Mozzarella-Dip mit Basilikum: 350 g, cremig für Brot und Grill!
Wenn bei uns der Grill angeht, kommt zuerst eine Schale mit diesem Dip auf den Tisch – lange bevor das erste Stück Fleisch fertig ist. Mozzarella, Frischkäse und eine kräftige Handvoll Basilikum, mehr steckt nicht darin, und trotzdem verschwindet die Schale schneller als alles andere. Die Leute tunken geröstetes Brot hinein, dann Paprikastreifen, am Ende kratzt jemand mit dem Löffel den Rand aus.
Gekocht wird nichts. Du zerkleinerst den Mozzarella, rührst ihn mit Frischkäse und Olivenöl glatt und hebst das Basilikum zum Schluss unter, damit es grün bleibt und nicht braun wird. In einer Viertelstunde stehen 350 g cremiger Dip bereit. Das Wichtigste ist, dem Mozzarella vorher das Wasser zu nehmen – sonst steht später eine Pfütze in der Schale.
Zutaten
- 200 g Mozzarella (2 Kugeln), gut abgetropft
- 100 g Doppelrahm-Frischkäse
- 2 EL Olivenöl (etwa 30 ml), plus 1 TL zum Beträufeln
- 1 EL Zitronensaft, frisch gepresst
- 20 g frisches Basilikum (etwa 1 großer Bund), nur die Blätter
- 1 kleine Knoblauchzehe, fein gerieben
- 1 gestrichener TL Salz
- 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1 Prise Zucker
- 2 EL Sahne (etwa 30 ml), nach Bedarf
Zubereitung
Schritt 1: Mozzarella entwässern
Nimm die Mozzarellakugeln aus der Lake und drücke sie behutsam zwischen den Handflächen aus. Lege sie dann auf ein sauberes Küchentuch, schlage es darüber und lass sie 5 Minuten liegen; das Tuch zieht die restliche Molke heraus. Dieser Schritt entscheidet darüber, ob dein Dip cremig bleibt oder nach einer halben Stunde in einer trüben Pfütze schwimmt. Schneide die Kugeln danach grob in Würfel.
Schritt 2: Die Creme anrühren
Gib 150 g der Mozzarellawürfel zusammen mit dem Frischkäse, dem Olivenöl, dem Zitronensaft und dem geriebenen Knoblauch in einen hohen Becher. Püriere alles mit dem Stabmixer etwa 30 Sekunden, bis eine glatte weiße Creme entsteht. Halte den Mixer dabei am Boden und ziehe ihn erst dann langsam hoch, sonst spritzt die Masse über den Rand. Die restlichen Würfel legst du beiseite.
Schritt 3: Basilikum unterheben
Zupfe die Basilikumblätter ab, stapele sie und schneide sie mit einem scharfen Messer in feine Streifen – ein stumpfes Messer quetscht die Blätter und lässt sie sofort dunkel anlaufen. Hebe die Streifen mit einem Teigschaber unter die Creme, statt sie einzumixen. So bleiben sichtbare grüne Sprenkel im Dip, und das Aroma bleibt frisch statt grasig.
Schritt 4: Abschmecken und Konsistenz prüfen
Würze mit Salz, Pfeffer und der Prise Zucker, die die Säure des Zitronensafts abrundet. Rühre nun die übrigen Mozzarellawürfel unter, damit der Dip Biss bekommt. Ist er zu fest, arbeite die Sahne esslöffelweise ein, bis er schwer und glänzend vom Löffel fällt. Wiege einmal nach – 350 g sollten es sein. Probiere mit einem Stück Brot, nicht mit dem Löffel.
Schritt 5: Kalt stellen und anrichten
Fülle den Dip in eine rustikale Keramikschale, streiche ihn mit dem Löffelrücken in weichen Wellen glatt und stelle ihn 20 Minuten abgedeckt kalt. Dadurch zieht der Knoblauch durch und der Dip wird fester. Kurz vor dem Servieren beträufelst du ihn mit dem Teelöffel Olivenöl, streust grob gemahlenen Pfeffer darüber und legst ein paar ganze Basilikumblätter obenauf.
Omas Tipps
- Nicht den Büffelmozzarella nehmen. Er ist weicher und enthält mehr Flüssigkeit, dadurch wird der Dip beim Stehen wässrig. Klassischer Kuhmilch-Mozzarella in Kugelform hält die Creme zusammen. Wenn du nur Büffelmozzarella hast, lass ihn 15 statt 5 Minuten im Tuch abtropfen.
- Halb pürieren, halb stückig. Die zurückbehaltenen 50 g Würfel sind kein Zierrat – sie geben dem Dip beim Essen kleine feste Bissen, die ihn von einem glatten Frischkäseaufstrich unterscheiden. Schneide sie eher klein, sonst rutschen sie vom Brot.
- Am Grill als Haube verwenden. Ein Löffel des Dips auf eine noch heiße gegrillte Zucchinischeibe oder eine Paprikahälfte gesetzt, schmilzt leicht an und zieht Fäden. Nimm dafür den Dip direkt aus dem Kühlschrank, dann behält er auf dem heißen Gemüse länger seine Form.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Der Dip hält sich 2 Tage im Kühlschrank, mehr würde ich ihm nicht zumuten – frischer Mozzarella verliert danach seinen milchigen Geschmack und das Basilikum wird dunkel. Bewahre ihn in einer Schale auf und lege Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche, damit sich keine Haut bildet. Setzt sich trotzdem etwas Molke ab, gieße sie vorsichtig ab und rühre den Dip kräftig durch.
Zum Einfrieren eignet er sich nicht. Mozzarella und Frischkäse trennen sich beim Auftauen in Wasser und Eiweißflocken, der Dip wird körnig und lässt sich auch mit Rühren nicht mehr retten. Auch das Basilikum verliert Farbe und Aroma vollständig. Rühre lieber nur die Menge an, die auf den Tisch kommt – in 15 Minuten ist neuer fertig.
Häufige Fragen
- Kann ich getrocknetes Basilikum nehmen?
- Davon rate ich hier ab. Getrocknetes Basilikum schmeckt heuartig und löst sich in der kalten Creme nicht auf, es bleibt als raue Krume darin hängen. Hast du kein frisches Basilikum, nimm lieber frischen Schnittlauch oder glatte Petersilie – der Dip schmeckt dann anders, aber sauber.
- Warum wird mein Dip nach einer Stunde wässrig?
- Dann war noch Molke im Mozzarella. Drücke die Kugeln beim nächsten Mal fester aus und lass sie länger im Küchentuch liegen. Kurzfristig hilft es, 1 EL Frischkäse mehr unterzurühren – er bindet die freigewordene Flüssigkeit wieder ein.
- Passt der Dip auch zu warmem Fleisch vom Rost?
- Ja, besonders gut zu Hähnchenbrust und Nackensteaks, weil die milde Creme die Röstaromen auffängt. Setze ihn erst auf den Teller, wenn das Fleisch zwei bis drei Minuten geruht hat, sonst zerläuft er sofort. Zu stark gewürzten Bratwürsten passt er dagegen weniger, dort geht das Basilikum unter.

Schreibe einen Kommentar