Blätterteigpizza vom Blech: In 25 Minuten, für 6 Personen!
Es gibt diese Abende, da kommen alle gleichzeitig nach Hause, alle sind hungrig, und im Kühlschrank steht nichts Vorbereitetes. Früher habe ich in solchen Momenten Hefeteig angesetzt und dann eine Stunde zugesehen, wie er langsam aufgeht. Heute greife ich zur Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal, hole das Blech aus dem Ofen und habe die ganze Familie in fünfundzwanzig Minuten am Tisch.
Der Blätterteig macht das Besondere: Er braucht keine Gehzeit, er wird im heißen Ofen von unten knusprig und blättert an den Rändern auf. Wichtig ist nur, dass du ihn nicht mit zu viel nasser Sauce ertränkst. Ein dünner, kräftiger Strich Tomatenmark-Sauce reicht völlig, dann bleibt der Boden unten trocken und bricht beim Anheben nicht durch. Für sechs Personen schneide ich das Blech in zwölf Stücke, zwei pro Person, dazu ein grüner Salat.
Zutaten
- 2 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal (je 275 g, rechteckig, mit Backpapier)
- 200 g passierte Tomaten
- 2 EL Tomatenmark
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 TL Zucker
- 1 Knoblauchzehe, fein gerieben
- 300 g geriebener Gouda oder Mozzarella
- 150 g Salami in dünnen Scheiben
- 1 rote Paprika, in dünne Ringe geschnitten
- 1 kleine rote Zwiebel, in feine Ringe
- 2 EL Olivenöl
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- Einige Zweige frischer Oregano zum Bestreuen
Zubereitung
Schritt 1: Ofen vorheizen
Heize den Backofen auf 220 °C Ober- und Unterhitze vor, und zwar wirklich bevor du irgendetwas anderes tust. Blätterteig braucht die volle Hitze von der ersten Sekunde an, sonst schmilzt die Butter im Teig heraus, statt ihn aufzublättern. Schiebe ein leeres Blech auf der mittleren Schiene mit in den Ofen, damit es heiß ist, wenn die Pizza kommt. So bekommt der Boden von unten sofort Hitze und wird knusprig.
Schritt 2: Sauce anrühren
Rühre in einer Schüssel die passierten Tomaten mit dem Tomatenmark, dem getrockneten Oregano, dem Zucker und dem geriebenen Knoblauch glatt. Salze kräftig und gib reichlich Pfeffer dazu. Die Sauce soll dickflüssig sein wie Ketchup, nicht dünn wie Suppe, sonst weicht der Teig durch. Ist sie dir zu flüssig, rühre noch einen Löffel Tomatenmark ein. Probiere ein wenig: Sie darf ruhig etwas zu kräftig schmecken, der Käse mildert später ab.
Schritt 3: Teig belegen
Rolle beide Blätterteige samt Backpapier aus und lege sie nebeneinander auf ein zweites Backpapier, die Längskanten um zwei Zentimeter überlappend. Drücke die Naht mit dem Daumen fest zusammen. Ritze rundum einen Rand von einem Zentimeter mit dem Messerrücken ein, ohne durchzuschneiden. Streiche die Sauce dünn bis an diesen Rand. Streue den Käse gleichmäßig darüber, dann Salami, Paprika und Zwiebelringe.
Schritt 4: Backen
Ziehe das heiße Blech aus dem Ofen und lasse das Backpapier mit der belegten Pizza vorsichtig daraufgleiten, am besten indem du es an zwei Ecken ziehst. Beträufle den Rand mit dem Olivenöl. Backe die Pizza fünfzehn Minuten auf der mittleren Schiene. Sie ist fertig, wenn der Rand hoch aufgegangen und tief goldbraun ist und der Käse in der Mitte kleine Blasen wirft.
Schritt 5: Schneiden und servieren
Ziehe das Blech heraus und lasse die Pizza zwei Minuten stehen, damit der Käse leicht fest wird und beim Schneiden nicht komplett verläuft. Streue den frischen Oregano darüber. Schneide mit einem Pizzaroller oder einem großen Messer zuerst längs einmal durch, dann quer in sechs Streifen: Das gibt zwölf gleichmäßige Stücke. Serviere sofort, solange der Boden noch knackt.
Omas Tipps
- Der Teig muss kalt bleiben. Hole den Blätterteig erst aus dem Kühlschrank, wenn der Ofen die 220 °C erreicht hat. Liegt er zwanzig Minuten warm herum, wird er weich und geht im Ofen nur noch halb so hoch auf. Zwischen Auslegen und Einschieben sollten keine zehn Minuten liegen.
- Nasse Beläge vorher abtropfen. Paprika und Zwiebel geben kaum Wasser, aber wenn du eingelegte Champignons, Mais oder Oliven aus dem Glas nimmst, lege sie vorher zwei Minuten auf Küchenpapier. Sonst sammelt sich die Flüssigkeit auf dem Käse und der Blätterteig darunter bleibt blass und weich.
- Käse zuerst, Belag danach. Anders als bei Hefeteigpizza streue ich den Käse direkt auf die Sauce und lege die Salami obendrauf. Der Käse versiegelt den Teig gegen die Feuchtigkeit, und die Salami wird oben liegend richtig knusprig mit den typischen kleinen Fettpfützchen in der Mitte.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Reste hältst du im Kühlschrank zwei Tage. Lege die Stücke nebeneinander in eine flache Dose und schiebe ein Blatt Backpapier dazwischen, wenn du stapeln musst. Decke sie nicht luftdicht mit Folie direkt auf dem Käse ab, sonst schwitzt der Belag und der Boden wird matschig. Aufgewärmt wird nicht in der Mikrowelle, sondern bei 200 °C für sechs bis acht Minuten im Ofen oder in der Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze mit Deckel: Dann kommt das Blättern zurück.
Einfrieren kannst du die gebackene Pizza, aber der Boden verliert dabei einen Teil seiner Knusprigkeit. Friere die Stücke einzeln auf einem Brett vor und packe sie dann zusammen, bis zu zwei Monate. Backe sie gefroren bei 200 °C etwa zwölf Minuten auf. Besser ist es, den ungebackenen belegten Teig gar nicht einzufrieren: Die Sauce weicht ihn beim Auftauen völlig durch.
Häufige Fragen
- Reicht ein Blech wirklich für 6 Personen?
- Ja, mit zwei Rollen Blätterteig bedeckst du ein normales Backblech vollständig und bekommst zwölf Stücke. Das sind zwei Stücke pro Person. Wenn du nur Pizza servierst und keine Beilage, rechne lieber einen Salat oder eine Schüssel Rohkost dazu, denn Blätterteig sättigt anders als dicker Hefeteig.
- Warum ist mein Boden in der Mitte weich geblieben?
- Meist liegt es an zu viel Sauce oder an einem kalten Blech. Zweihundert Gramm passierte Tomaten klingen wenig, reichen aber für das ganze Blech, wenn du sie dünn ausstreichst. Und schiebe die Pizza wirklich auf ein vorgeheiztes Blech, nicht auf ein kaltes: Das ist der größte Unterschied zwischen knusprig und labberig.
- Kann ich die Salami weglassen?
- Natürlich, dann wird es eine Gemüsepizza. Nimm statt der hundertfünfzig Gramm Salami die gleiche Menge Zucchini in dünnen Scheiben, salze sie vorher kurz und tupfe sie ab. Weil das Fett der Salami fehlt, solltest du am Ende einen Extralöffel Olivenöl über den Belag träufeln, sonst schmeckt die Pizza ein wenig trocken.

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