Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Salate

Big-Mac-Salat mit 500 g Hackfleisch: Der Burger als Salat, ohne Brötchen!

Big-Mac-Salat mit 500 g Hackfleisch: Der Burger als Salat, ohne Brötchen!
Portionen 4
Vorbereitung 20 Minuten
Garzeit 12 Minuten
Gesamt 32 Minuten

Mein Enkel wollte zu seinem Geburtstag unbedingt Burger für zwölf Leute. Zwölf Brötchen aufschneiden, belegen, warm halten – das habe ich mir angesehen und dann alles in eine große Schüssel geschichtet. Seitdem gibt es bei uns Big-Mac-Salat, und keiner hat je nach dem Brötchen gefragt.

Der Trick liegt in der Sauce und in der Reihenfolge. Das Hackfleisch wird kräftig angebraten, bis es richtig braun ist und Röstaromen hat – lasch gegartes Hack schmeckt in einem kalten Salat nach nichts. Darüber kommen Salat, Tomaten, Essiggurken, Käse und Zwiebeln, und obendrauf die cremige Sauce, die jeder von der Burgertheke kennt. 500 g Hackfleisch reichen für vier gute Portionen, warm über kaltem Salat, so wie es sein soll.

Zutaten

  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 EL Öl zum Braten
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1 Kopf Eisbergsalat (ca. 500 g)
  • 250 g Tomaten
  • 1 rote Zwiebel
  • 6 mittelgroße Essiggurken (ca. 150 g)
  • 120 g geriebener Cheddar
  • 150 g Mayonnaise
  • 3 EL Ketchup
  • 2 EL mittelscharfer Senf
  • 2 EL Gurkenwasser aus dem Glas
  • 1 TL Sesamsamen
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Schritt 1: Hackfleisch kräftig anbraten

Erhitze das Öl in einer großen Pfanne auf hoher Stufe und gib die 500 g Hackfleisch hinein. Lass es zwei Minuten unberührt liegen, damit sich eine Kruste bildet, und zerteile es dann mit dem Pfannenwender in kleine Brocken. Brate es insgesamt etwa zehn Minuten, bis keine Flüssigkeit mehr in der Pfanne steht und das Fleisch deutlich braun ist.

Schritt 2: Würzen und abkühlen lassen

Streue Paprikapulver, Salz und Pfeffer über das Hack und rühre es noch eine Minute in der heißen Pfanne durch, damit das Paprikapulver sein Aroma abgibt – aber nicht länger, sonst wird es bitter. Nimm die Pfanne vom Herd und lass das Fleisch etwa zehn Minuten abkühlen, während du das Gemüse schneidest. Es soll lauwarm sein, nicht kochend heiß.

Schritt 3: Gemüse schneiden

Schneide den Eisbergsalat in feine Streifen, wasche und trockne ihn gut. Würfle die Tomaten und entferne dabei die wässrigen Kerne, sonst schwimmt der Salat. Schneide die Essiggurken in kleine Würfel und die rote Zwiebel in hauchdünne Ringe. Das Gurkenwasser hebst du auf, du brauchst zwei Esslöffel davon für die Sauce.

Schritt 4: Burgersauce anrühren

Verrühre in einer Schüssel die Mayonnaise mit Ketchup, Senf und den zwei Esslöffeln Gurkenwasser, bis eine gleichmäßig hellorange Sauce entsteht. Schmecke mit einer Prise Salz und Pfeffer ab. Ist sie zu dick zum Träufeln, gib noch einen halben Esslöffel Gurkenwasser dazu – die Säure gehört zum Geschmack und verdünnt gleichzeitig.

Schritt 5: Schichten und servieren

Verteile den Eisbergsalat in einer großen Schüssel als Boden. Darauf kommt das lauwarme Hackfleisch, dann Tomaten, Gurkenwürfel und Zwiebelringe. Streue den Cheddar darüber – an den warmen Stellen schmilzt er leicht an. Zum Schluss die Sauce in Streifen darüberträufeln und mit Sesam bestreuen. Direkt am Tisch durchmischen und sofort essen.

Omas Tipps

  • Hack lauwarm, Salat kalt. Kommt das Fleisch kochend heiß auf den Eisberg, fällt der binnen Minuten zusammen und wird glasig. Lässt du es dagegen ganz auskühlen, wird das Rinderfett fest und legt sich pappig auf die Zunge. Zehn Minuten Abkühlzeit in der Pfanne treffen genau den Punkt dazwischen.
  • Das Gurkenwasser ist Pflicht. Ohne die zwei Esslöffel schmeckt die Sauce nur nach Mayonnaise mit Ketchup. Die Essigsäure ist genau das, was man vom Original kennt, und sie schneidet gleichzeitig durch das Fett des Hackfleischs. Nimm das Wasser aus dem Glas der Gurken, die du ohnehin würfelst.
  • Cheddar reiben statt würfeln. Geriebener Cheddar verteilt sich über die ganze Schüssel und schmilzt an den warmen Hackstellen leicht an, Würfel bleiben dagegen kalte harte Ecken. Kaufe ihn am Stück und reibe ihn grob – fertig geriebener Käse ist mit Trennmittel behandelt und bleibt trocken und krümelig.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Fertig gemischt solltest du den Salat gleich aufessen, denn der Eisberg fällt mit Sauce und warmem Hack innerhalb einer Stunde zusammen. Bleibt etwas übrig, hält es sich abgedeckt im Kühlschrank noch einen Tag, ist dann aber deutlich weicher. Besser fährst du, wenn du die Bestandteile getrennt aufbewahrst: gebratenes Hackfleisch drei Tage im verschlossenen Gefäß, die Sauce im Schraubglas vier bis fünf Tage, geschnittenes Gemüse zwei Tage. So schichtest du am nächsten Tag in fünf Minuten eine frische Schüssel.

Einfrieren lässt sich nur das gewürzte Hackfleisch – bis zu drei Monate, portionsweise im Beutel. Salat, Tomaten und Sauce dagegen nicht: Eisberg und Tomaten zerfallen beim Auftauen zu Wasser, und die Mayonnaise in der Sauce trennt sich in Öl und Flüssigkeit und lässt sich nicht mehr zusammenrühren.

Häufige Fragen

Reichen 500 g Hackfleisch wirklich für vier Personen?
Ja, das sind 125 g pro Person – so viel wie in einem großen Burgerpatty. Zusammen mit dem halben Kilo Eisbergsalat, dem Käse und der Sauce wird die Schüssel gut voll. Soll der Salat eine Beilage für ein Buffet sein, reicht dieselbe Menge sogar für sechs bis acht kleinere Portionen.
Kann ich Rinderhack statt gemischtem nehmen?
Unbedingt, reines Rinderhack kommt dem Burgergeschmack sogar näher. Es ist allerdings magerer und trocknet schneller aus, deshalb brate es nur acht statt zehn Minuten und rühre nach dem Würzen einen Esslöffel Gurkenwasser in die Pfanne. Das löst die Röststoffe vom Boden und hält das Fleisch saftig.
Womit ersetze ich das Brötchen für die Knusprigkeit?
Bei uns kommen geröstete Croutons dazu, aber erst am Tisch über die fertige Schüssel. Röste zwei Scheiben Toastbrot in Würfeln mit etwas Butter goldbraun an und streue sie zusammen mit dem Sesam darüber. Wer es ohne Brot halten möchte, nimmt stattdessen eine Handvoll Röstzwiebeln.
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