazu und darf kurz mitrösten, dann verliert es seine säuerliche Schärfe.
Schritt 3: Kartoffeln in der Sauce garen
Rühre die Kartoffelwürfel unter, bis sie vom Gewürzöl überzogen sind. Gieße die Kokosmilch und die Gemüsebrühe an und salze mit einem Teelöffel Salz. Bring alles einmal zum Kochen und lass es dann bei kleiner Hitze mit halb aufgelegtem Deckel 15 Minuten leise köcheln. Rühre zwischendurch zweimal um, damit am Boden nichts ansetzt.
Schritt 4: Zuckerschoten dazu
Nach 15 Minuten sollten sich die Kartoffelwürfel mit dem Messer leicht einstechen lassen, aber noch nicht zerfallen. Gib die Zuckerschoten dazu und lass sie vier bis fünf Minuten offen mitgaren. Sie sollen ihre grüne Farbe behalten und noch Biss haben. In dieser Zeit dickt die Sauce ein und bekommt eine sämige, hell goldgelbe Farbe.
Schritt 5: Abschmecken und anrichten
Nimm den Topf vom Herd und rühre den Esslöffel Limettensaft ein – er hebt die Süße der Kokosmilch an und macht das Curry rund. Probiere und salze bei Bedarf nach. Verteile das Curry in tiefe Schalen, streue grob gezupften Koriander darüber und lege ein paar dünne Ringe der roten Chilischote obenauf, je nach gewünschter Schärfe.
Omas Tipps
- Nimm Kokosmilch mit vollem Fettgehalt. Die leichten Varianten mit 8 Prozent Fett binden nicht und ergeben eine wässrige Sauce, die an den Kartoffeln abläuft. Bei einer normalen Dose setzt sich oben eine feste Schicht ab – rühre die Dose vor dem Öffnen kräftig durch oder schüttle sie, damit alles gleichmäßig in den Topf kommt.
- Festkochende Kartoffeln sind hier Pflicht. Mehligkochende Sorten zerfallen in den 15 Minuten Köchelzeit zu Brei und die Sauce wird zäh wie Kleister. Festkochende behalten ihre Würfelform, und die Sauce bleibt daneben flüssig genug, um Reis oder Fladenbrot damit aufzutunken.
- Gewürze immer im Öl anrösten. Currypulver, das direkt in die Flüssigkeit gestreut wird, schmeckt staubig und flach. Die 30 Sekunden im heißen Öl lösen die ätherischen Öle und sind der Unterschied zwischen einem blassen und einem runden Curry – länger als eine Minute darf es aber nicht dauern, sonst wird es bitter.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält sich das Curry gut abgedeckt drei Tage, am besten in einer Glasdose mit Deckel, weil Kunststoff die Farbe des Kurkumas annimmt und gelb bleibt. Über Nacht zieht es sogar nach und schmeckt am zweiten Tag würziger. Wärme es bei kleiner Hitze im Topf auf und rühre zwei bis drei Esslöffel Wasser ein, da die Kartoffeln weiter Flüssigkeit ziehen.
Einfrieren kannst du es, allerdings mit einem Abstrich: Die Kokosmilch kann beim Auftauen leicht flocken und die Kartoffelwürfel werden an den Kanten etwas mürbe. Bis zu zwei Monate ist es haltbar; taue es im Kühlschrank auf und rühre es beim Erwärmen kräftig durch, dann bindet sich die Sauce wieder. Die Zuckerschoten würde ich in diesem Fall lieber frisch dazugeben.
Häufige Fragen
- Wie mache ich das Curry schärfer?
- Gib die Chilischote nicht erst zum Schluss darüber, sondern schneide sie in Schritt 2 klein und röste sie mit den Gewürzen im Öl mit. Wer es richtig kräftig mag, lässt die Kerne drin. Ein halber Teelöffel scharfes Currypulver zusätzlich wirkt ähnlich, ohne dass jemand auf ein Stück Chili beißt.
- Was passt als Beilage dazu?
- Bei uns kommt meist Basmatireis dazu, den ich parallel aufsetze – er ist in denselben 30 Minuten fertig. Genauso gut passt Fladenbrot, mit dem man die Kokossauce auftunkt. Eine Sättigungsbeilage braucht es aber nicht zwingend, 800 g Kartoffeln machen vier Personen auch allein satt.
- Kann ich die Zuckerschoten durch anderes Gemüse ersetzen?
- Ja, Blumenkohlröschen oder Möhrenscheiben passen gut, die brauchen dann aber acht statt fünf Minuten und kommen entsprechend früher in den Topf. Blattspinat ist die schnellste Lösung: eine Handvoll erst nach dem Herdabschalten unterrühren, er fällt in der Restwärme zusammen.

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