Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

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Vegane Linsensuppe mit Wurzelgemüse: Sättigt wie bei Oma, ganz ohne Speck!

Vegane Linsensuppe mit Wurzelgemüse: Sättigt wie bei Oma, ganz ohne Speck!
Portionen 4 tiefe Teller
Vorbereitung 15 Minuten
Garzeit 40 Minuten
Gesamt 55 Minuten

Es gibt Tage, an denen ich nichts Aufwendiges kochen mag, aber trotzdem etwas möchte, das richtig satt macht. Dann greife ich zum Beutel mit braunen Linsen und zum Wurzelgemüse aus der Gemüsekiste. Früher kam bei uns immer ein Stück Speck in den Topf, und viele glauben bis heute, ohne ihn schmecke eine Linsensuppe fad. Ich sage dir: Das stimmt nicht. Was die Suppe wirklich trägt, sind gut angeröstetes Wurzelgemüse, Lorbeer, Majoran und ein Schuss Essig am Schluss.

Diese Suppe ist komplett pflanzlich, kommt ohne Speck, ohne Butter und ohne Brühe mit tierischen Zutaten aus. Sie braucht einen einzigen großen Topf, ein Brett und ein Messer. Braune Linsen musst du nicht einweichen, sie werden in gut einer halben Stunde weich. Der Rest ist Schnippeln und Warten, und am nächsten Tag schmeckt sie fast noch besser.

Zutaten

  • 250 g braune Linsen (Tellerlinsen), ungeschält
  • 2 mittelgroße Karotten (ca. 200 g)
  • 1 Pastinake (ca. 150 g)
  • 150 g Knollensellerie
  • 1 Stange Lauch (ca. 150 g)
  • 2 mittelgroße festkochende Kartoffeln (ca. 250 g)
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Rapsöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1,2 l Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 2 EL Apfelessig
  • 4 EL Hafersahne
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1/2 Bund glatte Petersilie

Zubereitung

Schritt 1: Gemüse vorbereiten

Wasche die Linsen in einem Sieb unter kaltem Wasser, bis das Wasser klar abläuft, und lass sie abtropfen. Schäle Karotten, Pastinake und Sellerie und schneide alles in etwa einen Zentimeter große Würfel. Die Kartoffeln schälst du und würfelst sie ebenso groß. Den Lauch längs aufschneiden, gründlich waschen und in schmale Ringe schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Leg alles getrennt bereit, dann geht das Anbraten in Ruhe.

Schritt 2: Röstaromen aufbauen

Erhitze das Rapsöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Gib Zwiebel und Lauch hinein und brate sie unter Rühren fünf Minuten, bis sie glasig sind und leicht duften. Nun kommen Karotten, Pastinake und Sellerie dazu. Brate das Gemüse weitere sechs bis acht Minuten, bis die Würfel an den Kanten goldbraun werden. Das ist der Schritt, der die Suppe ohne Speck kräftig macht, also nimm dir die Zeit dafür.

Schritt 3: Tomatenmark und Gewürze

Schiebe das Gemüse an den Rand, gib Tomatenmark und Knoblauch in die freie Stelle und röste beides eine Minute mit, bis das Mark seine grelle Farbe verliert und dunkler wird. Rühre das geräucherte Paprikapulver unter, es sorgt für die rauchige Note, die sonst vom Speck kam. Achte darauf, dass nichts anbrennt, sonst wird die Suppe bitter. Alles gut vermengen.

Schritt 4: Linsen und Brühe zugeben

Gib die abgetropften Linsen, die Kartoffelwürfel, die Lorbeerblätter und den Majoran in den Topf und gieße die 1,2 Liter Gemüsebrühe an. Rühre einmal vom Boden auf, damit sich alle Röststoffe lösen. Bring die Suppe zum Kochen und stell die Hitze dann sofort klein. Lass sie halb zugedeckt bei leisem Simmern 30 bis 35 Minuten ziehen und rühre alle zehn Minuten um.

Schritt 5: Abschmecken

Die Suppe ist fertig, wenn die Linsen weich sind, aber noch Form haben, und die Kartoffeln sich mit der Gabel leicht zerdrücken lassen. Fisch die Lorbeerblätter heraus. Drücke ein paar Kartoffelwürfel am Topfrand zerdrückt hinein, so wird die Suppe von selbst sämig. Jetzt kommen Apfelessig, Salz und Pfeffer dazu. Der Essig ist kein Schnickschnack, er hebt den ganzen Geschmack an, schmecke also nach jedem Löffel nach.

Schritt 6: Anrichten

Rühre die Hafersahne unter oder gib sie erst auf den Tellern als Spirale obendrauf. Hacke die Petersilie grob und streue sie über die Suppe. Wenn dir der Eintopf zu dick geworden ist, streck ihn mit einem Schluck heißem Wasser. Serviere ihn mit kräftigem Bauernbrot, das die Brühe gut aufnimmt.

Omas Tipps

  • Salz erst am Ende. Salzt du die Linsen gleich zu Beginn mit, bleiben sie leicht störrisch und brauchen deutlich länger. Ich salze deshalb erst, wenn die Linsen weich sind, und nutze vorher nur die Gemüsebrühe als Grundwürze. So stimmt am Schluss auch die Menge.
  • Sellerie nicht weglassen. Knollensellerie bringt die herbe Tiefe, die ohne Speck sonst fehlt. Bekommst du keine Knolle, nimm zwei Stangen Staudensellerie und gib sie zusammen mit den Karotten in den Topf. Ganz ohne Sellerie schmeckt die Suppe deutlich flacher.
  • Hafersahne erst vom Herd. Gib die Hafersahne nie in die kochende Suppe, sie kann sonst flockig aussehen. Nimm den Topf vom Herd, warte eine Minute und rühre sie dann unter. Alternativ tut es auch ungesüßte Sojasahne oder ein Löffel Sojajoghurt pro Teller.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Die Linsensuppe hält sich im Kühlschrank drei bis vier Tage. Lass sie erst offen auf Zimmertemperatur abkühlen, fülle sie dann in ein sauberes Glas oder eine Dose mit dichtem Deckel und stelle sie kalt. Beim Aufwärmen wird sie fester, weil die Linsen nachquellen, also gib einen guten Schluck Wasser oder Brühe dazu und erwärme sie langsam bei mittlerer Hitze unter Rühren.

Einfrieren klappt sehr gut, drei Monate sind kein Problem. Friere sie portionsweise ein und lass oben zwei Finger breit Platz im Behälter. Nur die Kartoffelwürfel werden nach dem Auftauen etwas mürber, das stört im Eintopf aber kaum. Wenn dich das doch stört, koche die Suppe ohne Kartoffeln ein und gib frisch gekochte Würfel erst beim Aufwärmen dazu.

Häufige Fragen

Muss ich braune Linsen vorher einweichen?
Nein, Tellerlinsen brauchen kein Einweichen und sind in 30 bis 35 Minuten weich. Spüle sie nur gründlich ab und lies sie kurz durch, ab und zu versteckt sich ein kleines Steinchen darin. Rote Linsen eignen sich hier nicht, sie zerfallen in gut zehn Minuten zu Brei.
Womit ersetze ich das geräucherte Paprikapulver?
Ein halber Teelöffel mildes Paprikapulver plus ein paar Tropfen Raucharoma bringen eine ähnliche Note. Auch zwei fein gehackte getrocknete Tomaten, die du mit dem Tomatenmark anröstest, geben der Brühe Tiefe. Ohne Ersatz schmeckt die Suppe milder, aber keinesfalls langweilig.
Kann ich das Wurzelgemüse austauschen?
Ja, Petersilienwurzel, Steckrübe oder Kohlrabi passen ebenso gut, halte dich einfach an die Gesamtmenge von rund 500 Gramm Wurzelgemüse. Schneide alles gleich groß, damit die Würfel gleichzeitig gar werden. Rote Bete würde ich weglassen, sie färbt die ganze Suppe pink.
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