Herzhafte Muffins mit Schinken und Käse: 12 Stück in 25 Minuten!
Es gibt Tage, da klingelt es an der Tür und ich habe nichts im Haus, was man anständig anbieten könnte. Genau für diese Tage habe ich mir herzhafte Muffins angewöhnt. Mehl, Eier, Milch, ein Rest Schinken und ein Stück Käse – mehr braucht es nicht, und das liegt bei mir eigentlich immer im Kühlschrank. Mein Mann hat früher gespottet, Muffins seien was Süßes. Nach dem dritten Blech hat er nichts mehr gesagt, sondern nur noch zugelangt.
Das Schöne an diesen Muffins: Du rührst den Teig mit dem Löffel, nicht mit dem Mixer. Er darf ruhig klumpig aussehen, das gehört so. Zwölf Stück werden es, und weil sie klein sind, sind sie nach fünfzehn Minuten im Ofen fertig. Rechnest du die zehn Minuten Vorbereitung dazu, stehst du nach einer knappen halben Stunde mit einem vollen Blech da. Sie schmecken warm am besten, aber auch kalt in der Brotdose machen sie sich hervorragend.
Zutaten
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 1 Päckchen Backpulver (15 g)
- 2 Eier (Größe M)
- 150 ml Milch
- 80 ml neutrales Öl (z. B. Rapsöl)
- 150 g gekochter Schinken, fein gewürfelt
- 150 g mittelalter Gouda, grob gerieben
- 1 Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten
- 1 TL Salz
- 1/2 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 1 gute Prise Muskatnuss
Zubereitung
Schritt 1: Ofen und Blech vorbereiten
Heize den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vor, bei Umluft genügen 180 °C. Stelle zwölf Papierförmchen in dein Muffinblech oder fette die Mulden gründlich mit Butter aus und stäube sie mit etwas Mehl. Der Ofen muss wirklich heiß sein, bevor die Muffins hineinkommen – nur dann gehen sie schön hoch und bekommen diese runde Kuppe, die man sich wünscht.
Schritt 2: Trockene Zutaten mischen
Gib Mehl und Backpulver in eine große Schüssel und verrühre beides mit einem Schneebesen gründlich. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber wichtig: Sitzt das Backpulver in einem Nest, schmeckt ein Muffin später seifig und die anderen gehen nicht auf. Streue Salz, Pfeffer und Muskatnuss darüber und mische noch einmal kurz durch.
Schritt 3: Flüssiges verrühren und zusammenführen
Verquirle in einer zweiten Schüssel die beiden Eier mit der Milch und dem Öl, bis die Masse gleichmäßig hellgelb ist. Gieße sie auf einmal zum Mehl und rühre mit einem Holzlöffel nur so lange, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Der Teig darf ruhig klumpig bleiben. Rührst du zu lange, werden die Muffins zäh statt locker – das ist der häufigste Fehler.
Schritt 4: Schinken, Käse und Schnittlauch unterheben
Hebe die Schinkenwürfel, zwei Drittel des geriebenen Goudas und den Schnittlauch mit wenigen Bewegungen unter den Teig. Verteile die Masse mit zwei Esslöffeln auf die zwölf Mulden; sie sollten jeweils gut zu drei Vierteln gefüllt sein. Streue den restlichen Käse obenauf, er bildet beim Backen die knusprige Haube.
Schritt 5: Backen und abkühlen
Schiebe das Blech auf die mittlere Schiene und backe die Muffins 15 Minuten, bis die Oberfläche goldbraun ist und der Käse an den Rändern leicht gebräunt hat. Mache die Stäbchenprobe in der Mitte eines Muffins: Bleibt nur geschmolzener Käse daran hängen, aber kein feuchter Teig, sind sie fertig. Lass sie fünf Minuten im Blech ruhen, bevor du sie herauslöst, sonst brechen sie.
Omas Tipps
- Schinken trocken tupfen. Gekochter Schinken aus der Packung bringt oft Flüssigkeit mit. Tupfe die Würfel vor dem Unterheben mit Küchenpapier ab, sonst wird der Teig um die Schinkenstücke herum speckig und geht dort nicht auf.
- Käse selbst reiben. Fertig geriebener Gouda ist mit Trennmittel behandelt und schmilzt nur widerwillig. Ein Stück am Stück gekaufter mittelalter Gouda auf der groben Reibe zieht im Muffin schöne Fäden und schmeckt deutlich kräftiger.
- Das Blech nur zu drei Vierteln füllen. Voll gefüllte Mulden laufen über und der Teig backt zwischen den Muffins zusammen. Bleibt Teig übrig, backe lieber zwei kleinere zusätzlich – bei zwölf gleichmäßig gefüllten Mulden stimmt die Backzeit von 15 Minuten exakt.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
In einer gut schließenden Dose halten sich die Muffins im Kühlschrank drei Tage. Lege ein Blatt Küchenpapier mit in die Dose, es nimmt das Kondenswasser auf, das Schinken und Käse abgeben – sonst weichen die Kuppen auf. Vor dem Essen holst du sie eine halbe Stunde vorher heraus oder wärmst sie fünf Minuten bei 150 °C im Ofen auf, dann schmecken sie fast wie frisch gebacken.
Einfrieren klappt sehr gut. Lass die Muffins vollständig auskühlen, wickle sie einzeln in Frischhaltefolie und friere sie in einem Beutel ein; dort halten sie drei Monate. Zum Auftauen legst du sie ungewickelt für 12 bis 15 Minuten bei 160 °C in den Ofen. In der Mikrowelle werden sie dagegen gummiartig, weil der Käse zu schnell zu heiß wird.
Häufige Fragen
- Kann ich statt gekochtem Schinken auch Speck nehmen?
- Ja, aber brate 150 g gewürfelten Speck vorher in der Pfanne kurz aus und lass ihn auf Küchenpapier abtropfen. Roh in den Teig gegeben, gibt er zu viel Fett ab und die Muffins werden schwer. Weil Speck salziger ist, reduzierst du das Salz dann auf einen halben Teelöffel.
- Werden die Muffins auch ohne Muffinblech etwas?
- Du kannst doppelt gelegte Papierförmchen auf ein Backblech stellen, dann halten sie die Form einigermaßen. Sie werden allerdings flacher und breiter, weil ihnen die Stütze der Mulde fehlt. Verkürze die Backzeit in diesem Fall auf 13 Minuten und prüfe früher mit dem Stäbchen.
- Warum sind meine Muffins innen feucht geblieben?
- Meist liegt es an zu voll gefüllten Mulden: Je mehr Teig, desto länger braucht die Mitte. Bei zwölf Stück aus dieser Menge passt es. Ein zweiter Grund ist ein nicht richtig vorgeheizter Ofen – ohne die anfängliche Hitze setzt das Backpulver zu spät ein und die Mitte bleibt teigig.

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