Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Warme Süßspeisen

Pfannkuchen wie bei Oma: Der Grundteig mit 3 Zutaten, der immer gelingt!

Pfannkuchen wie bei Oma: Der Grundteig mit 3 Zutaten, der immer gelingt!
Portionen 8 Pfannkuchen (4 Personen)
Vorbereitung 10 Minuten
Garzeit 20 Minuten
Gesamt 60 Minuten

Es gab bei uns Wochen, da war der Kühlschrank fast leer und trotzdem stand abends etwas Warmes auf dem Tisch. Pfannkuchen retten jeden Tag: Mehl, Eier, Milch, mehr braucht der Grundteig nicht. Diese drei Zutaten hat wirklich jeder im Haus, und die Mengen habe ich mir seit Jahrzehnten nicht mehr aufschreiben müssen.

Das Besondere ist nicht die Zutatenliste, sondern die halbe Stunde, in der der Teig einfach steht. In dieser Zeit quillt das Mehl auf, die Klümpchen lösen sich von allein und der Teig läuft später hauchdünn in der Pfanne aus. Wer diesen Schritt überspringt, bekommt dicke, ledrige Fladen. Wer ihn einhält, bekommt zarte Pfannkuchen mit spitzenfeinem Rand.

Zutaten

  • 250 g Mehl (Type 405)
  • 4 Eier (Größe M)
  • 500 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • Butterschmalz oder Öl zum Ausbacken

Drei Zutaten bilden den Grundteig: Mehl, Eier und Milch. Salz und das Fett für die Pfanne zähle ich nicht mit, die gehören in jede Küche ohnehin dazu.

Zubereitung

Schritt 1: Mehl und Eier verrühren

Gib das Mehl mit der Prise Salz in eine große Schüssel und schlage die vier Eier hinein. Rühre die Mitte mit dem Schneebesen langsam an, sodass sich zunächst ein dicker, glatter Brei bildet. Arbeite dich erst dann nach außen ins Mehl vor. So entstehen von Anfang an weniger Klumpen als beim Draufloßrühren.

Schritt 2: Milch nach und nach zugeben

Gieße die 500 ml Milch in drei Portionen dazu und rühre nach jeder Portion glatt, bevor du weitermachst. Am Ende ist der Teig dünnflüssig wie Sahne und läuft vom Schneebesen in einem gleichmäßigen Faden ab. Vereinzelte kleine Klümpchen darfst du stehen lassen, die verschwinden beim Ruhen von allein.

Schritt 3: Den Teig 30 Minuten ruhen lassen

Decke die Schüssel mit einem Teller ab und lasse den Teig 30 Minuten bei Zimmertemperatur stehen. Das Mehl saugt die Milch auf und der Teig wird etwas dicker und samtiger. Rühre ihn vor dem Backen noch einmal kurz durch, da sich das Mehl unten abgesetzt hat. Ist er zu dick geworden, hilft ein Schuss Milch.

Schritt 4: Pfannkuchen ausbacken

Erhitze eine beschichtete Pfanne von 24 cm bei mittlerer bis hoher Hitze und verteile eine Messerspitze Butterschmalz darin. Gib eine kleine Kelle Teig hinein und schwenke die Pfanne sofort, damit er den Boden dünn bedeckt. Nach etwa 90 Sekunden löst sich der Rand und die Oberfläche ist trocken, dann wenden.

Schritt 5: Zweite Seite und Warmhalten

Backe die zweite Seite nur noch 45 bis 60 Sekunden, sie bekommt typischerweise ein fleckigeres Muster. Stapele die fertigen Pfannkuchen auf einem Teller und decke sie mit einem zweiten Teller ab, so bleiben sie warm und weich. Backe so nacheinander alle acht Pfannkuchen und fette die Pfanne jedes Mal dünn nach.

Omas Tipps

  • Der erste Pfannkuchen gehört der Köchin. Er gelingt fast nie, weil die Pfanne noch nicht die richtige Temperatur hat. Nimm ihn als Test: Ist er blass, dreh die Hitze hoch, ist er fleckig dunkel, drehe sie herunter. Ab dem zweiten stimmt es dann.
  • Butterschmalz statt Butter. Normale Butter verbrennt bei der Temperatur, die dünne Pfannkuchen brauchen, und hinterlässt braune Punkte. Butterschmalz hält die Hitze aus und gibt trotzdem den buttrigen Geschmack, den Öl allein nicht mitbringt.
  • Aus dem Grundteig wird herzhaft oder süß. Weil im Teig kein Zucker steckt, kannst du dieselbe Schüssel für Apfelmus und Zimt oder für Schinken und Käse nutzen. Rühre für die süße Variante einfach 2 EL Zucker in die zweite Hälfte des Teigs.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Fertig gebackene Pfannkuchen halten sich gestapelt und in Frischhaltefolie gewickelt 2 Tage im Kühlschrank. Lege zwischen die einzelnen Fladen kein Papier, sie kleben durch das Fett ohnehin kaum zusammen. Zum Aufwärmen legst du sie einzeln kurz in die trockene Pfanne, dann werden sie wieder weich statt gummiartig. Roher Teig bleibt abgedeckt 1 Tag im Kühlschrank haltbar und muss vor dem Backen kräftig durchgerührt werden.

Einfrieren funktioniert gut bei den gebackenen Pfannkuchen: Lege sie mit Backpapier getrennt übereinander in einen Gefrierbeutel und friere sie bis zu 2 Monate ein. Den rohen Teig friere lieber nicht ein, er trennt sich beim Auftauen in Flüssigkeit und Mehlsatz und wird nicht mehr richtig glatt.

Häufige Fragen

Warum reißen meine Pfannkuchen beim Wenden?
Meistens sind sie zu früh gewendet worden. Warte, bis die Oberfläche komplett matt ist und sich der Rand von selbst vom Pfannenboden löst. Ein zu dünner Teig reißt ebenfalls schnell, dann rühre einen Esslöffel Mehl unter.
Kann ich die Milch durch Wasser ersetzen?
Zur Hälfte ja, das macht die Pfannkuchen sogar etwas luftiger. Ganz ohne Milch fehlt dem Teig aber das Fett, er bräunt kaum und schmeckt flach. Mit Hafer- oder Sojadrink gelingt der Grundteig dagegen genauso gut.
Wie bekomme ich alle Klumpen aus dem Teig?
Rühre zuerst nur Mehl und Eier zu einem dicken Brei, bevor du Milch zugibst, dann entstehen kaum welche. Sind doch welche übrig, hilft die halbe Stunde Ruhezeit oder ein kurzes Durchsieben durch ein feines Sieb direkt vor dem Backen.
Pfannkuchen wie bei Oma: Der Grundteig mit 3 Zutaten, der immer gelingt!
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