Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Blechkuchen

Buttermilchkuchen vom Blech: Saftig, einfach und in 30 Minuten fertig!

Buttermilchkuchen vom Blech: Saftig, einfach und in 30 Minuten fertig!
Portionen 20 Stücke (1 Backblech, 30 x 40 cm)
Vorbereitung 15 Minuten
Garzeit 30 Minuten
Gesamt 45 Minuten

Es gibt Tage, an denen ruft jemand um vier an und sagt, er komme um halb sechs auf einen Kaffee vorbei. Genau für diese Tage habe ich den Buttermilchkuchen im Kopf. Kein Hefeteig, keine Gehzeit, keine Springform, die man einfetten und auskleiden muss – nur eine Schüssel, ein Schneebesen und das große Backblech aus dem Ofen. Meine Nachbarin Elfriede hat mir das Rezept vor vielen Jahren auf einem Zettel aufgeschrieben, und dieser Zettel klebt bis heute innen an meiner Schranktür.

Was diesen Kuchen so besonders macht, ist die Buttermilch. Sie hält den Teig feucht, gibt ihm eine ganz feine Säure und sorgt zusammen mit dem Backpulver dafür, dass er hoch aufgeht und trotzdem zart bleibt. Der Kuchen ist nach 30 Minuten aus dem Ofen, schmeckt lauwarm am besten und ist am nächsten Tag immer noch saftig. Mit den Mandelblättchen obendrauf sieht er außerdem so aus, als hätte man sich sehr viel Mühe gegeben.

Zutaten

  • 500 ml Buttermilch, zimmerwarm
  • 400 g Weizenmehl Type 405
  • 200 g Zucker
  • 150 ml neutrales Öl (Raps oder Sonnenblume)
  • 3 Eier (Größe M)
  • 1 Päckchen Backpulver (15 g)
  • 1 Päckchen Vanillezucker (8 g)
  • 1 Prise Salz
  • Abrieb von 1 unbehandelten Zitrone
  • 80 g Mandelblättchen
  • 20 g Butter für das Blech
  • 2 EL Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Schritt 1: Ofen und Blech vorbereiten

Heize den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. Fette das Backblech von 30 x 40 cm mit den 20 g Butter gründlich ein, besonders in den Ecken, oder lege es mit Backpapier aus. Stelle alle Zutaten bereit – dieser Teig ist in wenigen Minuten fertig, und das Blech sollte dann nicht erst gesucht werden. Die Buttermilch nimmst du am besten schon eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank.

Schritt 2: Eier und Zucker schaumig rühren

Schlage die 3 Eier mit 200 g Zucker, dem Vanillezucker und der Prise Salz mit dem Handrührgerät etwa 4 Minuten auf höchster Stufe auf. Die Masse soll deutlich heller werden und cremig vom Rührbesen laufen. Dieses Aufschlagen ist der einzige Schritt, bei dem du dir Zeit nehmen solltest: Es bringt Luft in den Teig, die später für die lockere Krume sorgt. Rühre danach das Öl in dünnem Strahl unter.

Schritt 3: Buttermilch und Mehl einarbeiten

Gib die 500 ml Buttermilch und den Zitronenabrieb dazu und rühre kurz auf niedriger Stufe. Vermische in einer zweiten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und siebe beides über die feuchte Masse. Rühre nur so lange, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind – höchstens 30 Sekunden. Wird der Teig zu lange geschlagen, entwickelt sich Kleber und der Kuchen wird zäh statt zart.

Schritt 4: Aufs Blech und in den Ofen

Gieße den recht flüssigen Teig auf das vorbereitete Blech und verteile ihn mit einem Teigschaber gleichmäßig bis in die Ecken. Streue die 80 g Mandelblättchen locker über die ganze Fläche, ohne sie anzudrücken. Schiebe das Blech auf die mittlere Schiene und backe den Kuchen 30 Minuten. Öffne die Ofentür in den ersten 20 Minuten nicht, sonst fällt der Teig in der Mitte ein.

Schritt 5: Garprobe und Abkühlen

Der Kuchen ist fertig, wenn die Oberfläche goldgelb ist, die Mandeln leicht gebräunt sind und ein Holzstäbchen in der Mitte trocken herauskommt. Stelle das Blech auf ein Kuchengitter und lass den Kuchen 20 Minuten abkühlen, bevor du ihn in Quadrate schneidest. Bestäube ihn kurz vor dem Servieren mit den 2 Esslöffeln Puderzucker. Lauwarm schmeckt er am besten, weil die Buttermilchnote dann am deutlichsten hervorkommt.

Omas Tipps

  • Buttermilch nie kalt verwenden. Kommt sie direkt aus dem Kühlschrank in die aufgeschlagene Eimasse, zieht sich diese zusammen und verliert einen Teil ihrer Luft. Stelle die Packung eine halbe Stunde vorher heraus oder erwärme sie kurz auf Handwärme im Wasserbad.
  • Mandelblättchen erst zum Schluss. Streust du sie in den Teig statt oben darauf, sinken sie ab und weichen durch. Locker aufgestreut rösten sie dagegen im Ofen und geben dem weichen Kuchen genau den knusprigen Kontrast, den er braucht.
  • Variante mit Obst. Für eine Sommerversion drückst du 300 g Beeren oder dünne Apfelscheiben vor dem Backen leicht in den Teig. Wende sie vorher in einem Esslöffel Mehl, dann sinken sie nicht auf den Blechboden ab, und verlängere die Backzeit um 5 Minuten.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Der Buttermilchkuchen bleibt dank der Buttermilch ungewöhnlich lange saftig. Abgedeckt mit einem Küchentuch hält er bei Zimmertemperatur 3 Tage, im Kühlschrank in einer gut schließenden Dose bis zu 5 Tage. Hole ihn vor dem Servieren aus der Kälte, denn kalt wirkt die Krume fester und die Zitronennote tritt zurück.

Einfrieren klappt sehr gut. Schneide den Kuchen in Stücke, wickle sie einzeln in Frischhaltefolie und lege sie in einen Gefrierbeutel – so hast du 3 Monate lang immer ein Stück zur Hand. Aufgetaut wird bei Zimmertemperatur in etwa einer Stunde; die Mandeln werden dabei etwas weicher, was ein kurzes Aufbacken bei 150 Grad wieder ausgleicht.

Häufige Fragen

Was nehme ich, wenn ich keine Buttermilch habe?
Du kannst 500 ml Milch mit 2 Esslöffeln Zitronensaft verrühren und 10 Minuten stehen lassen, bis die Milch dicklich wird. Das Ergebnis kommt der Buttermilch nahe, weil auch hier Säure mit dem Backpulver reagiert. Reiner Naturjoghurt funktioniert ebenfalls, muss aber mit etwas Wasser auf eine gießbare Konsistenz verdünnt werden.
Mein Kuchen ist in der Mitte nicht durch – woran liegt das?
Meist ist das Blech zu klein und der Teig dadurch zu hoch. Bei einer kleineren Form als 30 x 40 cm brauchst du 10 bis 15 Minuten mehr Backzeit und solltest die Temperatur auf 170 Grad senken, damit der Rand nicht zu dunkel wird. Prüfe immer in der Mitte mit dem Holzstäbchen, nie am Rand.
Kann ich das Öl durch Butter ersetzen?
Ja, 150 g geschmolzene und abgekühlte Butter statt der 150 ml Öl geben ein kräftigeres Aroma. Der Kuchen wird dadurch aber nach dem Erkalten etwas fester, weil Butter fest wird und Öl flüssig bleibt. Wenn dir die Saftigkeit am wichtigsten ist, bleib beim Öl.
Buttermilchkuchen vom Blech: Saftig, einfach und in 30 Minuten fertig!
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