Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Käsekuchen & Quarkkuchen

Kokos-Käsekuchen: Cremig, exotisch und mit 500 g Quark!

Kokos-Käsekuchen: Cremig, exotisch und mit 500 g Quark!
Portionen 12 Stücke (Springform 26 cm)
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 60 Minuten
Gesamt 1 Stunde 25 Minuten

Kokos und Käsekuchen klingt erst einmal nach zwei verschiedenen Welten. Meine Schwägerin hat mir diese Kombination vor Jahren untergeschoben, als ich eigentlich einen klassischen Quarkkuchen erwartet hatte, und ich war nach dem ersten Bissen still. Die Kokosmilch macht die Quarkmasse samtiger als jede Sahne, und die Raspeln geben ihr einen leichten Biss, der dem Käsekuchen sonst fehlt.

Besonders ist an diesem Kuchen, dass du kein Extra-Fett brauchst, um die Masse cremig zu bekommen. Die 500 g Quark tragen den Kuchen, die Kokosmilch bringt Fett und Aroma in einem, und ein Päckchen Puddingpulver sorgt dafür, dass nichts absackt. Der Boden ist ein einfacher Mürbeteig, den du in zehn Minuten zusammengeknetet hast.

Zutaten

  • 250 g Mehl (Type 405)
  • 125 g kalte Butter in Würfeln
  • 80 g Zucker für den Teig
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 500 g Speisequark (20 % Fett)
  • 200 ml Kokosmilch (ungesüßt, gut aufgerührt)
  • 3 Eier (Größe M) für die Füllung
  • 150 g Zucker für die Füllung
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (37 g)
  • 80 g Kokosraspeln
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 EL Kokosflocken zum Bestreuen

Zubereitung

Schritt 1: Mürbeteig kneten

Gib Mehl, kalte Butterwürfel, 80 g Zucker, das Ei und das Salz in eine Schüssel und verknete alles mit den Knethaken, bis sich Krümel bilden. Drücke die Masse dann mit den Händen rasch zu einer Kugel zusammen, ohne lange zu kneten, sonst wird der Boden hart. Wickle den Teig in Folie und lege ihn 20 Minuten in den Kühlschrank. Heize in dieser Zeit den Ofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vor.

Schritt 2: Den Boden in die Form drücken

Fette eine 26-cm-Springform und lege den Boden mit Backpapier aus. Drücke zwei Drittel des Teigs gleichmäßig auf den Formboden, den Rest formst du zu einer Rolle und drückst ihn als etwa 3 cm hohen Rand hoch. Achte darauf, dass die Ecke zwischen Boden und Rand nicht zu dick wird, dort bleibt der Teig sonst weich. Steche den Boden mehrmals mit der Gabel ein.

Schritt 3: Die Quark-Kokos-Masse rühren

Verrühre den Quark mit 150 g Zucker, Vanillezucker und den 3 Eiern glatt. Rühre die Kokosmilch unter und siebe dann das Puddingpulver darüber, damit es sich nicht zusammenklumpt. Zum Schluss kommen die 80 g Kokosraspeln dazu. Rühre nur kurz auf niedriger Stufe weiter, denn zu viel Luft in der Masse lässt den Kuchen im Ofen hochgehen und beim Abkühlen einreißen.

Schritt 4: Füllen und backen

Gieße die Masse auf den Teigboden und streiche die Oberfläche glatt. Streue die Kokosflocken darüber. Backe den Kuchen 60 Minuten auf der unteren Schiene. Er ist fertig, wenn der Rand fest ist und die Mitte auf einem Rütteln der Form nur noch leicht wie Wackelpudding antwortet. Wird die Oberfläche früh zu dunkel, lege nach 40 Minuten ein Stück Backpapier locker darüber.

Schritt 5: Im Ofen abkühlen lassen

Schalte den Ofen aus, klemme einen Kochlöffel in die Tür und lass den Kuchen so 30 Minuten stehen. Dieser sanfte Übergang verhindert den typischen Riss quer über den Käsekuchen. Stelle ihn danach auf ein Gitter und lass ihn vollständig auskühlen, insgesamt etwa 4 Stunden. Löse den Rand erst, wenn der Kuchen zimmerwarm ist, sonst reißt die Masse am Rand auf.

Omas Tipps

  • Kokosmilch vor dem Abmessen aufrühren. In der Dose setzt sich das feste Kokosfett oben ab. Schüttle sie kräftig oder rühre den Inhalt in einer Tasse glatt, sonst bekommst du entweder nur Wasser oder nur Fett in die Quarkmasse, und der Kuchen wird entweder trocken oder fettig.
  • Kokosraspeln kurz anrösten. Wenn du die 80 g Raspeln vorher ohne Fett in einer Pfanne hellbraun röstest und abkühlen lässt, wird das Kokosaroma deutlich runder. Rohe Raspeln schmecken in der feuchten Quarkmasse eher nach Watte.
  • Quark nicht abtropfen lassen. Anders als bei manchen Käsekuchen brauchst du hier die Flüssigkeit im Quark, weil die Kokosraspeln beim Backen Wasser ziehen. Nimmst du abgetropften Magerquark, wird die Füllung mehlig statt cremig.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Im Kühlschrank hält sich der Kokos-Käsekuchen abgedeckt 4 Tage. Lege ihn nicht in Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche, sonst kleben die gerösteten Kokosflocken an. Besser ist eine Tortenhaube oder eine umgedrehte Schüssel. Am zweiten Tag schmeckt er sogar intensiver, weil die Kokosraspeln vollständig durchgezogen sind.

Einfrieren geht hier gut, anders als bei vielen Sahnekuchen. Schneide den ausgekühlten Kuchen in Stücke, friere sie einzeln auf einem Brett vor und packe sie dann in einen Gefrierbeutel. So halten sie 3 Monate. Lass die Stücke über Nacht im Kühlschrank auftauen, dann bleibt die Quarkmasse cremig und wässert nicht.

Häufige Fragen

Kann ich die Kokosmilch durch Sahne ersetzen?
Du kannst 200 ml Sahne nehmen, dann fehlt allerdings der Kokosgeschmack in der Masse und nur die Raspeln bleiben übrig. Erhöhe in dem Fall die Kokosraspeln auf 100 g, sonst schmeckt der Kuchen wie ein gewöhnlicher Quarkkuchen mit Streuseln.
Muss es Quark mit 20 Prozent Fett sein?
Die 500 g Quark mit 20 % machen die Füllung samtig und schnittfest. Magerquark funktioniert, gibt aber mehr Molke ab, dann solltest du einen Esslöffel Speisestärke zusätzlich unterrühren. Sahnequark mit 40 % macht den Kuchen zusammen mit der Kokosmilch zu schwer.
Warum ist mein Boden am Rand weich geblieben?
Meist war der Teig in der Ecke zwischen Boden und Rand zu dick, dort backt er nicht durch. Drücke ihn dort mit dem Daumen dünn aus und backe den Kuchen konsequent auf der unteren Schiene, damit die Unterhitze den Mürbeteig zuerst erreicht.
Kokos-Käsekuchen: Cremig, exotisch und mit 500 g Quark!
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