Zimtschnecken aus der Heißluftfritteuse: Fluffig in 10 Minuten!
Zimtschnecken hatten bei uns immer etwas von einem halben Sonntag: Hefeteig ansetzen, gehen lassen, noch einmal gehen lassen, und wehe, die Küche war zu kühl. Ich liebe diesen langsamen Sonntag – aber nicht, wenn am Nachmittag plötzlich Besuch vor der Tür steht und alle hoffnungsvoll Richtung Ofen schauen. Für genau diese Momente habe ich mir angewöhnt, die Schnecken mit Quark-Öl-Teig zu machen und sie in der Heißluftfritteuse zu backen.
Der Teig braucht keine Gehzeit, weil das Backpulver die Arbeit der Hefe übernimmt, und der Quark hält ihn dabei so feucht, dass die Schnecken trotzdem fluffig und nicht bröselig werden. Im kleinen, schnell durchhitzten Korb sind sie nach 10 Minuten goldbraun. Die Butter-Zimt-Füllung karamellisiert an den Rändern, und wenn du die Zuckerglasur auf die noch warmen Schnecken träufelst, läuft sie genau in die Windungen hinein.
Zutaten
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 125 g Speisequark (20 % Fett)
- 50 ml Milch
- 50 g Zucker
- 60 ml neutrales Öl (z. B. Raps)
- 1 Päckchen Backpulver (15 g)
- 1 Prise Salz
- 50 g weiche Butter für die Füllung
- 60 g brauner Zucker für die Füllung
- 2 TL gemahlener Zimt
- 80 g Puderzucker für die Glasur
- 1 EL Milch für die Glasur
Zubereitung
Schritt 1: Teig rühren
Heize die Heißluftfritteuse auf 170 °C vor. Verrühre in einer Schüssel Quark, Milch, Öl, Zucker und Salz glatt. Mische Mehl und Backpulver getrennt durch und gib sie dazu. Knete alles kurz mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig – höchstens eine Minute, denn Quark-Öl-Teig wird durch langes Kneten zäh statt luftig.
Schritt 2: Ausrollen
Rolle den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche zu einem Rechteck von etwa 30 × 20 Zentimetern und einem halben Zentimeter Dicke aus. Dünner solltest du nicht gehen, sonst reibt die Füllung durch und die Schnecken trocknen aus. Achte darauf, dass die Kanten einigermaßen gerade sind, dann werden die Rollen gleichmäßig dick.
Schritt 3: Füllen und rollen
Verrühre die weiche Butter mit dem braunen Zucker und dem Zimt zu einer Paste und streiche sie auf dem Teig aus, an einer Langseite zwei Zentimeter frei lassen. Rolle den Teig von der gegenüberliegenden Langseite her straff auf und drücke den freien Rand fest an. Die Naht muss wirklich schließen, sonst rollt sich die Schnecke im Korb wieder auf.
Schritt 4: Schneiden
Schneide die Rolle mit einem scharfen Messer in acht gleich breite Scheiben von etwa drei Zentimetern. Ein Sägeschnitt mit wenig Druck funktioniert besser als kräftiges Drücken, das die Windungen platt quetscht. Wer möchte, zieht stattdessen einen Zwirnsfaden unter der Rolle durch und kreuzt ihn – das ergibt perfekt runde Schnecken.
Schritt 5: Backen
Lege Backpapier in den Korb und setze die Schnecken mit zwei Zentimetern Abstand und der Schnittfläche nach oben hinein. Backe sie 10 Minuten bei 170 °C, ohne sie zu wenden. Sie sind fertig, wenn die Oberseite goldbraun ist und der Zimtsaft an den Rändern dunkel blubbert. Bei einem kleinen Korb backst du in zwei Durchgängen.
Schritt 6: Glasieren
Rühre Puderzucker und einen Esslöffel Milch zu einer dickflüssigen Glasur, die vom Löffel in einem Band abreißt. Lass die Schnecken drei Minuten abkühlen und träufle die Glasur dann darüber. Auf glühend heißem Gebäck verläuft sie zu einer dünnen Lasur, auf kaltem bleibt sie als harte Kruste liegen.
Omas Tipps
- Butter wirklich zimmerwarm. Nur weiche Butter lässt sich auf dem dünnen Quark-Öl-Teig ausstreichen, ohne ihn zu zerreißen. Ist sie noch fest, rühre sie zehn Sekunden mit dem Handmixer auf, statt sie in der Mikrowelle zu schmelzen – flüssige Butter läuft beim Rollen sofort heraus.
- Das Backpapier zuschneiden. Schneide das Papier etwas kleiner als den Korb, damit ringsum ein Spalt bleibt. Steht es an den Rändern hoch, blockiert es den Luftstrom und die Schnecken bleiben oben blass und unten feucht.
- Eine Prise Kardamom in die Füllung. Ein Viertelteelöffel gemahlener Kardamom zum Zimt gibt den Schnecken die skandinavische Note, die man aus Bäckereien kennt. Mische ihn direkt in die Butterpaste, dann verteilt er sich gleichmäßig über alle Windungen.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Am ersten Tag sind die Schnecken am fluffigsten, in einer gut schließenden Dose bei Zimmertemperatur halten sie sich aber zwei bis drei Tage. Warte mit dem Verschließen, bis sie ganz kalt sind, sonst weicht die Zuckerglasur zu einer klebrigen Schicht auf. Den Kühlschrank meide ich bei diesem Gebäck, weil der Quark-Öl-Teig dort schnell fest wird. Zum Aufwärmen reichen drei Minuten bei 150 °C in der Heißluftfritteuse, dann schmeckt der Zimt wieder frisch.
Einfrieren klappt gut, allerdings besser ohne Glasur. Friere die ausgekühlten Schnecken einzeln eingewickelt ein, so halten sie sich zwei Monate. über Nacht bei Zimmertemperatur auftauen lassen, vier Minuten bei 160 °C aufbacken und erst dann die frisch angerichtete Glasur darübergeben – mitgefrorene Glasur wird beim Auftauen milchig und rinnt ab.
Häufige Fragen
- Schmeckt man den Unterschied zum Hefeteig?
- Ja, ein wenig. Quark-Öl-Teig ist feiner und kuchenähnlicher, während Hefeteig fädiger zieht. Dafür sparst du die anderthalb Stunden Gehzeit, und warm mit Glasur merken die meisten am Tisch den Unterschied gar nicht.
- Kann ich die Schnecken vorbereiten und später backen?
- Nur sehr kurz. Das Backpulver beginnt zu arbeiten, sobald es auf Flüssigkeit trifft, deshalb sollten die Schnecken innerhalb von etwa 20 Minuten in den Korb. Länger stehender Teig geht beim Backen kaum noch auf und wird kompakt.
- Warum läuft die Füllung unten heraus?
- Meistens lag zu viel Butterpaste auf dem Teig oder sie wurde bis an den Rand gestrichen. Lass rundum einen halben Zentimeter frei und drücke die Naht gut an. Ein Bogen Backpapier fängt den Rest auf und macht die Reinigung des Korbs zur Sache von Sekunden.

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