Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Vegane Rezepte

Vegane Tomatensuppe mit Reis: Sämig ohne Sahne, für sechs Teller!

Vegane Tomatensuppe mit Reis: Sämig ohne Sahne, für sechs Teller!
Portionen 6 Teller
Vorbereitung 10 Minuten
Garzeit 35 Minuten
Gesamt 45 Minuten

Eine Tomatensuppe muss nicht mit Sahne aufgegossen werden, um sämig zu sein. Das habe ich gelernt, als ich vor Jahren für einen großen Tisch kochte und schlicht keine im Haus hatte. Stattdessen kam Reis in den Topf, Rundkornreis, wie man ihn für Milchreis nimmt. Er gibt beim Köcheln seine Stärke ab, und die Suppe wird von ganz allein dicklich und samtig, ohne dass ein einziges Milchprodukt nötig wäre.

Genau das macht dieses Rezept so praktisch: Es reicht für sechs volle Teller, kostet wenig, und du hast alles meist im Vorrat. Zwei Dosen Tomaten, eine Zwiebel, Knoblauch, etwas Gemüsebrühe und eine Handvoll Reis. Ein Teil der Suppe wird am Ende puriert, der Rest bleibt mit ganzen Reiskoernern darin, sodass sie nicht nur eine Vorspeise ist, sondern ein richtiges Essen mit einer Scheibe Brot dazu.

Zutaten

  • 2 Dosen gehackte Tomaten (je 400 g)
  • 100 g Rundkornreis (Milchreis)
  • 1 große Zwiebel (ca. 120 g)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 mittelgroße Karotte (ca. 90 g)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz, plus mehr zum Abschmecken
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL Rotweinessig
  • Einige Blätter frisches Basilikum
  • 4 EL Hafersahne zum Beträufeln (optional)

Zubereitung

Schritt 1: Gemüse vorbereiten

Schäle Zwiebel und Knoblauch und würfle die Zwiebel fein, den Knoblauch hackst du grob. Die Karotte schälst du und schneidest sie in kleine Würfel von etwa einem halben Zentimeter, so wird sie in der Garzeit weich genug zum Purieren. Die Karotte ist kein Beiwerk, sie nimmt den Tomaten die Spitze und macht die Suppe runder, ohne dass du viel Zucker brauchst.

Schritt 2: Anschwitzen und Tomatenmark rösten

Erhitze das Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze und gib Zwiebel und Karotte hinein. Schwitze beides etwa 6 Minuten an, bis die Zwiebel glasig ist, aber keine Farbe nimmt. Dann kommen Knoblauch und Tomatenmark dazu. Rühre eine Minute kräftig, bis das Mark dunkler wird und leicht nussig riecht, das nimmt ihm die saure Note.

Schritt 3: Ablöschen und Reis zugeben

Gieße die gehackten Tomaten und die Gemüsebrühe an und rühre den Bodensatz los. Streue den Rundkornreis ein, dazu Oregano, Zucker und den halben Teelöffel Salz. Rühre einmal gründlich durch, damit der Reis nicht am Boden liegen bleibt und ansetzt. Bring alles zum Kochen und stelle die Hitze dann auf kleine Stufe zurück.

Schritt 4: Köcheln lassen

Lass die Suppe 25 Minuten leise köcheln, halb zugedeckt, und rühre alle fünf Minuten um. Der Reis soll ganz weich sein und die Suppe sichtbar dicker werden, der Löffel hinterlässt beim Ziehen kurz eine Spur. Wird sie zu dick, gieße 100 ml Wasser nach. Die Karottenwuerfel müssen sich am Topfrand mit dem Löffel zerdrücken lassen.

Schritt 5: Teilweise purieren und abschmecken

Nimm den Topf vom Herd und puriere etwa die Hälfte der Suppe mit dem Stabmixer direkt im Topf, in kurzen Stößen. So wird sie samtig, behält aber ganze Reiskörner und etwas Biss. Schmecke mit Rotweinessig, Salz und Pfeffer ab, der Essig macht die Tomaten lebendig. Verteile die Suppe auf sechs Teller, träufle Hafersahne darüber und streue gezupftes Basilikum auf.

Omas Tipps

  • Nimm wirklich Rundkornreis. Langkorn- oder Basmatireis gibt kaum Stärke ab und bleibt einzeln liegen, die Suppe bliebe dünn. Rundkorn quillt auf und bindet die Flüssigkeit, das ersetzt hier die Sahne vollständig.
  • Der Löffel Essig zum Schluss. Dosentomaten schmecken nach langem Kochen oft flach. Ein Esslöffel Rotweinessig ganz am Ende, nach dem Herd, hebt den Tomatengeschmack deutlich an. Vor dem Kochen zugegeben verpufft er wirkungslos.
  • Rühren gegen den Bodensatz. Reis in einer dicken Tomatensuppe setzt gern an und gibt dann einen Roestgeschmack ab, den du nicht mehr herausbekommst. Ein schwerer Topf und alle fünf Minuten ein Zug mit dem Löffel bis auf den Boden genügen.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Im Kühlschrank hält sich die Suppe in einem verschlossenen Glas oder einer Dose 3 Tage. Lass sie vorher vollständig auskühlen und decke sie erst dann ab, sonst schlägt sich Kondenswasser nieder. Der Reis zieht über Nacht weiter Flüssigkeit, am nächsten Tag steht sie fast wie ein Eintopf im Topf. Beim Aufwärmen rührst du einfach 100 bis 150 ml Wasser oder Brühe ein und erhitzt sie bei kleiner Hitze unter Rühren.

Einfrieren ist möglich, aber mit Abstrichen: Die Reiskörner werden nach dem Auftauen weicher und geben noch mehr Stärke ab, die Textur wird breiiger. Wenn du auf Vorrat kochen willst, friere die Suppe besser ohne Reis ein, bis zu 3 Monate, und koche den Reis beim Aufwärmen frisch in der Suppe mit.

Häufige Fragen

Kann ich frische Tomaten statt Dosentomaten nehmen?
Ja, du brauchst dann etwa 900 g reife Fleischtomaten. Häute sie kurz überbrüht, würfle sie und rechne 5 bis 10 Minuten mehr Garzeit ein. Frische Tomaten bringen mehr Wasser mit, nimm deshalb nur 800 ml Brühe.
Reicht das wirklich für sechs Teller?
Ja. Aus zwei Dosen Tomaten, einem Liter Brühe und dem aufquellenden Reis werden rund zwei Liter Suppe, das sind sechs Portionen zu etwa 330 ml. Als Hauptgericht mit Brot sind es eher vier großzügige Teller.
Wie bekomme ich sie noch sämiger, ohne Sahne?
Puriere statt der Hälfte etwa drei Viertel der Suppe, dann wird sie deutlich dicker. Alternativ gibst du 20 g Reis mehr dazu und 100 ml mehr Brühe. Hafersahne am Ende sorgt für den cremigen Schimmer, ist für die Bindung aber nicht nötig.
Vegane Tomatensuppe mit Reis: Sämig ohne Sahne, für sechs Teller!
Merk dir das Rezept auf Pinterest.
Alle Rezepte: Vegane Rezepte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert