Thermomix Hackfleischsoße mit Gemüse: Versteckt fünf Gemüsesorten für Kinder!
Es gibt diese Phase, in der ein Kind alles Grüne, alles Orange und alles mit sichtbarer Struktur vom Teller schiebt. Bei meinem Enkel dauerte sie zwei Jahre. Was er nie beanstandet hat, war die rote Soße zu den Nudeln – und genau darin verschwindet seither das Gemüse, das er sonst nie angerührt hätte. Fünf Sorten sind es: Karotte, Zucchini, Paprika, Sellerie und Champignons.
Der Trick ist nicht Verstecken im Sinne von Schummeln, sondern die Zerkleinerung. Der Mixtopf mahlt das Gemüse so fein, dass es beim langen Köcheln vollständig in der Tomatensoße aufgeht und ihr nur Körper und eine leichte Süße gibt. Es bleibt keine Zucchinischeibe übrig, die man aussortieren könnte. Ich erzähle inzwischen offen, was drin ist – gegessen wird es trotzdem. Mit jedem anderen Küchengerät mit Heizfunktion und rührendem Mixwerk funktioniert das Rezept genauso.
Zutaten
- 500 g gemischtes Hackfleisch
- 100 g Karotte, geschält und in Stücken
- 100 g Zucchini, ungeschält, in Stücken
- 100 g rote Paprika, entkernt
- 80 g Knollensellerie, geschält
- 100 g braune Champignons, geputzt
- 80 g Zwiebel, halbiert
- 2 Knoblauchzehen
- 30 g Olivenöl
- 700 g passierte Tomaten
- 50 g Tomatenmark
- 150 g Wasser
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 TL Salz
- 1/2 TL schwarzer Pfeffer
- 1 TL Zucker
- 1 Lorbeerblatt
Zubereitung
Schritt 1: Zwiebel und Knoblauch zerkleinern
Zwiebel und Knoblauch in den Mixtopf geben und 5 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern. Mit dem Spatel nach unten schieben. Olivenöl zufügen und 3 Minuten bei 120 Grad auf Stufe 1 andünsten. Die Zwiebel soll glasig werden und leicht duften, aber keine Farbe nehmen – sobald es nach Röstaroma riecht, ist es zu weit. Diese kurze Zeit legt die Basis für den Geschmack der ganzen Soße.
Schritt 2: Die fünf Gemüsesorten fein mahlen
Karotte, Zucchini, Paprika, Sellerie und Champignons in den Topf geben. Zerkleinere 10 Sekunden auf Stufe 6, schiebe nach unten und wiederhole 5 Sekunden auf Stufe 6. Jetzt darf es wirklich fein sein, fast wie grober Grieß – das ist der entscheidende Schritt. Halte kurz inne und schau in den Topf: Sind noch erkennbare Paprikastücke dabei, geht es später nicht mehr weg. Lieber jetzt fünf Sekunden mehr.
Schritt 3: Gemüse entwässern
Dünste die Masse 5 Minuten bei 120 Grad auf Stufe 1 an. Zucchini und Champignons geben viel Wasser ab, das hier verdampft – sonst wird die Soße dünn und schmeckt wässrig. Setze den Messbecher schräg auf oder lass ihn weg, damit der Dampf entweichen kann. Am Ende ist die Masse deutlich dunkler und riecht nicht mehr roh.
Schritt 4: Hackfleisch anbraten
Gib die 500 g Hackfleisch in Portionen dazu und gare 6 Minuten bei 120 Grad auf Stufe 1 im Linkslauf. Der Linkslauf ist wichtig, damit die Messer das Fleisch schieben und nicht zu Brei häckseln. Nach der Hälfte der Zeit einmal mit dem Spatel durchziehen, damit keine Klumpen bleiben. Das Hack soll durchgehend grau sein, ohne rosa Stellen.
Schritt 5: 30 Minuten köcheln
Passierte Tomaten, Tomatenmark, Wasser, Oregano, Salz, Pfeffer, Zucker und das Lorbeerblatt zugeben. Setze den Gareinsatz statt des Messbechers auf und koche 30 Minuten bei 100 Grad auf Stufe 1 im Linkslauf. In dieser Zeit verschwindet das Gemüse endgültig, die Soße wird tief rot, glänzend und sämig. Zum Schluss Lorbeerblatt herausnehmen und abschmecken.
Omas Tipps
- Der Teelöffel Zucker ist kein Luxus. Paprika und Sellerie bringen eine leicht herbe Note mit, dazu die Säure der passierten Tomaten. Der Zucker rundet genau das ab und macht die Soße für Kinderzungen erst rund. Schmeckt sie am Ende noch scharfkantig sauer, gib einen halben Teelöffel mehr dazu.
- Champignons sind der heimliche Fleischgeschmack. Sie bringen die herzhafte Tiefe, die sonst mehr Hackfleisch bräuchte. Wer sie weglässt, sollte dafür 20 g Tomatenmark mehr nehmen, sonst wirkt die Soße flach. Braune Champignons sind kräftiger als weiße.
- Bei sehr misstrauischen Kindern: Soße pürieren. Falls doch noch ein Gemüsepünktchen entdeckt wird, mixe die fertige Soße 10 Sekunden auf Stufe 6. Das Hackfleisch wird dabei feiner, die Soße aber vollkommen einheitlich. Ab dem zweiten oder dritten Mal kannst du das meist weglassen.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
In einer verschlossenen Dose hält die Soße im Kühlschrank drei Tage. Lass sie vorher auf Zimmertemperatur abkühlen und decke sie dann luftdicht ab, damit sie keinen Kühlschrankgeruch annimmt. Am zweiten Tag schmeckt sie sogar runder, weil Oregano und Knoblauch durchgezogen sind. Beim Aufwärmen im Topf einen Schuss Wasser zugeben, sie zieht über Nacht nach.
Einfrieren klappt hervorragend und ist bei dieser Menge fast Pflicht. Portioniere sie in Gefrierbeutel oder Dosen zu je zwei Portionen, dann hast du an einem hektischen Tag in zehn Minuten Essen auf dem Tisch. Im Gefrierfach hält sie drei Monate. Lass sie über Nacht im Kühlschrank auftauen und erhitze sie langsam – das fein zerkleinerte Gemüse verträgt kein hartes Aufkochen.
Häufige Fragen
- Schmeckt man die fünf Gemüsesorten wirklich nicht heraus?
- Einzeln nicht, wenn du sie fein genug zerkleinerst und die 30 Minuten einhältst. Was man merkt, ist eine mildere, leicht süßliche Soße statt einer rein tomatigen. Die Paprika ist die auffälligste Sorte – bei besonders empfindlichen Essern nimmst du beim ersten Mal nur 50 g davon.
- Geht das Rezept auch mit reinem Rinderhack oder Geflügel?
- Ja, beides funktioniert. Reines Rinderhack wird kräftiger und etwas trockener, gib dann 30 g Wasser mehr dazu. Putenhack ist milder und braucht eine Minute weniger bei 120 Grad, sonst wird es faserig. Die Gemüsemengen bleiben in beiden Fällen gleich.
- Kann ich die Soße direkt mit Nudeln im Gerät fertig machen?
- Besser nicht – Nudeln brauchen viel freies Wasser und würden im dichten Soßentopf ungleichmäßig garen. Koche sie parallel im Topf. Die letzten zwei Minuten kannst du die abgetropften Nudeln unter die fertige Soße heben, dann nimmt sie die Soße gut an.

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