Entdecke Friedas Geheimrezept für unwiderstehliche Spagatkrapfen!
Spagatkrapfen kenne ich aus Österreich, eine Nachbarin hat sie mir vor Jahren gezeigt. Der Teig kommt ohne Hefe aus: Mehl, Margarine, zwei Dotter und ein Schuss Weißwein, mehr nicht. Er muss hauchdünn sein, zwei Millimeter, sonst werden die Krapfen zäh statt mürbe. Bei mir gibt es sie zu Fasching und wenn Besuch angesagt ist, weil sie frisch aus dem Fett am besten schmecken.
Zutaten
- 0.5 kg Mehl
- 0.25 kg Margarine
- 2 Stk Eidotter
- 2 EL Zucker
- 1 Pk Salz
- 0.16 l Weißwein
- 150 g Staubzucker
- 1 Prise Zimt
- 1 Schuss Öl
Zubereitung

Schritt 1: Teig vorbereiten
Verreib zuerst das Mehl mit der Margarine fein zwischen den Fingern. Danach kommen die Eidotter, der Zucker, eine Prise Salz und der Wein dazu. Knete alles zu einem glatten Teig und lass ihn etwa 2 Stunden im Kühlschrank ruhen, dann lässt er sich später besser ausrollen.
Schritt 2: Teig ausrollen und schneiden
Roll den Teig sehr dünn aus, etwa 2 mm dick. Schneide ihn danach mit einem Messer in Rechtecke. Die brauchst du für den nächsten Schritt.
Schritt 3: Frittieren
Klemm die rechteckigen Teigstücke auf die Spagatzange und back sie im heißen Öl aus. Das Öl muss dabei gleichmäßig blubbern. Nimm die Krapfen heraus, sobald sie hellbraun sind.
Schritt 4: Spagatkrapfen verfeinern
Wälz die Spagatkrapfen gleich nach dem Frittieren, solange sie noch heiß sind, in einer Mischung aus Staubzucker und Zimt. Danach lässt du sie abkühlen und bringst sie auf den Tisch.
Frisch schmecken sie am besten, da wird der Teller schnell leer.
Viel steckt nicht drin, ein paar einfache Zutaten und der richtige Handgriff beim Ausrollen und Frittieren. Und trotzdem hast du damit ein Stück österreichische Kaffeetafel bei dir zu Hause.
Mein Tipp
Prüf die Fett-Temperatur mit einem Holzlöffel: Steigen am Stiel gleichmäßig kleine Bläschen auf, hat das Öl etwa 170 Grad. Ist es heißer, werden die Krapfen außen dunkel und innen roh. Und zucker sie sofort nach dem Herausnehmen, solange sie glänzen – auf abgekühltem Gebäck bleibt die Zimt-Staubzucker-Mischung nicht haften.
Andere Ideen
- Statt Weißwein nehme ich manchmal Apfelsaft mit einem Spritzer Zitrone, dann schmecken die Krapfen milder.
- Ohne Spagatzange schneide ich die Rechtecke mittig ein, ziehe eine Ecke durch den Schlitz und frittiere sie als Schleifen.
- Zur Weihnachtszeit rühre ich unter den Staubzucker eine Messerspitze gemahlene Nelke und etwas abgeriebene Orangenschale.
Aufheben und Einfrieren
In einer Blechdose mit lose aufgelegtem Deckel bleiben die Krapfen zwei bis drei Tage mürbe. In Plastikdosen ziehen sie Feuchtigkeit und werden weich. Einfrieren mag ich bei frittiertem Gebäck nicht. Weich gewordene Krapfen kommen bei mir fünf Minuten bei 150 Grad in den Ofen und werden danach frisch gezuckert.
Häufige Fragen
- Kann ich Butter statt Margarine nehmen?
- Ja, 250 g kalte Butter funktionieren genauso. Sie schmeckt kräftiger, der Teig wird beim Ausrollen aber schneller weich. Arbeite dann zügig und stell die ausgerollten Bahnen zwischendurch noch einmal zehn Minuten kalt.
- Warum saugen sich meine Krapfen mit Fett voll?
- Dann war das Öl zu kühl. Der Teig muss beim Eintauchen sofort aufschäumen. Frittiere immer nur zwei bis drei Stück auf einmal, sonst sinkt die Temperatur zu stark ab, und lass sie danach kurz auf Küchenpapier abtropfen.
- Muss der Teig wirklich zwei Stunden ruhen?
- Ja, sonst zieht er sich beim Ausrollen immer wieder zusammen und du bekommst die zwei Millimeter nicht hin. Eine Stunde ist das Minimum, über Nacht im Kühlschrank geht auch, dann lass ihn vorher zehn Minuten antemperieren.
Schreibe einen Kommentar