Veganer Milchreis mit Kokosmilch: Cremig gekocht, mit Zimt bestreut!
Es gibt Tage, an denen mir der Sinn nach etwas Warmem steht, das keine große Planung braucht. Milchreis ist genau so ein Gericht: ein Topf, ein Holzlöffel, ein bisschen Geduld am Herd. Früher habe ich ihn mit Kuhmilch gekocht, heute nehme ich Kokosmilch aus der Dose und Hafermilch. Das Ergebnis ist rein pflanzlich und trotzdem so sämig, dass der Löffel fast stehen bleibt.
Das Besondere an dieser Variante ist die Kokosmilch. Ihr Fett legt sich um jedes Korn und sorgt für die Cremigkeit, die sonst die Sahne übernimmt. Gleichzeitig bleibt der Kokosgeschmack dezent, weil ich ihn mit Vanille und einer Prise Salz abrunde. Zum Schluss kommt der Zimt darüber, großzügig, wie bei Oma, in einem breiten Ring auf den warmen Reis.
Zutaten
- 200 g Milchreis (Rundkornreis)
- 400 ml Kokosmilch aus der Dose (nicht die leichte Variante)
- 500 ml Hafermilch, ungesüßt
- 3 EL Zucker
- 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote
- 1 gute Prise Salz
- 2 TL gemahlener Zimt zum Bestreuen
- 1 TL Zucker zum Mischen mit dem Zimt
- 2 EL Kokosmilch zum Beträufeln
Zubereitung
Schritt 1: Die Dose aufrühren
Die Kokosmilch in der Dose hat sich meist getrennt: oben eine feste weiße Schicht, unten dünne Flüssigkeit. Öffne die Dose und rühre beides mit einer Gabel glatt, bis eine gleichmäßige, cremige Milch entsteht. Nimm 2 EL davon ab und stelle sie beiseite, die kommen später über den fertigen Reis. Den Rest gießt du zusammen mit der Hafermilch in einen weiten Topf mit dickem Boden.
Schritt 2: Reis aufsetzen
Gib den Milchreis ungewaschen dazu, dann den Zucker, die Vanille und die Prise Salz. Waschen würde die Stärke abspülen, und genau die brauchst du für die Cremigkeit. Rühre einmal kräftig um, damit sich am Boden nichts absetzt, und bringe alles bei mittlerer Hitze langsam zum Kochen. Bleib dabei: Pflanzenmilch steigt schnell hoch und läuft über, sobald du den Topf aus den Augen lässt.
Schritt 3: Leise köcheln lassen
Sobald es blubbert, stellst du die Hitze auf die kleinste Stufe herunter. Der Reis soll nur noch leise ziehen, mit vereinzelten Bläschen an der Oberfläche. Lege den Deckel schräg auf und rühre alle drei bis vier Minuten mit einem Holzlöffel bis auf den Topfboden. In etwa 30 bis 35 Minuten wird aus der dünnen Milch eine dicke, glänzende Creme, in der die Körner weich, aber noch erkennbar sind.
Schritt 4: Konsistenz prüfen
Ziehe mit dem Löffel eine Spur durch den Reis. Schließt sie sich langsam, ist er richtig; bleibt der Boden trocken sichtbar, gieße noch 50 bis 100 ml Hafermilch nach und rühre sie unter. Probiere ein paar Körner: Sie dürfen keinen harten Kern mehr haben. Schmecke jetzt ab, ob dir die Süße reicht, und rühre bei Bedarf einen weiteren Löffel Zucker ein, solange der Reis heiß ist.
Schritt 5: Ruhen und bestreuen
Nimm den Topf vom Herd, lege den Deckel ganz auf und lass den Milchreis 10 Minuten stehen. In dieser Zeit saugen die Körner den Rest der Flüssigkeit auf und der Reis wird noch dichter. Fülle ihn in Schalen, träufle die beiseitegestellte Kokosmilch darüber und mische Zimt mit einem Teelöffel Zucker. Streue die Mischung in einem breiten Ring über die Oberfläche und bring alles sofort zu Tisch.
Omas Tipps
- Nimm die volle Kokosmilch. Die fettreduzierte Variante bindet kaum und lässt den Reis wässrig wirken. Das Fett aus der normalen Dose ist genau das, was hier die Sahne ersetzt und für den seidigen Film um jedes Korn sorgt.
- Weiter Topf statt hoher Topf. In einem breiten Topf verteilt sich die Hitze gleichmäßiger und der Reis setzt seltener an. In einem schmalen, hohen Topf brennt die untere Schicht an, während oben noch alles flüssig ist.
- Zimt erst am Teller. Rührst du den Zimt mitkochen ein, wird der Milchreis gräulich und der Duft verfliegt. Über den heißen Reis gestreut bleibt er aromatisch und du siehst den schönen Kontrast zwischen Weiß und Braun.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Abgekühlt hält sich der Milchreis 3 Tage im Kühlschrank. Fülle ihn in eine Schüssel, drücke Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche oder nimm einen Deckel, sonst bildet sich eine zähe Haut. Kalt ist er fester; zum Aufwärmen gibst du 2 bis 3 EL Hafermilch dazu und rührst ihn bei kleiner Hitze wieder glatt. Den Zimt streust du jedes Mal frisch darüber.
Einfrieren würde ich nicht. Die Reisstärke zieht beim Auftauen Wasser und die Körner werden mehlig, gleichzeitig trennt sich das Kokosfett und schwimmt in kleinen Flocken obenauf. Der Reis lässt sich zwar noch essen, aber die Cremigkeit, wegen der du ihn gekocht hast, kommt nicht zurück. Koche lieber eine kleinere Menge frisch.
Häufige Fragen
- Kann ich statt Hafermilch eine andere Pflanzenmilch nehmen?
- Ja, Sojamilch funktioniert gut und macht den Reis sogar etwas dichter. Mandelmilch ist dünner, dann rechne mit 5 Minuten mehr Garzeit. Reismilch würde ich meiden, weil sie zusätzlich süßt und der Reis dadurch pappig süß wird.
- Mein Milchreis ist am Boden angebrannt, was tun?
- Fülle den nicht angebrannten Teil sofort in einen zweiten Topf um, ohne den Boden auszukratzen. Rühre 100 ml Hafermilch ein und koche bei kleinster Hitze zu Ende. Beim nächsten Mal hilft ein Topf mit dickem Boden und Rühren alle drei Minuten.
- Schmeckt man die Kokosmilch stark heraus?
- Sie ist deutlich, aber nicht aufdringlich, weil die Hafermilch sie verdünnt und die Prise Salz sie abrundet. Wer den Kokosgeschmack zurücknehmen möchte, nimmt 200 ml Kokosmilch und 700 ml Hafermilch. Der Reis wird dann etwas weniger cremig.

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