Vegane Waffeln mit Apfelmus: Acht Stück, knusprig ohne Milch und Ei!
Waffeln gehören zu den Dingen, die ich aus dem Kopf backe. Das Eisen wird heiß, währenddessen rühre ich den Teig, und wenn die erste Waffel herauskommt, steht schon jemand in der Kuechentuer. Früher kamen drei Eier und viel Butter hinein. Heute mache ich sie ohne beides, und ehrlich gesagt vermisst hier niemand etwas.
Der Trick steckt im Apfelmus. Es bringt Feuchtigkeit und ein wenig Bindung, genau das, was sonst das Ei übernimmt, und gibt dem Teig eine milde Fruchtnote. Damit die Waffeln trotzdem knusprig werden und nicht weich und schwer, kommt Speisestärke dazu und der Teig darf kurz ruhen. Aus dieser Menge werden acht Waffeln, gebacken in einem herkoemmlichen Herzwaffeleisen.
Zutaten
- 250 g Weizenmehl Type 405
- 40 g Speisestärke
- 2 TL Backpulver
- 60 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 TL gemahlener Zimt
- 200 g ungesüßtes Apfelmus
- 280 ml Haferdrink, ungesüßt
- 80 g pflanzliche Margarine, geschmolzen
- 1 TL Vanilleextrakt
- 2 TL Oel zum Einfetten des Eisens
- 1 Apfel zum Anrichten
Zubereitung
Schritt 1: Trockenes mischen
Gib die 250 g Mehl, 40 g Speisestärke, 2 TL Backpulver, 60 g Zucker, die Prise Salz und den Teelöffel Zimt in eine große Schüssel und verrühre alles mit dem Schneebesen. Das eine Minute Rühren ersetzt das Sieben und verteilt das Backpulver gleichmäßig. Klumpiges Backpulver zeigt sich später als bittere Stelle in einer einzelnen Waffel.
Schritt 2: Flüssiges verrühren
Schmelze die 80 g Margarine bei kleiner Hitze und lass sie kurz abkühlen, sie soll nur handwarm sein. Verrühre sie in einer zweiten Schüssel mit den 200 g Apfelmus, den 280 ml Haferdrink und dem Teelöffel Vanilleextrakt. Ist das Apfelmus stückig, drücke es vorher durch ein Sieb oder puerriere es kurz. Heiße Margarine würde den Teig verkleistern.
Schritt 3: Teig zusammenfügen und ruhen lassen
Gieße die flüssige Mischung auf die Mehlmischung und rühre nur so lange, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist, etwa 20 Sekunden. Kleine Klumpen dürfen bleiben. Decke die Schüssel ab und lass den Teig zehn Minuten stehen. In dieser Zeit quillt das Mehl, die Stärke zieht Flüssigkeit und der Teig wird deutlich dickflüssiger, fast wie Pfannkuchenteig mit Stand.
Schritt 4: Waffeln backen
Heize das Waffeleisen auf mittlerer bis hoher Stufe vor und fette es beim ersten Mal mit etwas Oel auf einem Küchenpapier ein. Gib pro Waffel eine gut gefüllte Suppenkelle Teig in die Mitte und schließe den Deckel sofort. Backe drei bis vier Minuten, bis kaum noch Dampf entweicht und die Waffel goldbraun ist. Zu früh geöffnet reißt sie, also warte lieber 20 Sekunden länger.
Schritt 5: Auskühlen und anrichten
Lege die fertigen Waffeln einzeln auf ein Kuchengitter, nicht gestapelt auf einen Teller. Aufeinander liegend fängt der Dampf sie ein und die knusprige Oberfläche wird innerhalb weniger Minuten weich. Backe so alle acht Waffeln. Schneide den Apfel in dünne Spalten und reiche den Rest Apfelmus dazu.
Omas Tipps
- Apfelmus ungesüßt kaufen. Gesuesstes Apfelmus bringt schnell 20 g Zucker zusätzlich mit, dann bräunen die Waffeln zu schnell und bleiben innen feucht. Nimmst du doch gesuesstes, reduziere den Zucker im Teig von 60 g auf 40 g.
- Die erste Waffel ist die Probe. An ihr siehst du, ob die Kelle Teig die Form genau füllt. Läuft der Teig über, nimm beim Rest etwas weniger; bleiben die Spitzen leer, gib einen Löffel mehr dazu. So kommst du sicher auf acht gleich große Stück.
- Stärke statt Ei für den Knusper. Die 40 g Speisestärke sind hier kein Füllstoff, sondern der Grund für die knusprige Außenseite. Lässt du sie weg und nimmst nur Mehl, werden die Waffeln weicher und erinnern eher an Pfannkuchen.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Vollständig ausgekühlt halten sich die Waffeln zwei Tage bei Zimmertemperatur in einer Dose, zwischen die Lagen legst du Backpapier. Im Kühlschrank werden sie zäh, darum gehören sie dort nicht hin. Zum Auffrischen legst du sie zwei Minuten in den Toaster oder bei 180 Grad Ober- und Unterhitze fünf Minuten in den Ofen, dann sind sie wieder knusprig.
Einfrieren klappt gut. Lege die Waffeln flach in einen Gefrierbeutel, mit Backpapier dazwischen, und friere sie bis zu drei Monate ein. Sie kommen gefroren direkt in den Toaster, ohne Auftauen. Der rohe Teig lässt sich dagegen nicht einfrieren, weil das Backpulver seine Wirkung verliert.
Häufige Fragen
- Kann ich einen anderen Pflanzendrink nehmen?
- Ja, Soja- und Mandeldrink funktionieren genauso. Sojadrink macht die Waffeln etwas kräftiger im Biss, Mandeldrink lässt sie feiner werden. Achte nur darauf, dass der Drink ungesüßt ist, sonst wird die Waffel zusammen mit dem Apfelmus zu süß.
- Warum kleben meine Waffeln am Eisen?
- Meist war das Eisen noch nicht heiß genug oder beim ersten Durchgang nicht eingefettet. Warte, bis die Kontrolllampe wirklich Betriebstemperatur meldet, und wische das Eisen vor der ersten Waffel mit geoeltem Küchenpapier aus. Ab der zweiten Waffel reicht das Fett aus dem Teig.
- Kann ich das Apfelmus weglassen?
- Dann fehlt dem Teig die Bindung, die sonst das Ei liefert, und die Waffeln zerbröseln beim Herausnehmen. Ersetze die 200 g Apfelmus notfalls durch 200 g fein gerieben und ausgedrückte Banane oder durch dieselbe Menge Sojajoghurt, der Geschmack ändert sich dabei allerdings deutlich.

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