Diese himmlischen Marillenknödel aus Kartoffelteig musst du probieren!
Marillenknödel gab es bei uns immer im Juli, wenn die ersten Marillen auf dem Markt lagen. Der Teig aus 800 g gepressten Kartoffeln, Grieß und Mehl muss warm verarbeitet werden, sonst klebt er. Acht Knödel werden daraus, für vier Leute reicht das als Hauptgericht. Die Butterbrösel sind kein Beiwerk: In ihnen liegt der halbe Geschmack, deshalb röste ich sie erst kurz vor dem Servieren.
Zutaten für Marillenknödel
- 8 Stück Marillen
- 800 g Kartoffeln
- 100 g Mehl
- 80 g Grieß
- 1 Stück Eigelb
- 1 Prise Salz
- 60 g Butter
- 200 g Brösel
- 120 g Butter (für die Butterbrösel)
Zubereitung der Marillenknödel
Schritt 1: Vorbereitungen
Beginnen Sie mit dem Waschen der Marillen und lassen Sie sie anschließend trocknen. In der Zwischenzeit die Kartoffeln kochen, schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Die Kartoffelmasse in eine große Schüssel geben.
Schritt 2: Der Teig
Fügen Sie zur Kartoffelmasse den Grieß, das Eigelb, die flüssige Butter, das Mehl und eine Prise Salz hinzu. Verkneten Sie die Mischung schnell zu einem glatten Teig.
Schritt 3: Knödel formen
Formen Sie aus dem Teig eine Rolle und schneiden Sie davon fingerdicke Stücke ab. Diese drücken Sie in Scheibenform und legen jeweils eine Marille darauf. Anschließend den Teig um die Marille wickeln und zum Knödel formen.
Schritt 4: Kochen der Knödel
Bringen Sie einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen. Geben Sie die Knödel hinein und lassen Sie sie etwa 10 Minuten lang leicht köcheln. Sobald sie fertig sind, gießen Sie sie ab.
Schritt 5: Butterbrösel
Schmelzen Sie in einer großen Pfanne die Butter und rösten Sie die Brösel darin goldbraun. Wälzen Sie die fertigen Marillenknödel in den goldenen Butterbröseln.
Serviertipps
Servieren Sie die Marillenknödel mit einer Prise Staubzucker bestäubt. Dieser süße Abschluss verleiht dem Gericht einen zusätzlichen Genussmoment.
Probieren Sie dieses einfache Marillenknödel Rezept aus und genießen Sie ein Stück österreichische Tradition in Ihrer Küche!
Darauf kommt es an
Presse die Kartoffeln heiß und lass sie nur kurz ausdampfen, dann kneten. Wird der Teig zu lange bearbeitet, zieht er Wasser und die Knödel reißen im Topf. Das Wasser darf nur leise ziehen, nicht sprudeln, sonst platzen sie auf und die Marille schwimmt allein. Ein Probeknödel zuerst zeigt dir, ob der Teig hält.
Abwandlungen
- Statt Marillen nehme ich im August Zwetschgen; ich entkerne sie und lege ein Stück Würfelzucker in die Öffnung.
- In die Butterbrösel gebe ich manchmal zwei Esslöffel gemahlene Nüsse und einen Teelöffel Zimt.
- Wer keinen Kartoffelteig mag, macht Topfenknödel aus 500 g gut abgetropftem Quark, 80 g Grieß, einem Ei und 60 g Mehl; die Kochzeit bleibt gleich.
Aufbewahren und Aufwärmen
Frisch gekocht sind sie am besten. Übrige Knödel halten zugedeckt zwei Tage im Kühlschrank; ich wärme sie zehn Minuten im Dampf über kochendem Wasser auf und röste die Brösel neu. Ungekochte Knödel lassen sich einzeln auf einem Brett einfrieren und kommen gefroren für 15 Minuten ins leise siedende Salzwasser.
Das werde ich oft gefragt
- Kann ich die Marillen entkernen?
- Ja, und ich mache es meistens. Halbiere sie, nimm den Kern heraus und setze die Hälften wieder zusammen, mit einem Stück Würfelzucker dazwischen. So beißt niemand am Tisch auf den Stein.
- Welche Kartoffeln brauche ich für den Teig?
- Mehligkochende vom Vortag wären ideal, frisch gekochte gehen aber auch, wenn du sie gut ausdampfen lässt. Festkochende enthalten mehr Wasser, dann brauchst du zwei Esslöffel Mehl mehr und der Teig bleibt trotzdem weich.
- Warum lösen sich meine Knödel im Wasser auf?
- Meist ist der Teig zu nass oder das Wasser kocht zu stark. Lass die Kartoffeln länger ausdampfen, arbeite zügig und halte das Salzwasser knapp unter dem Siedepunkt, sodass nur einzelne Blasen aufsteigen.
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