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Veganer Käsekuchen mit Seidentofu: 500 g Tofu, cremig ohne Quark!

Veganer Käsekuchen mit Seidentofu: 500 g Tofu, cremig ohne Quark!
Portionen 12 Stücke (Springform 24 cm)
Vorbereitung 20 Minuten
Garzeit 55 Minuten
Gesamt 1 Stunde 15 Minuten

Es gibt Tage, da möchtest du einen Kuchen auf dem Tisch stehen haben, der nach Sonntagnachmittag schmeckt, aber niemand am Tisch soll Quark, Sahne oder Ei essen müssen. Genau dafür habe ich diesen Käsekuchen so lange umgebaut, bis er ohne ein einziges tierisches Produkt auskommt und trotzdem diese dichte, kühle Cremigkeit hat, die man von einem guten Käsekuchen erwartet. Das Geheimnis steckt in 500 g Seidentofu, der sich im Mixer in wenigen Minuten in eine seidige Masse verwandelt.

Das Schöne daran: Du brauchst keine exotischen Zutaten. Seidentofu, ein Päckchen Vollkornkekse ohne Butter, Margarine, Zucker, Zitrone und Speisestärke — mehr steckt nicht drin. Der Kuchen wird nicht gerührt, sondern püriert, und das macht ihn narrensicher. Keine Gerinnungssorgen, kein Trennen von Eiern, kein Wasserbad. Nur ein Mixer, eine Springform und etwas Geduld beim Abkühlen.

Zutaten

  • 500 g Seidentofu (gut abgetropft, Zimmertemperatur)
  • 200 g Vollkornkekse (vegan, ohne Butter)
  • 90 g Margarine (geschmolzen)
  • 140 g Zucker
  • 45 g Speisestärke
  • 100 g Sojajoghurt natur
  • 3 EL Zitronensaft (frisch gepresst)
  • Abrieb von 1 unbehandelten Zitrone
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Hafersahne

Zubereitung

Schritt 1: Den Boden pressen

Heize den Ofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vor und lege den Boden einer 24-cm-Springform mit Backpapier aus. Zerbrösele die 200 g Kekse im Mixer oder in einem Gefrierbeutel mit dem Nudelholz zu feinem Sand. Misch die geschmolzene Margarine unter, bis die Brösel sich wie feuchter Strandsand anfühlen und zwischen den Fingern zusammenhalten. Drücke die Masse mit einem Glasboden fest in die Form, am Rand etwa zwei Finger hoch.

Schritt 2: Den Boden vorbacken

Schiebe die Form für 10 Minuten in den heißen Ofen. Der Boden soll nur trocknen und leicht duften, nicht bräunen. Dieser kurze Vorlauf ist wichtig, damit die feuchte Tofucreme ihn später nicht aufweicht. Nimm die Form heraus und stelle sie auf ein Gitter, während du die Füllung machst. Sie darf ruhig noch warm sein, wenn du die Creme daraufgießt.

Schritt 3: Die Creme pürieren

Gib die 500 g Seidentofu, den Zucker, die Speisestärke, den Sojajoghurt, Zitronensaft, Zitronenabrieb, Vanilleextrakt und die Prise Salz in den Mixer. Püriere alles zwei bis drei Minuten auf höchster Stufe, bis keinerlei Körnung mehr zu spüren ist — nimm einen Tropfen auf die Fingerkuppe und reibe ihn: Er muss glatt sein wie Pudding. Rühre zum Schluss die Hafersahne kurz unter.

Schritt 4: Füllen und backen

Gieße die Creme auf den vorgebackenen Boden und klopfe die Form zweimal sanft auf die Arbeitsplatte, damit Luftblasen aufsteigen. Backe den Kuchen 55 Minuten bei 170 °C. Er ist fertig, wenn der Rand fest steht und die Mitte auf einem Durchmesser von etwa fünf Zentimetern beim Anstoßen noch leicht wackelt. Diese weiche Mitte zieht beim Abkühlen nach und macht die Cremigkeit aus.

Schritt 5: Im Ofen abkühlen lassen

Schalte den Ofen aus, klemme einen Holzlöffel in die Tür und lass den Kuchen eine Stunde darin stehen. Dieser langsame Temperaturabfall verhindert die tiefen Risse quer über die Oberfläche. Danach fährst du mit einem dünnen Messer einmal am Rand entlang, löst aber den Ring noch nicht. Stelle den Kuchen für mindestens vier Stunden kalt, besser über Nacht.

Schritt 6: Lösen und anschneiden

Öffne den Springformring erst am kalten Kuchen, sonst reißt der Rand. Zum Schneiden tauchst du ein langes Messer in heißes Wasser, wischst es ab und ziehst es in einem Zug durch — vor jedem weiteren Stück wiederholen. So bleiben die Schnittflächen glatt und du siehst die feine, dichte Creme.

Omas Tipps

  • Seidentofu wirklich abtropfen lassen. Kippe ihn 15 Minuten vorher in ein Sieb und lass das Lagerwasser ablaufen. Bleibt es drin, wird die Creme zu dünn und der Kuchen setzt sich beim Abkühlen in der Mitte. Abtupfen mit Küchenpapier reicht nicht, gib ihm die Viertelstunde.
  • Nicht mit festem Tofu ersetzen. Naturtofu aus dem Block enthält viel weniger Wasser und deutlich mehr Struktur; er wird im Mixer körnig und schmeckt deutlich nach Sojabohne. Seidentofu ist hier keine Variante, sondern die Grundlage — er allein liefert diese puddingartige Bindung mit der Stärke.
  • Die Zitrone macht den Käsekuchen-Charakter. Ohne Quark fehlt die Säure, die man im Kopf mit Käsekuchen verbindet. Drei Esslöffel Saft plus der Abrieb einer ganzen Zitrone klingen viel, sind es aber nicht: Sie schieben den milden Tofugeschmack in den Hintergrund und lassen die Creme frisch wirken.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Im Kühlschrank hält sich der Kuchen 4 Tage. Decke ihn nicht mit Folie direkt auf der Oberfläche ab, sonst klebt sie an der Creme; stülpe lieber eine Kuchenhaube darüber oder spanne Folie über den geschlossenen Springformring. Am zweiten Tag ist er sogar noch etwas fester und lässt sich sauberer schneiden.

Einfrieren funktioniert gut, besser in einzelnen Stücken als am Stück. Wickle jedes Stück in Backpapier, dann in einen Gefrierbeutel, und friere bis zu 2 Monate ein. Zum Auftauen stellst du sie über Nacht in den Kühlschrank — bei Zimmertemperatur schwitzt die Oberfläche und der Keksboden wird weich.

Häufige Fragen

Warum ist meine Creme nach dem Backen noch flüssig?
Meist war der Seidentofu nicht abgetropft oder die Speisestärke wurde zu knapp bemessen. Die 45 g Stärke sind auf 500 g Tofu abgestimmt und binden erst vollständig beim Abkühlen. Gib dem Kuchen die vollen vier Stunden im Kühlschrank, bevor du urteilst — warm wirkt er immer zu weich.
Kann ich den Keksboden weglassen?
Ja, dann backst du die Creme in einer gefetteten Form als Auflauf-Variante und servierst sie mit dem Löffel. Die Backzeit verkürzt sich auf etwa 45 Minuten, weil keine Bröselschicht isoliert. Schneiden lässt sich das Ergebnis allerdings nicht, der Boden gibt dem Stück erst den Halt.
Schmeckt man den Tofu heraus?
Bei guter Qualität und ausreichend Zitrone kaum. Wichtig ist, dass du den Seidentofu lange genug pürierst: Eine noch körnige Masse gibt den Sojageschmack viel deutlicher ab als eine völlig glatte. Vanilleextrakt und die Prise Salz runden zusätzlich ab.
Veganer Käsekuchen mit Seidentofu: 500 g Tofu, cremig ohne Quark!
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