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Vegane Buletten aus roten Linsen: 250 g Linsen, acht Stück, ohne Ei gebunden!

Vegane Buletten aus roten Linsen: 250 g Linsen, acht Stück, ohne Ei gebunden!
Portionen 8 Buletten (2 bis 4 Portionen)
Vorbereitung 15 Minuten
Garzeit 25 Minuten
Gesamt 55 Minuten

Buletten gehören für mich zu den Gerichten, die man aus dem Handgelenk macht: eine Schüssel, die Hände hinein, formen, braten, fertig. Als ich anfing, ohne tierische Zutaten zu kochen, war genau das die Hürde. Ohne Ei fiel alles auseinander, was ich in die Pfanne legte. Rote Linsen haben das Problem gelöst, denn sie zerfallen beim Kochen zu einem dicken Brei, der von selbst klebt.

Aus 250 g roten Linsen werden bei mir acht Buletten, also zwei kräftige Portionen oder vier kleinere mit Beilage. Gebunden wird ausschließlich mit Haferflocken und der Linsenstärke, kein Ei, kein Ei-Ersatzpulver. Außen bekommen sie in der Pfanne eine feste, dunkle Kruste, innen bleiben sie weich und würzig. Dazu passt ein Klecks Sojajoghurt mit Senf oder schlicht Kartoffelsalat.

Zutaten

  • 250 g rote Linsen
  • 500 ml Wasser
  • 1 große Zwiebel (ca. 120 g), sehr fein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 80 g zarte Haferflocken
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1,5 TL Salz
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 3 EL Rapsöl zum Braten
  • 2 EL glatte Petersilie, gehackt

Zubereitung

Schritt 1: Linsen weich kochen

Spüle die roten Linsen in einem Sieb kalt ab, bis das Wasser klar durchläuft. Gib sie mit 500 ml Wasser in einen Topf, bringe alles zum Kochen und stelle die Hitze klein. Nach 12 bis 14 Minuten sind die Linsen zerfallen und das Wasser fast vollständig aufgesogen. Die Masse soll dick sein wie ein fester Brei, nicht suppig, sonst lassen sich später keine Buletten formen.

Schritt 2: Zwiebel und Knoblauch anschwitzen

Erhitze 1 EL Rapsöl in einer Pfanne und gib die sehr fein gewürfelte Zwiebel hinein. Brate sie bei mittlerer Hitze 5 Minuten, bis sie glasig ist und an den Rändern leicht goldet. Der Knoblauch kommt erst in der letzten Minute dazu, sonst wird er bitter. Nimm die Pfanne vom Herd und lass die Mischung kurz abkühlen, damit sie die Linsenmasse nicht zusätzlich erhitzt.

Schritt 3: Masse anrühren und quellen lassen

Gib die warmen Linsen in eine große Schüssel und rühre Zwiebeln, Knoblauch, Haferflocken, Semmelbrösel, Senf, Paprikapulver, Majoran, Salz und Pfeffer unter. Arbeite mit einem kräftigen Löffel, bis alles gleichmäßig verteilt ist. Dann 15 Minuten stehen lassen: Die Haferflocken ziehen die restliche Feuchtigkeit und binden die Masse. Danach lässt sie sich mit feuchten Händen formen, ohne zu kleben.

Schritt 4: Acht Buletten formen

Teile die Masse mit dem Löffel grob in acht gleiche Häufchen, damit am Ende wirklich acht Stück herauskommen. Feuchte deine Hände an, rolle jedes Häufchen zu einer Kugel und drücke sie zu einer Bulette von etwa 2 cm Höhe und 8 cm Durchmesser. Glätte die Ränder mit den Fingern, denn ausgefranste Kanten brechen beim Wenden zuerst ab. Lege sie auf ein Brett nebeneinander.

Schritt 5: Knusprig braten

Erhitze die restlichen 2 EL Öl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze. Lege höchstens vier Buletten hinein, sonst kühlt die Pfanne ab. Brate sie 5 bis 6 Minuten, ohne sie zu bewegen, bis sich eine feste braune Kruste gebildet hat. Wende sie mit zwei Pfannenwendern und brate die zweite Seite ebenso lange. Dann die restlichen vier braten und zum Schluss mit Petersilie bestreuen.

Omas Tipps

  • Nicht zu früh wenden. Rote Linsen halten erst zusammen, wenn die Kruste fest ist. Lässt sich die Bulette nach fünf Minuten nicht ohne Widerstand lösen, warte noch eine Minute, statt sie mit Gewalt anzuheben.
  • Zwiebelwürfel klein schneiden. Grobe Stücke bleiben in der Masse hart und brechen die Bulette beim Braten auseinander. Schneide die Zwiebel so fein, dass die Würfel kaum größer sind als eine Linse, dann verschwinden sie in der Masse.
  • Masse zu weich? Haferflocken nachlegen. Wenn die Linsen mehr Wasser behalten haben, rühre löffelweise zarte Haferflocken ein und warte jeweils 5 Minuten. Mehl würde die Buletten trocken und mehlig machen, Haferflocken halten sie saftig.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Gebratene Buletten halten sich 3 Tage im Kühlschrank. Lass sie erst vollständig abkühlen und lege sie dann nebeneinander in eine flache Dose, zwischen die Lagen ein Stück Küchenpapier gegen Kondenswasser. Ein Deckel ist besser als Folie, weil die Buletten sonst zusammendrücken. Zum Aufwärmen 3 Minuten pro Seite in der trockenen Pfanne, so wird die Kruste wieder fest.

Einfrieren klappt gut, und zwar gebraten und abgekühlt. Lege sie einzeln auf ein Blech, friere sie 2 Stunden vor und fülle sie dann in einen Beutel; so kleben sie nicht zusammen. Bis zu 3 Monate halten sie sich. Backe sie direkt gefroren bei 180 °C Ober-/Unterhitze 20 Minuten im Ofen, dann bleiben sie innen saftig statt matschig.

Häufige Fragen

Kann ich braune oder grüne Linsen nehmen?
Für dieses Rezept nicht, denn braune und grüne Linsen behalten beim Kochen ihre Form und geben keine bindende Stärke ab. Ohne Ei fällt die Masse dann auseinander. Rote Linsen sind geschält und zerfallen zu Brei, genau das hält die acht Buletten zusammen.
Gehen die Buletten auch im Ofen?
Ja. Lege sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech, bestreiche sie dünn mit Öl und backe sie bei 200 °C Ober-/Unterhitze 25 Minuten, nach 15 Minuten einmal wenden. Sie werden gleichmäßiger gar, bekommen aber eine hellere, weniger knusprige Kruste als in der Pfanne.
Womit ersetze ich die Semmelbrösel bei Glutenverzicht?
Nimm 2 EL gemahlene Haferflocken aus glutenfreier Herstellung oder 1 EL Kartoffelstärke. Beide saugen ähnlich viel Feuchtigkeit auf. Bei Kartoffelstärke wird die Masse etwas klebriger, deshalb die Hände beim Formen häufiger anfeuchten.
Vegane Buletten aus roten Linsen: 250 g Linsen, acht Stück, ohne Ei gebunden!
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