Wolkenkuchen mit 400 g Joghurt aus der 24er Springform
Wolkenkuchen mit 400g Joghurt den backe ich 3x pro Woche!
Der Wolkenkuchen steht bei uns oft schon zum Frühstück auf dem Tisch. Vierhundert Gramm Naturjoghurt und achtzig Milliliter Öl machen ihn feucht, die vier schaumig geschlagenen Eier locker, deshalb braucht er keine Butter und kein langes Rühren. In der 24er Springform wird er hoch und hell. Ich schneide ihn erst, wenn er ganz kalt ist, warm reißt die weiche Krume.
Zutaten
- Naturjoghurt (400 g)
- Eier (4 Stück, Größe M)
- Zucker (150 g)
- Weizenmehl Type 405 (200 g)
- Backpulver (1 Päckchen, ca. 15 g)
- Neutrales Pflanzenöl (z. B. Rapsöl, 80 ml)
- Vanillezucker oder Vanilleextrakt (1 Päckchen bzw. 1 TL)
- Salz (1 Prise)
- Abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone (optional)
- Puderzucker zum Bestäuben (nach Bedarf, optional)
Zubereitung

- Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze (oder 160 °C Umluft) vorheizen. Eine Springform (ø ca. 24 cm) einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen.
- Eier mit Zucker und Vanillezucker in einer großen Schüssel 4–6 Minuten hell und schaumig schlagen, bis die Masse merklich an Volumen gewinnt.
- Joghurt und Öl kurz unter die Eimasse rühren, bis alles homogen verbunden ist.
- Mehl, Backpulver und die Prise Salz in einer separaten Schüssel kurz vermischen und dann in zwei Portionen zügig unter den feuchten Teig heben. Nicht zu lange rühren, damit der Teig luftig bleibt.
- Optional die Zitronenschale unterheben, den Teig in die vorbereitete Springform geben und glattstreichen.
- Im vorgeheizten Ofen 35–40 Minuten backen. Nach etwa 30 Minuten eine Stäbchenprobe machen; das Stäbchen sollte mit wenigen feuchten Krümeln herauskommen, aber kein roher Teig.
- Kuchen aus dem Ofen nehmen und 10–15 Minuten in der Form leicht abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
- Vor dem Servieren nach Wunsch mit Puderzucker bestäuben oder mit frischen Früchten anrichten.
Tipps
- Eier sollten Zimmertemperatur haben — sie lassen sich dann besser aufschlagen und der Kuchen wird luftiger.
- Beim Unterheben des Mehls nur so lange rühren, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind, übermäßiges Rühren macht den Kuchen dichter.
- Wenn der Kuchen oben zu schnell bräunt, mit etwas Alufolie abdecken und die Backzeit fortsetzen.
- Gut ausgekühlt hält sich der Kuchen luftdicht verpackt 2–3 Tage im Kühlschrank; bei Raumtemperatur 1–2 Tage.
- Soll der Kuchen sehr locker werden, kannst du 1–2 EL Speisestärke anteilig zum Mehl geben (reduziert Glutenbildung).
Varianten
- Zitrone-Mohn: 1–2 TL Mohn zum Mehl geben und mehr Zitronenschale für ein frisches Aroma.
- Beeren-Joghurt: 150–200 g frische oder gefrorene Beeren unter den fertigen Teig heben (leicht mehlieren, damit sie nicht absinken).
- Schoko-Marmor: 2–3 EL Kakao mit 2 EL Milch verrühren, ein Drittel des Teigs abnehmen und mit Kakao mischen, dann marmorieren.
- Nussiger Touch: 100 g gemahlene Mandeln statt 100 g Mehl verwenden für mehr Biss und Aroma.
- Vegane Variante: Pflanzenjoghurt, 4 EL gemahlene Leinsamen + 12 EL Wasser als Ei-Ersatz und dieselbe Menge Öl verwenden; Backpulver ggf. leicht erhöhen.
Darauf kommt es an
Die vier bis sechs Minuten Schlagzeit für Eier und Zucker sind der ganze Trick: Die Masse muss deutlich heller werden und die Spuren des Rührbesens kurz stehen lassen. Danach das Mehl nur noch unterheben, höchstens zwanzig Sekunden. Und die Ofentür in den ersten fünfundzwanzig Minuten geschlossen lassen, sonst fällt der Kuchen in der Mitte zusammen.
Abwandlungen
- Mit 100 g Blaubeeren, vorher in einem Esslöffel Mehl gewendet, bekommt der Kuchen Farbe und Säure.
- Ein Esslöffel Kakao in einem Drittel des Teigs, in die Mitte gegossen, ergibt ein einfaches Marmormuster.
- Statt Zitronenschale nehme ich im Winter den Abrieb einer Orange und einen halben Teelöffel Zimt.
Aufbewahren und Aufwärmen
Unter der Haube bleibt er drei Tage weich, weil der Joghurt die Feuchtigkeit hält. Im Kühlschrank hat er nichts zu suchen. In Stücken eingefroren hält er zwei Monate; ich taue sie im Gefrierbeutel auf, dann trocknet die Schnittfläche nicht aus. Puderzucker kommt immer erst danach darauf.
Das werde ich oft gefragt
- Kann ich fettarmen Joghurt nehmen?
- Ja, 1,5-prozentiger geht. Der Kuchen wird dann etwas weniger saftig; ich gebe in dem Fall zehn Milliliter Öl mehr dazu. Griechischer Joghurt wäre zu dick, da müsste noch Milch zum Verdünnen hinein.
- Warum ist mein Kuchen in der Mitte feucht geblieben?
- Vierzig Minuten bei 170 Grad sind bei dieser Teigmenge das Minimum. Kommt das Stäbchen nach dreißig Minuten nass heraus, backe in Fünf-Minuten-Schritten weiter und decke die Oberfläche bei Bedarf mit Alufolie ab.
- Geht der Teig auch in der Kastenform?
- Ja, eine 30er Kastenform passt. Dort steht der Teig höher und braucht 50 bis 55 Minuten bei 170 Grad. Nach der Hälfte der Zeit lege ich Alufolie auf, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird.
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