Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Airfryer & Heißluftfritteuse

Wirsingchips mit Meersalz aus dem Airfryer: einmal probiert, immer wieder gemacht

Wirsingchips mit Meersalz aus dem Airfryer: einmal probiert, immer wieder gemacht
Portionen 2 Portionen als Knabberei
Vorbereitung 10 Minuten
Garzeit 16 Minuten (2 Durchgänge)
Gesamt 26 Minuten

Wirsing liegt bei uns von Oktober bis Februar im Gemüsefach, und irgendwann hat man Rouladen und Eintopf gegessen. Dann mache ich Chips daraus. Gerade die großen äußeren Blätter, die sonst niemand haben will, eignen sich dafür am besten. Bei 150 Grad trocknen sie im Airfryer eher, als dass sie backen, deshalb werden sie hauchdünn und knacken beim Abbeißen.

Diese Wirsingchips aus dem Airfryer sind ein knuspriger, leichter Snack aus wenigen Zutaten. Die zarten Blätter werden mit etwas Öl und Meersalz vermengt und in der Heißluftfritteuse goldig-knusprig gebacken. Perfekt für den Fernsehabend, als salzige Kleinigkeit zwischendurch oder als knuspriges Topping zu Suppen und Bowls. Besonders schön: Der Wirsing bekommt im Airfryer ein feines Röstaroma, bleibt aber angenehm mild. Wichtig ist nur, die Blätter gut zu trocknen und nicht zu dicht in den Korb zu legen.

Zutaten

  • 8 große Wirsingblätter, etwa 180 g
  • 1 1/2 EL Olivenöl oder Rapsöl
  • 1/2 TL feines Meersalz

Zubereitung

Wirsing vorbereiten

Die Wirsingblätter waschen, sehr gründlich trocken tupfen und die dicken Blattrippen herausschneiden. Die Blätter in mundgerechte Stücke zupfen.

Würzen

Wirsing in eine Schüssel geben, mit Öl und Meersalz vermengen und die Blätter kurz mit den Händen einmassieren, bis sie gleichmäßig benetzt sind.

Im Airfryer backen

Den Airfryer auf 150 °C vorheizen. Die Wirsingstücke locker in den Korb geben und je nach Größe in 2 Portionen 6–8 Minuten backen, dabei nach der Hälfte der Zeit einmal vorsichtig schütteln.

Ausdampfen lassen

Die fertigen Wirsingchips herausnehmen, 2–3 Minuten auf einem Teller abkühlen lassen und direkt servieren, sobald sie knusprig sind.

Darauf kommt es an

Die Blätter müssen knochentrocken sein, bevor das Öl drankommt. Jeder Wassertropfen wird im Korb zu Dampf, und die Stücke bleiben lasch. Ich tupfe sie mit einem Geschirrtuch ab und lasse sie noch zehn Minuten liegen. Und bleib bei 150 Grad: Bei 180 sind die dünnen Ränder verbrannt, während die Mitte noch weich ist.

Abwandlungen

  • Mit einer Prise Räucherpaprika oder etwas Knoblauchpulver im Öl bekommen die Chips mehr Würze.
  • Ein Teelöffel Sesam über die geölten Blätter gestreut röstet mit und passt gut zum Meersalz.
  • Genauso funktioniert es mit Grünkohl- oder Palmkohlblättern, die brauchen ein bis zwei Minuten weniger.

Aufbewahren und Aufwärmen

Am selben Tag schmecken sie am besten. In einer Dose mit Deckel, unbedingt bei Zimmertemperatur und nicht im Kühlschrank, halten sie 2 Tage. Werden sie weich, kommen sie für 2 Minuten bei 150 °C zurück in den Airfryer. Nachsalzen mache ich erst nach dem Garen, Salz zieht sonst Feuchtigkeit.

Das werde ich oft gefragt

Warum schmecken meine Chips bitter?
Dann waren sie zu lange drin oder die Temperatur war zu hoch. Verbrannte Ränder schmecken sofort bitter. Schau ab der sechsten Minute alle 30 Sekunden nach, zwischen goldgrün und dunkelbraun liegt bei so dünnen Blättern kaum Zeit.
Muss ich die Blattrippen wirklich herausschneiden?
Ja. Die dicken Rippen enthalten viel Wasser und bleiben nach acht Minuten zäh, während das Blatt drumherum längst knusprig ist. Ich schneide sie keilförmig heraus und koche sie später in der Suppe mit.
Warum in zwei Durchgängen garen?
Aus 180 g Blättern wird beim Trocknen kaum eine Schüssel voll, die Menge schrumpft stark. Vor allem aber muss die Luft zwischen den Stücken zirkulieren, deshalb packe ich den Korb nie voll.

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