Thermomix Streuselkuchen vom Blech: Streusel in 10 Sekunden gemixt!
Streuselkuchen vom Blech ist der Kuchen, den man backt, wenn Besuch angekündigt ist und man nicht weiß, wie viele kommen. Ein ganzes Blech, zwanzig Stücke, und niemand muss sich mit einem schmalen Tortenstück begnügen. Bei mir steht er auf dem Blech auf dem Küchentisch, und jeder schneidet sich selbst ab.
Das Beste daran: Die Streusel sind der schnellste Teil. Was man von Hand minutenlang zwischen den Fingern reibt, macht der Mixtopf in zehn Sekunden auf Stufe 4 — und zwar besser, weil die Butter nicht durch die Handwärme weich wird. Genau deshalb werden die Krümel grob und bleiben es auch im Ofen. Der Rührteig darunter kommt aus demselben Topf, du musst ihn nur zwischendurch ausspülen. Mit jeder anderen Küchenmaschine mit Rührwerk gelingt beides ebenso, die Zeiten bleiben gleich.
Zutaten
- Für die Streusel:
- 300 g Weizenmehl Type 405
- 150 g Zucker
- 150 g kalte Butter, gewürfelt
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- Für den Teig:
- 250 g weiche Butter
- 180 g Zucker
- 4 Eier (Größe M)
- 350 g Weizenmehl Type 405
- 1 Päckchen Backpulver
- 150 g Milch
- 1 Prise Salz
- Abrieb von 1 unbehandelten Zitrone
- 1 EL Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
Schritt 1: Streusel in 10 Sekunden
Gib 300 g Mehl, 150 g Zucker, den Vanillezucker, die Prise Salz und die 150 g kalte Butterwürfel in den Mixtopf. Mixe 10 Sekunden / Stufe 4. Mehr nicht — nach zehn Sekunden hast du grobe, ungleichmäßige Krümel von Erbsen- bis Haselnussgröße. Läuft das Messer länger, verbindet sich die Butter zu einem Teigklumpen. Fülle die Streusel in eine Schüssel und stelle sie kalt.
Schritt 2: Butter und Zucker aufschlagen
Spüle den Mixtopf kurz aus und trockne ihn ab. Gib die 250 g weiche Butter, die 180 g Zucker, das Salz und den Zitronenabrieb hinein und schlage 1 Minute / Stufe 4 auf. Die Masse soll hell und luftig aussehen. Schiebe zwischendurch mit dem Spatel vom Rand nach unten, damit wirklich alles untergearbeitet wird.
Schritt 3: Eier und Mehl einarbeiten
Gib die 4 Eier einzeln durch die Deckelöffnung dazu, jeweils 20 Sekunden / Stufe 4. Dann die 350 g Mehl, das Backpulver und die 150 g Milch hinzufügen und 30 Sekunden / Stufe 3 verrühren. Der Teig soll glatt und schwer reißend vom Spatel fallen. Rühre nicht länger, sonst wird die Krume fest statt locker.
Schritt 4: Blech füllen
Heize den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vor. Lege das Blech mit Backpapier aus und streiche den Teig mit einer Winkelpalette gleichmäßig etwa 1,5 cm hoch aus, bis in die Ecken. Verteile die kalten Streusel locker aus der Hand darüber, ohne sie anzudrücken — sie sollen auf dem Teig liegen, nicht in ihn einsinken.
Schritt 5: Backen und auskühlen
Backe den Kuchen 35 Minuten auf der mittleren Schiene bei 180 °C. Die Streusel sollen goldbraun sein, an den Rändern etwas dunkler. Mach die Stäbchenprobe in der Mitte zwischen zwei Streuselnestern. Lass den Kuchen 20 Minuten auf dem Blech ruhen, bevor du ihn in 20 Stücke schneidest, und bestäube ihn erst dann mit dem Puderzucker.
Omas Tipps
- Butter direkt aus dem Kühlschrank für die Streusel. Nur kalte Butterwürfel brechen in zehn Sekunden zu Krümeln, statt sich mit dem Mehl zu verbinden. Wenn deine Butter schon Zimmertemperatur hat, würfle sie und leg sie 15 Minuten ins Gefrierfach, bevor sie in den Mixtopf kommt.
- Streusel zwischendurch kalt stellen. Während du den Rührteig machst, gehören die Streusel in den Kühlschrank. Kalte Streusel behalten im heißen Ofen ihre Form, warme zerlaufen in den ersten Minuten zu einer flachen Decke und werden nicht knusprig.
- Zitronenabrieb statt mehr Vanille im Teig. Bei 150 g Zucker in den Streuseln braucht der Boden einen Gegenspieler, sonst schmeckt alles gleich süß. Die Zitronenschale legt eine frische Note darunter, die man nicht als Zitrone erkennt, die den Kuchen aber weniger schwer wirken lässt.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Der Streuselkuchen hält sich 3 Tage saftig. Decke ihn direkt auf dem Blech mit einem sauberen Küchentuch ab oder bewahre die Stücke in einer Dose auf, deren Deckel nicht ganz dicht schließt. In einer luftdichten Box zieht die Feuchtigkeit aus dem Teig nach oben und weicht die Streusel innerhalb weniger Stunden auf. Puderzucker deshalb immer erst kurz vor dem Servieren darüberstäuben, er löst sich sonst auf.
Einfrieren funktioniert gut, und zwar in bereits geschnittenen Stücken. Lege sie einlagig auf ein Brett, friere sie 2 Stunden vor und packe sie dann in Gefrierbeutel, bis zu 3 Monate. So kleben die Streusel nicht aneinander. Auftauen lässt du die Stücke offen bei Zimmertemperatur, danach 5 Minuten bei 160 °C in den Ofen, dann sind die Streusel wieder knusprig.
Häufige Fragen
- Meine Streusel wurden nach 10 Sekunden zu einem Klumpen — woran liegt das?
- Dann war die Butter zu weich oder die Stufe zu hoch. Bei Stufe 4 und kalter Butter entstehen Krümel, bei Stufe 6 oder 7 schlägt das Messer die Masse zusammen. Du kannst den Klumpen retten: 20 Minuten kalt stellen und dann mit den Fingern grob zerbröseln.
- Passt das Rezept auch auf ein kleineres Blech?
- Auf einem Blech von 30 × 20 cm nimmst du genau die halbe Menge aller Zutaten und verwendest 2 Eier. Die Backzeit bleibt bei 35 Minuten, weil die Teighöhe gleich bleibt. Bei voller Menge auf kleinem Blech wird der Teig zu hoch und bleibt in der Mitte feucht.
- Kann ich Obst unter die Streusel legen?
- Ja, etwa 500 g abgetropfte Kirschen oder Pflaumenviertel verteilst du nach Schritt 4 auf dem Teig, bevor die Streusel daraufkommen. Verlängere die Backzeit dann um 5 bis 8 Minuten, da das Obst Flüssigkeit abgibt. Tupfe es vorher gut trocken, sonst weicht die Teigoberfläche auf.

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