Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Warme Süßspeisen

Quark-Waffeln mit 250 g Quark: Weich, saftig und ohne Butter!

Quark-Waffeln mit 250 g Quark: Weich, saftig und ohne Butter!
Portionen 4 (etwa 8 Waffeln)
Vorbereitung 8 Minuten
Garzeit 12 Minuten
Gesamt 20 Minuten

Manchmal steht ein angebrochener Becher Quark im Kühlschrank und guckt mich vorwurfsvoll an. Früher habe ich daraus Quarkbällchen gemacht, mit viel Fett in der Pfanne. Heute wandert er in den Waffelteig – und zwar so, dass gar keine Butter mehr nötig ist. Der Quark übernimmt ihre Aufgabe und hält die Waffeln saftig.

Das Ergebnis ist anders als bei klassischen belgischen Waffeln: nicht knusprig, sondern weich, feinporig und leicht säuerlich, fast wie ein kleiner Quarkkuchen aus dem Eisen. Sie schmecken pur, mit Apfelmus oder einfach mit einem Löffel Quark und ein paar Beeren obendrauf. Und sie bleiben auch am nächsten Tag noch angenehm feucht.

Zutaten

  • 250 g Quark (20 % Fett i. Tr.)
  • 200 g Weizenmehl Type 405
  • 2 TL Backpulver
  • 60 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier (Größe M)
  • 100 ml Milch
  • 3 EL neutrales Öl (z. B. Rapsöl)
  • Abrieb von 1/2 unbehandelten Zitrone
  • Etwas Öl für das Waffeleisen

Zubereitung

Schritt 1: Quark vorbereiten

Nimm die 250 g Quark und lass sie kurz abtropfen, falls oben klares Molkewasser steht – einfach abgießen. Zu nasser Quark macht den Teig dünn und die Waffeln kleben am Eisen. Rühr ihn dann in einer großen Schüssel mit dem Schneebesen glatt, bis keine Klumpen mehr zu sehen sind. Das geht mit zimmerwarmem Quark deutlich leichter als direkt aus dem Kühlschrank.

Schritt 2: Eier, Zucker und Öl einrühren

Gib die drei Eier, den Zucker, den Vanillezucker, das Öl und den Zitronenabrieb zum Quark und rühr alles etwa eine Minute kräftig durch, bis die Masse hell und cremig aussieht. Das Öl übernimmt hier die Rolle der Butter, bleibt aber flüssig und muss nicht geschmolzen werden. Die Zitronenschale nimmt dem Quark den etwas flachen Beigeschmack.

Schritt 3: Mehl und Milch dazugeben

Misch Mehl, Backpulver und Salz in einer kleinen Schüssel und gib sie im Wechsel mit der Milch zur Quarkmasse. Rühr nur so lange, bis der Teig glatt ist – er soll dickflüssig vom Löffel reißen, nicht gießen wie Pfannkuchenteig. Ist er zu fest, gib löffelweise noch etwas Milch dazu. Heiz jetzt das Waffeleisen auf mittlerer Stufe vor.

Schritt 4: Waffeln backen

Pinsel die Platten dünn mit Öl ein und gib eine gut gefüllte Kelle Teig in die Mitte. Quarkteig läuft langsamer als normaler Waffelteig, verteil ihn also mit dem Löffelrücken leicht nach außen. Back jede Waffel etwa drei Minuten, bis sie goldgelb ist. Öffne das Eisen nicht zu früh, sonst reißt die noch weiche Waffel in der Mitte auseinander.

Schritt 5: Auskühlen und servieren

Leg die fertigen Waffeln einzeln auf ein Kuchengitter und lass sie ein bis zwei Minuten stehen – frisch aus dem Eisen sind sie noch sehr weich und festigen sich beim Abkühlen. Danach kannst du sie stapeln. Serviere sie mit einem Klecks Quark und Blaubeeren oder nur mit etwas Puderzucker, ganz wie du magst.

Omas Tipps

  • Magerquark braucht mehr Flüssigkeit. Wenn du statt Quark mit 20 % Fett Magerquark nimmst, wird der Teig fester und die Waffeln etwas trockener. Gib dann 2 bis 3 EL Milch zusätzlich dazu und rühr das Öl besonders gründlich ein.
  • Das Eisen nur mittelheiß stellen. Weil hier keine Butter im Teig ist, bräunt die Oberfläche langsamer, verbrennt bei hoher Stufe aber trotzdem am Rand. Mittlere Hitze und drei Minuten Geduld geben eine gleichmäßige, goldgelbe Farbe.
  • Zitronenabrieb gegen den Quarkgeschmack. Ohne Säure schmecken Quarkwaffeln schnell etwas dumpf. Ein halber Zitronenabrieb reicht, um das Milchige aufzuhellen; alternativ funktioniert auch ein Teelöffel Vanilleextrakt zusätzlich.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Durch den Quark bleiben diese Waffeln länger saftig als Butterwaffeln. In einer gut schließenden Dose halten sie sich im Kühlschrank drei Tage. Deck sie mit einem Blatt Küchenpapier ab, das überschüssige Feuchtigkeit aufnimmt, sonst werden sie an der Unterseite klebrig. Vor dem Essen kurz in der Pfanne ohne Fett erwärmen.

Einfrieren funktioniert ebenfalls, allerdings solltest du sie vorher vollständig auskühlen lassen und einzeln in Gefrierbeutel schichten. Nach dem Auftauen sind sie etwas weicher als frisch; zwei Minuten im Toaster auf niedriger Stufe geben ihnen wieder Struktur. Länger als zwei Monate würde ich sie nicht lagern.

Häufige Fragen

Kann ich statt Quark auch Skyr oder griechischen Joghurt nehmen?
Skyr funktioniert gut, er ist ähnlich fest und ergibt eine leicht säuerlichere Waffel. Griechischer Joghurt ist weicher, dann brauchst du etwa 20 g Mehl mehr, damit der Teig nicht zu dünn wird.
Warum bleiben die Waffeln am Eisen kleben, obwohl es beschichtet ist?
Weil im Teig keine Butter steckt, fehlt das Fett, das sonst von innen schmiert. Pinsel die Platten vor jeder einzelnen Waffel dünn mit Öl ein, nicht nur vor der ersten – dann löst sich alles sauber.
Kann ich den Zucker reduzieren?
Ja, 40 g funktionieren noch gut, darunter schmeckt die Waffel durch die Quarksäure deutlich herb. Sie bräunt dann auch schwächer, weil der Zucker mit für die Farbe sorgt; backe sie in dem Fall eine halbe Minute länger.
Quark-Waffeln mit 250 g Quark: Weich, saftig und ohne Butter!
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