Birnen-Schoko-Kuchen: Der Herbstkuchen mit 3 Birnen und 200 g Schokolade!
Es gibt diese Tage im Oktober, an denen im Obstkorb drei Birnen liegen, die genau jetzt gegessen werden wollen — noch einen Tag länger, und sie sind mehlig. Bei mir wandern sie dann in diesen Blechkuchen. Meine Mutter hat ihn immer gebacken, wenn der Birnbaum hinterm Haus mehr hergab, als wir essen konnten, und sie hat nie etwas anderes dazu gesagt als: Birne und Schokolade, das passt eben.
Und sie hatte recht. Die 200 g Zartbitterschokolade gehen zur Hälfte geschmolzen in den Teig und zur Hälfte grob gehackt hinein, sodass du beim Essen noch auf kleine Stücke triffst. Die drei Birnen werden nur halbiert, eingeschnitten und fächerförmig auf den Teig gesetzt. Kein Schälen von Dutzenden Früchten, kein Blindbacken, keine Creme. Ein Blech, eine Schüssel, eine Stunde.
Zutaten
- 3 reife Birnen (etwa 450 g, zum Beispiel Abate Fetel oder Williams)
- 200 g Zartbitterschokolade (mindestens 50 % Kakao)
- 250 g weiche Butter
- 200 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 4 Eier (Größe M)
- 300 g Weizenmehl Type 405
- 1 Päckchen Backpulver (15 g)
- 3 EL Kakaopulver, stark entölt
- 1 Prise Salz
- 150 ml Milch
- 1 EL Zitronensaft
- 1 EL Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
Schritt 1: Schokolade teilen
Wiege die 200 g Schokolade ab und teile sie in zwei gleiche Hälften. 100 g kommen grob gehackt beiseite, die anderen 100 g schmilzt du über dem Wasserbad oder in der Mikrowelle in kurzen Schüben. Lass die geschmolzene Schokolade etwas abkühlen, bis sie nur noch handwarm ist — heiße Schokolade würde später die Butter im Teig flüssig machen.
Schritt 2: Birnen vorbereiten
Heize den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vor und lege das Blech mit Backpapier aus. Schäle die drei Birnen, halbiere sie und schneide das Kerngehäuse mit einem Teelöffel heraus. Schneide jede Hälfte quer in dünne Scheiben, ohne sie am Stielende ganz durchzutrennen, sodass sie zusammenhält. Beträufle die Hälften mit dem Zitronensaft, damit sie nicht braun werden.
Schritt 3: Rührteig ansetzen
Butter, Zucker und Vanillezucker fünf Minuten hell und cremig aufschlagen. Dann die Eier einzeln dazugeben und jedes eine halbe Minute unterrühren, bevor das nächste folgt. Zum Schluss die handwarme geschmolzene Schokolade zugießen und kurz unterrühren, bis der Teig gleichmäßig dunkel ist.
Schritt 4: Mehl und Milch einarbeiten
Mehl, Backpulver, Kakao und Salz mischen und abwechselnd mit der Milch in drei Portionen unter den Teig rühren, auf niedriger Stufe. Der Teig soll schwer vom Löffel reißen, nicht fließen. Zuletzt die gehackten 100 g Schokolade mit dem Teigschaber unterheben, damit sie ganze Stücke bleiben.
Schritt 5: Belegen und backen
Streiche den Teig gleichmäßig aufs Blech. Setze die sechs Birnenfächer in zwei Reihen zu je drei Stück auf den Teig und drücke sie nur ganz leicht an — sie sinken beim Backen von selbst ein. Backe den Kuchen 40 Minuten auf der mittleren Schiene. Die Oberfläche ist matt, die Birnenränder leicht gebräunt, und das Stäbchen kommt zwischen den Früchten mit feuchten Krümeln heraus.
Schritt 6: Auskühlen und bestäuben
Lass den Kuchen auf dem Blech mindestens 30 Minuten stehen, bevor du ihn schneidest; warm zerfällt er an den Birnenstellen. Bestäube ihn kurz vor dem Servieren durch ein feines Sieb mit dem Puderzucker. Schneide so, dass jedes Stück ein Stück Birnenfächer abbekommt — dafür teilst du das Blech in vier Längs- und fünf Querstreifen.
Omas Tipps
- Die Birnen müssen reif, aber nicht weich sein. Drücke am Stielansatz: Gibt es dort leicht nach, ist die Birne richtig. Steinharte Birnen bleiben auch nach 40 Minuten bissfest, überreife zerlaufen zu Mus und machen den Teig darunter nass.
- Kakao immer sieben. Stark entölter Kakao klumpt hartnäckig und die Klümpchen lösen sich im schweren Teig nicht mehr auf. Siebe ihn zusammen mit Mehl und Backpulver, dann wird der Kuchen gleichmäßig dunkel statt fleckig.
- Schokolade grob hacken, nicht fein. Fein gehackte Schokolade schmilzt im Teig vollständig und du merkst nichts mehr davon. Etwa erbsengroße Stücke bleiben als weiche Punkte erhalten — genau die machen den Unterschied zu einem einfachen Schokokuchen.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält sich der Kuchen drei Tage. Decke ihn mit Frischhaltefolie oder einer umgedrehten Schüssel ab, aber lege die Folie nicht direkt auf die Birnen, sonst ziehen sie Wasser und die Oberfläche wird glänzend-nass. Bei Zimmertemperatur solltest du ihn wegen der Früchte nur einen Tag stehen lassen. Den Puderzucker gibst du besser erst auf die Portion, die gerade gegessen wird, denn er löst sich über Nacht auf.
Einfrieren funktioniert hier gut, weil die Birnen im Teig eingeschlossen sind und ihre Struktur behalten. Einzelne Stücke luftdicht verpackt halten zwei Monate. Zum Auftauen legst du sie über Nacht in den Kühlschrank und lässt sie eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen; wer mag, wärmt sie zehn Minuten bei 150 °C auf, dann wird die Schokolade im Teig wieder weich.
Häufige Fragen
- Kann ich Birnen aus der Dose verwenden?
- Ja, du brauchst dann sechs Dosenhälften, die du gut abtropfen und zusätzlich auf Küchenpapier trocken tupfen musst. Sie sind bereits weich, also fächere sie vorsichtig auf und lass den Zitronensaft weg. Der Kuchen wird etwas süßer, weil die Früchte in Zuckerwasser eingelegt waren.
- Geht das auch mit Vollmilchschokolade?
- Die Menge von 200 g bleibt gleich, aber der Kuchen wird deutlich süßer und die Schokoladennote flacher. Reduziere dann den Zucker im Teig auf 150 g, sonst überdeckt die Süße die Birne komplett. Zartbitter mit 50 bis 60 % Kakao ist hier der bessere Gegenspieler zur Frucht.
- Warum sind meine Birnen auf den Boden gesunken?
- Dann war der Teig zu weich — meist, weil die geschmolzene Schokolade noch zu heiß war und die Butter verflüssigt hat. Der Teig muss schwer vom Löffel reißen. Setze die Birnen außerdem nur auf die Oberfläche und drücke sie nicht hinein, das Einsinken erledigt der Ofen.

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