Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

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Vegane Pfannkuchen ohne Ei: Acht Stück, locker mit Mineralwasser gebacken!

Vegane Pfannkuchen ohne Ei: Acht Stück, locker mit Mineralwasser gebacken!
Portionen 8 Pfannkuchen (für 4 Personen)
Vorbereitung 10 Minuten
Garzeit 20 Minuten
Gesamt 40 Minuten

Pfannkuchen ohne Ei klingen für viele erst einmal nach Verzicht. Bei mir war es umgekehrt: Als eines Morgens schlicht keine Eier im Haus waren und am Tisch trotzdem Hunger herrschte, habe ich den Teig mit Mineralwasser angerührt und war überrascht, wie locker die Dinger aus der Pfanne kamen. Seitdem mache ich sie nicht mehr anders.

Der Trick steckt in der Kohlensäure. Sie zieht kleine Bläschen in den Teig und ersetzt genau das, was sonst das Ei an Auflockerung beisteuert. Wichtig ist nur, dass das Wasser frisch geöffnet und richtig spritzig ist und dass du den Teig nicht totrührst. Aus dieser Menge bekommst du acht Pfannkuchen mit einem Durchmesser von etwa 20 Zentimetern, goldbraun gefleckt und weich genug, um sie zu rollen.

Zutaten

  • 250 g Weizenmehl Type 405
  • 2 EL Zucker
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 200 ml Hafermilch, ungesüßt
  • 250 ml Mineralwasser mit viel Kohlensäure, frisch geöffnet
  • 3 EL neutrales Öl (Raps- oder Sonnenblumenöl) für den Teig
  • 1 TL Vanillezucker
  • Margarine oder Öl zum Ausbacken
  • Puderzucker, Apfelmus oder Fruchtaufstrich zum Servieren

Zubereitung

Schritt 1: Trockene Zutaten mischen

Gib das Mehl, den Zucker, das Backpulver, den Vanillezucker und die Prise Salz in eine große Schüssel und verrühre alles kurz mit dem Schneebesen. Diese trockene Vormischung ist wichtiger, als sie aussieht: Wird das Backpulver erst später eingerührt, verteilt es sich ungleichmäßig und einzelne Pfannkuchen gehen stärker auf als andere. Drücke Mehlklümpchen dabei mit dem Schneebesen an der Schüsselwand auseinander.

Schritt 2: Hafermilch und Öl einrühren

Gieße die 200 ml Hafermilch und die 3 EL Öl in die Mitte der Mehlmischung und rühre von innen nach außen, bis ein dicker, zäher Teig entsteht. Er sieht in diesem Moment noch viel zu fest aus, das ist richtig so. Rühre nur, bis keine trockenen Mehlnester mehr zu sehen sind. Je länger du schlägst, desto zäher wird der Teig später, kleine Unebenheiten darfst du stehen lassen.

Schritt 3: Mineralwasser unterheben und ruhen lassen

Öffne die Flasche Mineralwasser erst jetzt und gieße die 250 ml in zwei Portionen dazu. Hebe sie mit dem Schneebesen locker unter, ohne zu schlagen, damit möglichst viel Kohlensäure im Teig bleibt. Der Teig soll nun dickflüssig vom Löffel reißen, etwa wie flüssiger Joghurt. Lass ihn zugedeckt zehn Minuten stehen, damit das Mehl quillt und die Pfannkuchen beim Wenden nicht reißen.

Schritt 4: Erster Pfannkuchen als Probe

Erhitze eine beschichtete Pfanne von 20 bis 24 Zentimetern bei mittlerer Hitze und lass einen halben Teelöffel Margarine darin zergehen. Gib eine gute Kelle Teig hinein, etwa 80 ml, und schwenke die Pfanne einmal im Kreis. Der erste Pfannkuchen ist immer der Testlauf: Bräunt er zu schnell, drehe die Hitze herunter. Bleibt er blass und saugt Fett, dreh sie hoch.

Schritt 5: Backen und wenden

Backe jeden Pfannkuchen etwa 2 Minuten auf der ersten Seite. Er ist bereit zum Wenden, wenn die Oberfläche matt geworden ist, sich am Rand kleine Bläschen geöffnet haben und sich die Kante mit dem Pfannenwender leicht anheben lässt. Wende ihn mit einer schnellen Bewegung und backe ihn noch etwa 1 Minute weiter, bis auch die zweite Seite goldbraun gefleckt ist. So verfährst du, bis alle acht Stück fertig sind.

Schritt 6: Warm halten und servieren

Stapele die fertigen Pfannkuchen auf einem Teller und decke sie mit einem zweiten Teller ab, dann bleiben sie weich und warm. Ein Backofen bei 60 °C tut es auch, allerdings trocknen die Ränder dort nach zwanzig Minuten aus. Serviere sie mit Puderzucker, Apfelmus oder Fruchtaufstrich. Wer es herzhaft mag, lässt den Zucker und den Vanillezucker im Teig einfach weg und füllt sie mit gedünstetem Gemüse.

Omas Tipps

  • Die Flasche erst am Teig öffnen. Mineralwasser, das schon eine Stunde offen stand, hat den größten Teil seiner Kohlensäure verloren und die Pfannkuchen werden flach und ledrig. Nimm eine frische kleine Flasche und gieße direkt in die Schüssel. Der Rest schmeckt beim Frühstück.
  • Nur hauchdünn fetten. Ohne Ei nimmt der Teig Fett schneller auf, in einer schwimmend gefetteten Pfanne werden die Pfannkuchen außen speckig. Ein halber Teelöffel Margarine pro Stück reicht, verteile ihn mit einem Stück Küchenpapier gleichmäßig in der Pfanne.
  • Den Teig nicht länger als eine halbe Stunde stehen lassen. Backpulver und Kohlensäure arbeiten sofort, nach dreißig Minuten ist die Wirkung verpufft und die letzten Pfannkuchen bleiben dichter als die ersten. Backe deshalb alle acht zügig hintereinander aus.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Übrige Pfannkuchen halten sich im Kühlschrank 2 Tage. Stapele sie erst, wenn sie ganz abgekühlt sind, lege zwischen die einzelnen Stücke ein Stück Backpapier und packe den Stapel in eine gut schließende Dose. So kleben sie nicht zusammen und ziehen keinen Kühlschrankgeruch. Zum Aufwärmen genügt eine Minute pro Seite in der trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze.

Einfrieren funktioniert hier gut, weil kein Ei im Teig ist, das beim Auftauen gummig wird. Gib die abgekühlten Pfannkuchen mit Backpapier dazwischen in einen Gefrierbeutel, drücke die Luft heraus und friere sie bis zu 2 Monate ein. Du kannst sie einzeln entnehmen und direkt gefroren in der Pfanne auftauen.

Häufige Fragen

Kann ich statt Hafermilch eine andere Pflanzenmilch nehmen?
Ja, Sojamilch und Mandelmilch funktionieren beide. Sojamilch macht den Teig etwas stabiler, Mandelmilch schmeckt feiner und leicht nussig. Achte nur darauf, eine ungesüßte Variante zu nehmen, sonst bräunen die Pfannkuchen durch den zusätzlichen Zucker zu schnell.
Warum reißen meine Pfannkuchen beim Wenden?
Meistens waren sie noch zu feucht oben oder die Pfanne war zu kalt. Warte, bis die Oberfläche komplett matt ist und sich der Rand mit dem Wender ohne Widerstand lösen lässt. Hilft das nicht, rühre einen Esslöffel Mehl mehr in den Teig, dann hält er besser zusammen.
Werden aus der Menge wirklich acht Stück?
Mit einer Kelle von etwa 80 ml Teig pro Pfannkuchen und einer Pfanne von 20 bis 24 Zentimetern kommst du auf genau acht. Nimmst du eine größere Pfanne und gießt dicker auf, werden es entsprechend fünf oder sechs, die dafür länger brauchen. Für dünne, rollbare Pfannkuchen bleib bei der kleineren Kelle.
Vegane Pfannkuchen ohne Ei: Acht Stück, locker mit Mineralwasser gebacken!
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