Köstliche Bauernkrapfen: Das ultimative Rezept, das Sie ausprobieren müssen!
Bauernkrapfen habe ich vor Jahren im Urlaub kennengelernt, seitdem gehören sie bei mir in die Faschingswoche. Anders als Berliner werden sie nicht gefüllt, sondern in der Mitte dünn ausgedrückt und mit der Vertiefung nach unten ins heiße Fett gelegt. Der Schuss Rum im Teig hat seinen Grund: Der Alkohol verdunstet beim Ausbacken, und die Krapfen saugen weniger Fett. Aus 600 Gramm Mehl wird eine ordentliche Runde.
Zutaten
- 600 g Mehl (glatt)
- 3 Stk Eier
- 50 g Butter
- 1 Würfel Hefe
- 4 EL Zucker (feinkristall)
- 1 TL Salz
- 250 ml Milch
- 500 g Fett, zum Ausbacken
- 2 Prise Zucker, zum Bestreuen
- 1 Schuss Rum
Zubereitung

Butter und Milch vorbereiten
Gib die Butter in einen Topf, schütte die Milch dazu und erwärm beides langsam unter ständigem Rühren. Kochen darf es nicht.
Mehlmischung zubereiten
Misch in einer Schüssel das Mehl, das Salz, die Hefe und den Zucker. Daraus wird gleich dein Teig.
Flüssige Zutaten hinzufügen
Gib die Eigelbe und den Rum zur Milch und verrühr alles gut. Dann rührst du die flüssigen Zutaten unter die Mehlmischung und arbeitest daraus einen seidig glatten Teig.
Teig gehen lassen
Deck den Teig mit einem Tuch ab und lass ihn an einem warmen Platz etwa 30 Minuten gehen, bis er doppelt so groß ist.
Kugeln formen
Knete den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durch. Form Kugeln von etwa 3 cm Durchmesser und lass sie zugedeckt mindestens 20 Minuten gehen.
Krapfen formen
Drück die Kugeln mit der Hand zu Scheiben flach. In die Mitte der Unterseite drückst du mit den Fingern eine Vertiefung.
Ausbacken
Back die Krapfen mit der Vertiefung nach unten im heißen Fett. Sobald sie goldbraun sind, dreh sie um und back die andere Seite fertig. Lass sie auf Küchenpapier abtropfen und streu Zucker darüber.
Frisch aus dem Fett schmecken sie am besten. Ruf die Familie an den Tisch, solange sie noch warm sind.
Omas Tipp
Die Fetttemperatur entscheidet über alles. Halte den Stiel eines Holzlöffels hinein: Steigen ruhig kleine Bläschen auf, hast du die 170 Grad erreicht. Wird das Fett heißer, bräunen die Krapfen außen und bleiben innen teigig. Und drücke die Mitte wirklich dünn aus, fast durchscheinend, nur dann bekommst du den hellen Rand rundherum.
So kannst du abwandeln
- Ohne Alkohol nimmst du statt Rum zwei Esslöffel Milch und etwas abgeriebene Zitronenschale, dann passen die Krapfen auch für Kinder.
- Füll direkt vor dem Servieren Powidl oder Preiselbeeren in die Mulde, dann wird aus dem Gebäck ein kleines Dessert.
- Herzhaft schmecken sie auch: Zucker im Teig auf einen Esslöffel reduzieren und die Krapfen zu Sauerkraut essen.
Reste aufbewahren
Am besten schmecken sie am Backtag. In einer Blechdose halten sie zwei Tage, nicht luftdicht in Plastik, sonst zieht der Zucker Wasser. Zum Auffrischen fünf Minuten bei 150 Grad in den Ofen. Eingefroren sind sie drei Monate haltbar, danach bei 160 Grad zehn Minuten aufbacken und frisch zuckern.
Noch Fragen?
- Kann ich Trockenhefe statt des Hefewürfels nehmen?
- Ja, zwei Päckchen Trockenhefe mit zusammen 14 Gramm ersetzen den Würfel. Rühr sie trocken unter das Mehl und gieß die lauwarme Milch dazu. Die Gehzeit bleibt gleich, in einer kühlen Küche brauchst du zehn Minuten länger.
- Warum sind meine Krapfen fettig geworden?
- Dann war das Fett zu kühl. Unter 160 Grad saugt der Teig es auf, statt sofort eine Kruste zu bilden. Backe höchstens vier Stück gleichzeitig aus, sonst fällt die Temperatur im Topf zu stark ab.
- Wie groß sollen die Kugeln sein?
- Die 3 Zentimeter aus dem Rezept sind das Maß vor dem zweiten Gehen. Danach lassen sich die Kugeln auf gut Handtellergröße ziehen. Formst du sie größer, gib pro Seite eine Minute Backzeit dazu.
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