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Vegane Hummus-Variationen: Drei Sorten aus einer Basis, je 300 g!

Vegane Hummus-Variationen: Drei Sorten aus einer Basis, je 300 g!
Portionen 3 Sorten à 300 g (ca. 12 kleine Portionen)
Vorbereitung 20 Minuten
Gesamt 20 Minuten
Ruhezeit 30 Minuten im Kühlschrank

Kichererbsen habe ich immer im Haus. Und wenn Besuch kommt, stelle ich nicht eine Schüssel Hummus auf den Tisch, sondern drei kleine – eine klassisch hell, eine tiefrot von Paprika, eine grün von Kräutern. Das sieht aus, als hätte ich den halben Nachmittag in der Küche gestanden, dabei rührt man eine einzige Basis an und teilt sie danach auf.

Genau das ist der Trick: eine große Portion Grundhummus, dann drei Schüsseln, und in jede kommt etwas anderes. Jede Sorte ergibt 300 g, das passt genau in die üblichen kleinen Schraubgläser. Alles ist vegan, ohne Joghurt, ohne Honig – Tahin, Zitrone und gutes Olivenöl machen die Cremigkeit ganz allein.

Zutaten

  • 2 Dosen Kichererbsen (je 400 g, Abtropfgewicht je 240 g)
  • 120 g Tahin (helles Sesammus)
  • 6 EL Zitronensaft (von etwa 2 Zitronen)
  • 6 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 1/2 TL Salz
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 8–10 EL eiskaltes Wasser
  • Für die rote Sorte: 100 g eingelegte geröstete Paprika (abgetropft), 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver, 1 Prise Chiliflocken
  • Für die grüne Sorte: 20 g glatte Petersilie, 10 g frischer Koriander oder Basilikum, 1 EL Zitronensaft extra
  • Für die helle Sorte: 1 EL Tahin extra, 1/2 TL Zitronenabrieb
  • Olivenöl, Sesam und Paprikapulver zum Anrichten

Zubereitung

Schritt 1: Kichererbsen vorbereiten

Gieße die Kichererbsen ab und spüle sie unter kaltem Wasser, bis kein Schaum mehr kommt. Wenn du Zeit hast, reibe sie in einem Küchentuch kräftig zwischen den Händen – ein Teil der feinen Häutchen löst sich dabei, und der Hummus wird spürbar samtiger. Hebe zwei Esslöffel ganze Kichererbsen zum Anrichten beiseite und gib den Rest in den Mixer oder eine hohe Rührschüssel.

Schritt 2: Die Basis mixen

Gib Tahin, Zitronensaft, Olivenöl, den gepressten Knoblauch, Salz und Kreuzkümmel zu den Kichererbsen. Mixe alles zwei Minuten lang. Die Masse ist zuerst krümelig und wirkt viel zu fest – lass den Mixer trotzdem laufen und gib löffelweise eiskaltes Wasser dazu, bis eine glatte, hellcremige Paste entsteht, die vom Löffel langsam abgleitet. Insgesamt brauchst du 8 bis 10 Esslöffel Wasser.

Schritt 3: In drei Teile teilen

Wiege die Basis in drei Schüsseln zu je etwa 280 g ab. Das klingt pingelig, sorgt aber dafür, dass am Ende jede Sorte mit ihren Zusätzen auf die versprochenen 300 g kommt. Schmecke jede Portion kurz ab, bevor du weitermachst: Fehlt Säure, kommt Zitrone dazu, wirkt sie stumpf, fehlt Salz.

Schritt 4: Die drei Sorten würzen

In die erste Schüssel rührst du den zusätzlichen Esslöffel Tahin und den Zitronenabrieb – das bleibt die helle Klassikerin. Für die rote Sorte mixe die abgetropfte Paprika mit dem geräucherten Paprikapulver und den Chiliflocken kurz durch und hebe sie unter, bis die Farbe gleichmäßig ist. Für die grüne Sorte pürierst du Petersilie und Koriander mit dem zusätzlichen Zitronensaft und rührst sie ein.

Schritt 5: Ziehen lassen und anrichten

Decke die drei Schüsseln ab und stelle sie 30 Minuten kalt. In dieser Zeit verbinden sich Knoblauch und Kreuzkümmel mit der Kichererbse, und die grüne Sorte verliert ihre rohe Kräuterschärfe. Zum Servieren ziehst du mit dem Löffelrücken eine Mulde in jede Portion, gießt Olivenöl hinein und streust Sesam, Paprikapulver und die aufgehobenen ganzen Kichererbsen darüber.

Omas Tipps

  • Eiskaltes Wasser, nicht lauwarmes. Kaltes Wasser lässt die Tahin-Zitronen-Mischung aufschlagen und heller werden, warmes macht sie klebrig und zäh. Ich stelle mir vorher ein Glas mit Wasser und einem Eiswürfel bereit.
  • Die Paprika gut abtropfen lassen. Eingelegte Paprika bringt viel Lake mit. Drücke sie im Sieb mit der Hand aus, sonst wird ausgerechnet die rote Sorte dünner als die anderen beiden und läuft im Glas auseinander.
  • Kräuter erst zum Schluss unterrühren. Wenn Petersilie und Koriander zu lange im laufenden Mixer sind, werden sie durch die Reibungswärme dunkel und schmecken bitter. Ein kurzer Stoß mit dem Pürierstab reicht völlig.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Fülle jede Sorte in ein sauberes Schraubglas und gieße einen Esslöffel Olivenöl obenauf, sodass die Oberfläche vollständig bedeckt ist – das verhindert die trockene Haut. So hält sich der Hummus im Kühlschrank 4 Tage. Die grüne Sorte iss zuerst, sie verliert nach zwei Tagen ihre frische Farbe und wird oliv; die helle und die rote bleiben bis zum Schluss unverändert.

Einfrieren geht bei der hellen und der roten Sorte gut: portionsweise in kleinen Dosen, maximal drei Monate, über Nacht im Kühlschrank auftauen und kräftig durchrühren, damit sich das Öl wieder verbindet. Die grüne Sorte friere ich nicht ein – die Kräuter werden beim Auftauen wässrig und geben dem Hummus einen grauen Ton.

Häufige Fragen

Muss ich getrocknete Kichererbsen nehmen?
Nein, für diese drei Sorten reichen zwei Dosen völlig, und nur so bleibt die Gesamtzeit bei 20 Minuten. Wenn du getrocknete verwendest, brauchst du 250 g, über Nacht eingeweicht und weich gekocht – sie sollten zwischen zwei Fingern mühelos zerdrückbar sein, sonst wird der Hummus körnig.
Mein Hummus ist bitter, woran liegt das?
Fast immer am Tahin. Dunkles Sesammus aus ungeschältem Sesam schmeckt deutlich herber, nimm helles. Auch zu viel roher Knoblauch kann kratzen – dann rühre einen weiteren Esslöffel Zitronensaft und eine Prise Salz unter, das fängt die Bitterkeit ab.
Bekomme ich die 300 g pro Sorte wirklich hin?
Ja, wenn du die Basis nach dem Mixen wiegst und auf drei Schüsseln zu je 280 g verteilst. Die Zusätze bringen pro Sorte rund 20 g mit: die Paprikamischung etwas mehr, das Kräuterpüree etwas weniger. Kleine Abweichungen gleichst du mit einem Löffel Basis oder einem Spritzer Wasser aus.
Vegane Hummus-Variationen: Drei Sorten aus einer Basis, je 300 g!
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