Verlockendes Rezept für köstliche Ribiselschaumschnitten
Ribisel heißen bei uns Johannisbeeren, und wenn der Strauch im Garten Ende Juni rot hängt, backe ich diese Schnitten. Auf einem lockeren Ölbiskuit sitzt eine Baiserhaube, in die 500 g rohe Beeren eingehoben sind. Die Säure der Beeren trifft auf den süßen Schaum — deshalb schmeckt das Blech auch Leuten, denen Baiser sonst zu süß ist. Und es geht rasch, weil der Boden nur 15 Minuten braucht.
Zutaten für die Ribiselschaumschnitte
Zutaten für den Boden:
- 5 Stk Eidotter
- 2 Stk Eiklar
- 200 g Zucker
- 200 g Mehl
- 0.5 Pk Weinstein-Backpulver
- 0.125 l Öl
- 0.125 l Milch
- 1 Prise Salz
Zutaten für den Belag:
- 4 Stk Eiklar
- 200 g Kristallzucker
- 500 g Ribisel
Zubereitung der Ribiselschaumschnitte

Schritt 1: Vorbereitung
Fette eine runde oder eckige Form (ca. 38×25 cm) ein und stäub sie mit Mehl aus. Heiz das Backrohr auf 160℃ vor. Misch das Mehl mit dem Weinstein-Backpulver.
Schritt 2: Boden zubereiten
Schlag zuerst die 2 Eiklar mit einer Prise Salz zu festem Schnee und stell ihn beiseite. Rühr die Eidotter mit dem Zucker, dem Öl und der Milch schaumig. Dann hebst du das Mehl und den Eischnee unter. Gib den Teig in die Backform und back ihn ca. 15 Minuten, bis er hellbraun ist (den Ofen bei 160℃ lassen).
Schritt 3: Belag zubereiten
Schlag die 4 Eiklar fest und lass den Zucker nach und nach einrieseln. Heb die gewaschenen Ribisel vorsichtig unter. Verteil den Schaum gleichmäßig auf dem vorgebackenen Kuchenboden.
Schritt 4: Fertigstellen
Back die Ribiselschaumschnitte noch einmal ca. 15 Minuten, bis der Schaum leicht Farbe genommen hat. Lass die Schnitten auskühlen, bevor du sie servierst.
Guten Appetit! Die Säure der Ribisel im süßen Schaum passt zum Nachmittagskaffee genauso wie an den Gartentisch, und viel Arbeit macht das Blech nicht.
Omas Tipp
Die Johannisbeeren müssen nach dem Waschen richtig trocken sein, sonst wird der Eischnee flüssig. Ich lasse sie auf einem Tuch abtropfen und rebele sie erst dann von den Rispen. Den Zucker gibst du löffelweise in den steifen Schnee und schlägst weiter, bis die Masse glänzt — nur dann trägt sie die Beeren und läuft beim Backen nicht auseinander.
So kannst du abwandeln
- Mit 500 g Stachelbeeren statt Johannisbeeren wird die Schnitte milder; halbiere große Beeren vorher.
- Ich streue vor dem Schaum 2 EL gemahlene Mandeln auf den vorgebackenen Boden, dann bleibt er trockener.
- Statt Weinstein-Backpulver kannst du ein halbes Päckchen normales Backpulver nehmen, am Teig ändert sich nichts.
Reste aufbewahren
Die Schnitten bleiben zugedeckt bei Zimmertemperatur einen Tag knackig; danach zieht der Schaum Feuchtigkeit aus den Beeren und wird weich. Im Kühlschrank halten sie zwei Tage, schmecken aber am ersten Tag am besten. Einfrieren geht nicht, Baiser wird beim Auftauen zu Sirup.
Noch Fragen?
- Kann ich tiefgekühlte Johannisbeeren nehmen?
- Nur ungern. Sie geben beim Auftauen viel Saft ab, der den Eischnee auflöst. Wenn es sein muss, hebe sie noch gefroren unter den Schaum und backe sofort — dann bleibt der Schaum stabiler, wird unten aber trotzdem feuchter.
- Wofür brauche ich die zwei getrennten Eiklar-Mengen?
- Die zwei Eiklar am Anfang lockern den Ölteig, die vier Eiklar später ergeben die Baiserhaube. Insgesamt brauchst du also sechs Eiweiß und fünf Eigelb. Ein Eigelb bleibt übrig, das du gut für eine Panade verwenden kannst.
- Warum wird der Schaum braun statt hell?
- Bei 160 °C und 15 Minuten soll er nur leicht Farbe nehmen. Wird er zu dunkel, steht das Blech zu hoch im Ofen; schiebe es eine Schiene tiefer und lege zum Schluss ein Stück Backpapier locker darüber.
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