Grillsalat für 10 Personen: Steht 2 Stunden und wird nur besser!
Wenn im Sommer die ganze Familie im Garten sitzt, ist die Frage nie das Fleisch, sondern die Beilage. Zehn Leute, zehn Teller, und der Grill braucht seine Zeit. Ich habe irgendwann aufgehört, kurz vor dem Essen noch in der Küche zu stehen, und stattdessen diesen Salat eingeführt, der morgens gemacht wird und dann in Ruhe im Kühlschrank auf seinen Auftritt wartet.
Das Schöne daran ist, dass die Wartezeit kein Zugeständnis ist, sondern zum Rezept gehört. Die Nudeln saugen das Dressing auf, die Zwiebeln verlieren ihre Schärfe, und die Paprika gibt ihren Saft an die Soße ab. Nach zwei Stunden schmeckt der Salat rund und zusammengewachsen, während er frisch angemacht noch nach lauter einzelnen Zutaten schmeckt. Das ist der ganze Trick, und er kostet dich nichts als etwas Planung.
Zutaten
- 500 g kurze Nudeln (Fusilli oder Penne)
- 2 rote Paprika
- 1 gelbe Paprika
- 400 g Kirschtomaten
- 1 Salatgurke (ca. 400 g)
- 2 rote Zwiebeln
- 200 g Feta
- 100 g schwarze Oliven, entsteint
- 6 EL Olivenöl
- 4 EL Weißweinessig
- 2 TL mittelscharfer Senf
- 2 TL getrockneter Oregano
- 2 TL Salz
- 1 TL schwarzer Pfeffer
- 1 Bund glatte Petersilie
Zubereitung
Schritt 1: Nudeln kochen
Koche die 500 g Nudeln in reichlich kräftig gesalzenem Wasser, aber eine Minute kürzer als auf der Packung angegeben, meist sind das 9 bis 10 Minuten. Sie ziehen später noch Flüssigkeit und werden dabei weicher, zu weich gekocht zerfallen sie im Salat. Gieße sie ab und spüle sie kurz kalt ab, damit sie nicht nachgaren und nicht verkleben. Lasse sie gut abtropfen.
Schritt 2: Gemüse schneiden
Entkerne die drei Paprika und schneide sie in Streifen von etwa einem Zentimeter, halbiere die Kirschtomaten. Die Gurke schälst du nur, wenn die Schale dick ist, dann längs halbieren, die Kerne mit einem Teelöffel herauskratzen und in dicke Halbmonde schneiden. Die entkernte Gurke wässert deutlich weniger und der Salat bleibt auch nach zwei Stunden knackig. Die Zwiebeln in sehr feine Ringe schneiden.
Schritt 3: Dressing anrühren
Verrühre in einer kleinen Schüssel die 4 EL Essig mit 2 TL Senf, 2 TL Salz, 1 TL Pfeffer und dem Oregano, bis sich das Salz gelöst hat. Gib dann die 6 EL Olivenöl dazu und schlage alles mit der Gabel zu einer trüben, gebundenen Soße. Reibe den Oregano zwischen den Fingern, bevor er in die Schüssel kommt, so löst er sein Aroma besser.
Schritt 4: Alles mischen
Gib die noch leicht lauwarmen Nudeln in die größte Schüssel, die du hast, und übergieße sie sofort mit dem Dressing. Warme Nudeln saugen die Soße auf, kalte lassen sie nach unten ablaufen. Hebe dann Paprika, Tomaten, Gurke, Zwiebelringe und die Oliven unter. Mische mit zwei großen Löffeln von unten nach oben, damit nichts zerdrückt wird.
Schritt 5: Zwei Stunden ziehen lassen
Decke die Schüssel ab und stelle sie für 2 Stunden in den Kühlschrank. Rühre nach etwa einer Stunde einmal um, damit auch die obere Schicht in der Soße liegt. In dieser Zeit verliert die Zwiebel ihre Schärfe und die Nudeln nehmen die Würze vollständig an.
Schritt 6: Feta und Petersilie zum Schluss
Nimm den Salat 20 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, eiskalt schmeckt er flach. Zerbrösele erst jetzt die 200 g Feta darüber und streue die grob gehackte Petersilie auf. Beides nur locker unterheben, sonst zerfällt der Käse und macht den ganzen Salat weißlich und krümelig.
Omas Tipps
- Das Dressing auf die warmen Nudeln. Das ist der wichtigste Handgriff im ganzen Rezept. Warme Nudeln nehmen Essig, Öl und Salz in sich auf; gibst du die Soße erst über den kalten Salat, bleibt sie unten in der Schüssel stehen und die Nudeln schmecken fad.
- Feta erst am Schluss. Liegt er die vollen zwei Stunden im Dressing, zieht das Salz zusätzliches Wasser aus ihm heraus und er zerfällt zu einer salzigen Paste. Frisch darübergebröselt behält er seine Ecken und seinen milchigen Geschmack.
- Für zehn Leute die richtige Schüssel. Du brauchst mindestens fünf Liter Volumen, sonst kannst du nicht mischen, ohne alles über den Rand zu schieben. Habe ich keine große genug, teile ich auf zwei Schüsseln auf und gieße das Dressing hälftig darüber.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Abgedeckt hält sich der Salat im Kühlschrank 2 Tage. Nimm dafür eine Schüssel mit Deckel oder lege Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche, damit die Nudeln oben nicht austrocknen. Am zweiten Tag ist er etwas trockener, weil die Nudeln weitergesaugt haben: Rühre dann 2 EL Olivenöl und 1 EL Essig unter und schmecke mit Salz nach. Steht die Schüssel bei sommerlichen Temperaturen draußen, stelle sie nach spätestens zwei Stunden wieder kühl, vor allem wegen des Fetas.
Einfrieren kommt hier nicht in Frage. Gurke und Tomaten bestehen fast nur aus Wasser und werden beim Auftauen zu matschigen Lappen, und die Nudeln verlieren jeden Biss. Wenn du vorarbeiten willst, koche höchstens die Nudeln am Vortag und mische den Salat am Morgen des Grillfests.
Häufige Fragen
- Kann ich den Salat schon am Vorabend machen?
- Ja, das funktioniert gut, aber halte dann Feta und Petersilie zurück und gib sie erst kurz vor dem Servieren dazu. Über Nacht zieht der Salat mehr Flüssigkeit, deshalb rühre am nächsten Tag noch 2 EL Olivenöl unter und schmecke ihn neu ab.
- Was mache ich, wenn zehn Personen doch mehr Hunger haben?
- Rechne pro zusätzlicher Person 50 g Nudeln und erhöhe Essig und Öl im gleichen Verhältnis, also 1 EL Öl auf je zwei zusätzliche Portionen. Das Gemüse kannst du großzügiger bemessen, ohne dass etwas kippt, nur beim Salz gehe vorsichtig vor und schmecke erst nach der Ruhezeit nach.
- Schmeckt der Salat ohne Feta genauso?
- Er funktioniert auch ohne, wird dann aber deutlich milder, weil der salzige Gegenpol fehlt. Ersetze ihn in dem Fall durch 200 g gewürfelten Mozzarella und gib einen halben Teelöffel Salz mehr ins Dressing. Auch geriebener Hartkäse passt, davon reichen dann 100 g.

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