Diese Zwetschgenknödel werden Sie begeistern!
Zwetschgenknödel gab es bei uns im September, wenn der Baum hinter dem Haus nicht mehr aufhörte zu tragen. Ich mache den Teig mit Magerquark und Dinkelmehl, nicht mit Kartoffeln, der geht schneller und bleibt zarter. In jede halbierte Zwetschge kommt ein Stück Würfelzucker, das beim Ziehen zu Sirup schmilzt. Dazu braune Butter und Zimtzucker, mehr braucht es nicht.
Zutaten für die Zwetschgenknödel
Für die Knödel:
- 500 g Magerquark
- 500 g Dinkelmehl
- 100 g weiche Butter
- 2 Pck. Vanillezucker
- Prise Salz
- 2 Eier
Für die Füllung:
- 10 Zwetschgen
- 10 Würfelzucker
- Butter zum Bräunen
- Zucker & Zimt Mischung
Zubereitung der Zwetschgenknödel

So gehst du Schritt für Schritt vor:
Teig herstellen
Knete Mehl, Magerquark, Butter, Eier, Vanillezucker und eine Prise Salz in einer großen Schüssel zu einem geschmeidigen Teig. Ist alles gut vermischt, steckst du ihn in einen Gefrierbeutel und lässt ihn im Kühlschrank ruhen.
Füllung vorbereiten
Wasch die Zwetschgen gründlich und entkerne sie sauber, es soll nichts zurückbleiben. Halbier sie und leg in jede Mitte ein Stück Würfelzucker.
Knödel formen
Nimm den Teig aus dem Kühlschrank und knete ihn noch einmal durch. Roll ihn zu einer langen Rolle und teile sie in 10 gleiche Stücke. Mit bemehlten Händen hüllst du die gefüllten Zwetschgen in den Teig, drückst die Luft heraus und verschließt die Knödel gut.
Kochen der Knödel
Bring in einem Topf Wasser mit 2 TL Zucker zum Kochen. Gib die Knödel hinein, lass sie kurz aufkochen und nimm dann die Hitze zurück. 15 bis 20 Minuten ziehen lassen.
Verfeinern und Servieren
Während die Knödel ziehen, bräunst du etwas Butter in einer Pfanne. Sind die Knödel fertig, gießt du die braune Butter darüber und streust die Zucker-Zimt-Mischung obendrauf.
Guten Appetit! Bei uns gibt es die Knödel als Nachtisch, an manchen Tagen auch als ganze Mahlzeit.
Darauf kommt es an
Nach dem Aufkochen darf das Wasser nur noch leise ziehen, keine sprudelnden Blasen. Sonst platzen die Knödel und der geschmolzene Würfelzucker läuft ins Wasser. Drück beim Umhüllen außerdem wirklich alle Luft heraus: Eine eingeschlossene Blase dehnt sich beim Garen aus und reißt den Knödel an genau dieser Stelle auf.
Abwandlungen
- Im Sommer fülle ich Marillen statt Zwetschgen, dann reichen acht Stück, weil sie größer sind.
- Wer keinen Dinkel im Haus hat, nimmt die gleiche Menge Weizenmehl Type 405, der Teig wird etwas weicher.
- Ich röste manchmal drei Esslöffel Semmelbrösel in der braunen Butter mit und wälze die Knödel darin.
Aufbewahren und Aufwärmen
Gekochte Knödel halten abgedeckt zwei Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen legst du sie zehn Minuten in leicht siedendes Wasser, nicht in die Mikrowelle, dort wird der Quarkteig gummiartig. Roh geformt frierst du sie einzeln auf einem Brett ein, drei Monate haltbar, und lässt sie gefroren fünf Minuten länger ziehen.
Das werde ich oft gefragt
- Kann ich statt Würfelzucker etwas anderes in die Zwetschgen geben?
- Ein halber Teelöffel Zucker mit einer Prise Zimt tut es auch, ebenso ein haselnussgroßes Stück Marzipan. Der Würfel hat nur den Vorteil, dass er die beiden Zwetschgenhälften beim Formen zuverlässig zusammenhält.
- Warum ist mein Teig so klebrig?
- Magerquark enthält unterschiedlich viel Molke. Wenn der Teig an den Händen hängt, lass ihn länger im Kühlschrank ruhen und arbeite mit gut bemehlten Händen. Zusätzliches Mehl einzukneten macht die Knödel fest und trocken.
- Kann ich Zwetschgen aus dem Glas nehmen?
- Davon rate ich ab, sie sind zu weich und wässrig, der Teig weicht von innen durch. Frische Früchte oder aufgetaute Tiefkühlzwetschgen funktionieren, letztere vorher gründlich auf Küchenpapier abtupfen.
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