Butterkeks-Schichtdessert mit Pudding: Das Blech-Dessert für die ganze Familie!
Wenn am Sonntag die ganze Familie kommt, brauche ich ein Dessert, das nicht auf zwölf kleine Schälchen verteilt werden muss. Bei mir kommt dann das Blech aus dem Schrank, und darin schichte ich Butterkekse und Vanillepudding, bis alles voll ist. Am Abend vorher gemacht, am nächsten Tag nur noch in Stücke geschnitten – mehr Aufwand ist es wirklich nicht. Meine Enkel stehen schon vor dem Kühlschrank, bevor der Braten überhaupt auf dem Tisch steht.
Das Schöne daran ist die Verwandlung, die über Nacht passiert. Die Butterkekse saugen sich mit dem warmen Pudding voll und werden weich wie Biskuit, ohne zu zerfallen. Man braucht keinen Backofen, keine Gelatine und keine Sahne, die steif geschlagen werden will. Nur einen Topf, ein Blech und etwas Geduld bis zum nächsten Tag. Wer schon einmal versucht hat, zwanzig Portionen Creme in Gläser zu füllen, weiß genau, warum ich das Blech so liebe.
Zutaten
- 500 g Butterkekse (ca. 3 Packungen)
- 1,5 Liter Vollmilch
- 3 Päckchen Puddingpulver mit Vanillegeschmack (für je 500 ml Milch)
- 150 g Zucker
- 80 g weiche Butter
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 50 g dunkle Schokolade zum Reiben
Zubereitung
Schritt 1: Das Blech vorbereiten
Lege ein tiefes Backblech oder eine große Auflaufform mit Backpapier aus und lass das Papier an zwei Seiten überstehen. Daran ziehst du das Dessert später bequem heraus. Decke den Boden lückenlos mit Butterkeksen aus. Brich die Kekse an den Rändern mit den Händen zurecht, damit keine leeren Stellen bleiben – dort würde der Pudding sonst durchsacken und das Stück beim Schneiden auseinanderfallen.
Schritt 2: Den Pudding kochen
Rühre das Puddingpulver mit dem Zucker und etwa 300 ml der kalten Milch glatt an, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Bringe die restliche Milch mit dem Vanillezucker und der Prise Salz in einem großen Topf zum Kochen. Nimm den Topf kurz von der Platte, gieße die angerührte Masse unter kräftigem Rühren hinein und lass alles unter ständigem Rühren etwa eine Minute sprudelnd kochen, bis der Pudding deutlich andickt.
Schritt 3: Butter einrühren
Ziehe den Topf vom Herd und rühre die weiche Butter in Stücken unter den heißen Pudding. Sie macht die Creme geschmeidig und sorgt dafür, dass sie nach dem Kühlen schnittfest bleibt, statt gummiartig zu werden. Rühre so lange, bis keine Butterstückchen mehr zu sehen sind und die Oberfläche glänzt. Der Pudding muss jetzt zügig weiterverarbeitet werden, solange er noch heiß und gießfähig ist.
Schritt 4: Schichten
Verteile die Hälfte des heißen Puddings gleichmäßig über der Keksschicht und streiche ihn mit einem Teigschaber glatt. Lege sofort die zweite Lage Kekse darauf, drücke sie ganz leicht an und gieße den restlichen Pudding darüber. Auch hier wieder glatt streichen, bis in die Ecken. Zum Schluss kommt die dritte Keksschicht obenauf, dicht an dicht gelegt.
Schritt 5: Kühlen und schneiden
Lass das Blech erst auf der Arbeitsplatte auf Zimmertemperatur abkühlen, decke es dann mit Frischhaltefolie ab und stelle es für mindestens sechs Stunden in den Kühlschrank. Über Nacht wird es noch besser. Vor dem Servieren reibst du die dunkle Schokolade darüber und schneidest mit einem großen, in heißes Wasser getauchten Messer 20 gleichmäßige Stücke.
Omas Tipps
- Pudding heiß aufgießen. Viele lassen den Pudding erst abkühlen – das ist der häufigste Fehler. Nur heiß dringt er in die Butterkekse ein und macht sie weich. Kalter Pudding legt sich wie eine Decke obendrauf, und die Kekse bleiben hart wie am ersten Tag.
- Die oberste Keksschicht dünn bestreichen. Hebe zwei Esslöffel Pudding zurück und streiche sie ganz dünn über die letzte Keksschicht, bevor du die Schokolade darüber reibst. So bleiben die obersten Kekse nicht trocken und die Schokoladenraspel haften, statt beim Schneiden herunterzurieseln.
- Mit Sauerkirschen abwandeln. Ein Glas abgetropfte Sauerkirschen zwischen der ersten Puddingschicht und der zweiten Keksschicht bringt Säure gegen die Süße. Tupfe die Kirschen vorher gut mit Küchenpapier ab, sonst färbt der Saft den hellen Pudding rosa und macht die Schichten wässrig.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält sich das Blech-Dessert abgedeckt drei bis vier Tage. Decke es mit Frischhaltefolie ab oder stülpe ein großes Brett darüber, damit der Pudding keine Gerüche von Zwiebeln oder Käse aus dem Kühlschrank annimmt – helle Vanillecreme zieht so etwas erstaunlich schnell an. Angeschnittene Stellen deckst du am besten direkt mit Folie ab, sonst bildet sich an den Rändern eine zähe Haut. Ab dem zweiten Tag sind die Kekse vollständig durchgezogen, das ist geschmacklich der beste Moment.
Einfrieren rate ich ab. Der Milchpudding trennt sich beim Auftauen, es setzt sich Wasser ab und die weichen Kekse werden zu einem breiigen Boden. Wenn du auf Vorrat arbeiten willst, koche lieber den Pudding frisch und schichte erst am Vorabend – das kostet nur eine halbe Stunde und schmeckt um Welten besser.
Häufige Fragen
- Kann ich statt Puddingpulver frische Vanille verwenden?
- Ja, aber du brauchst dann Bindung: Nimm 90 g Speisestärke auf die 1,5 Liter Milch und das Mark von zwei Vanilleschoten. Koche die Milch mit der aufgeschlitzten Schote auf, lass sie zehn Minuten ziehen und binde dann mit der angerührten Stärke ab. Der Pudding wird etwas heller und feiner im Geschmack.
- Warum ist mein Dessert beim Schneiden auseinandergefallen?
- Meist war die Kühlzeit zu kurz – unter sechs Stunden ist die Creme in der Mitte noch nicht fest genug. Der zweite Grund sind Lücken in der Keksschicht, durch die der Pudding nach unten läuft. Schneide außerdem mit einem heißen, trockengewischten Messer und wische es nach jedem Schnitt ab.
- Welche Butterkekse eignen sich am besten?
- Klassische rechteckige Butterkekse mit gezacktem Rand sind ideal, weil sie flach sind und sich lückenlos legen lassen. Vollkornkekse saugen zu viel Flüssigkeit und werden matschig, Schokokekse färben den Pudding grau. Rechne mit etwa 45 bis 50 Keksen pro Schicht, je nach Blechgröße.

Schreibe einen Kommentar