Tränenkuchen – Die häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest!
Tränenkuchen heißt er, weil sich beim Abkühlen kleine Zuckertropfen auf der Baiserhaube bilden, das gehört so und ist kein Fehler. Unten ein dünner Knetteig, darüber eine flüssige Quarkmasse mit Puddingpulver, Sahne, Milch und Öl, die in siebzig Minuten fest wird. Erst danach kommt der Eischnee für zehn Minuten obendrauf. Ich backe ihn, wenn viele Gäste kommen, 26 Zentimeter reichen weit.
Zutaten
Für den Teig:
- 200 g Mehl
- 100 g Zucker
- 70 g Butter
- 1 Ei
- 1 TL Backpulver
Für den Belag:
- 500 g Quark
- 150 g Zucker
- 1 Pck Vanillezucker
- 1 Pck Vanillepuddingpulver
- 1 Ei
- 2 Eigelb
- 250 ml Sahne
- 250 ml Milch
- 150 ml Öl
Für den Guss:
- 2 Eiweiß
- 6 EL Puderzucker
Zubereitung

Schritt 1: Teig vorbereiten
Zuerst die Zutaten für den Teig zu einem glatten Knetteig verarbeiten. Den Boden einer 26 cm Springform mit Backpapier auslegen und den Rand fetten.
Den Teig ausrollen, in die vorbereitete Form legen und am Rand leicht hochdrücken.
Schritt 2: Füllung zubereiten
Der Backofen sollte jetzt auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizt werden. Den Quark kurz cremig rühren und dann nach und nach die restlichen Zutaten für den Belag unterrühren, bis eine homogene, flüssige Masse entsteht.
Diese Masse vorsichtig in die Springform füllen.
Schritt 3: Backen
Den Kuchen für 70 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Währenddessen Eiweiß mit Puderzucker steif schlagen.
Schritt 4: Guss auftragen
Nach 70 Minuten den Kuchen aus dem Ofen nehmen und den vorbereiteten Eischnee etwa 1 cm dick auf den Belag streichen.
Den Kuchen nochmals bei gleicher Temperatur für 10 Minuten backen.
Schritt 5: Fertigstellen
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Springform vorsichtig lösen. Beim Abkühlen sollten sich die typischen Tränen auf dem Eiweißguss bilden – ein Zeichen dafür, dass der Tränenkuchen gelungen ist.
Genießen Sie dieses himmlische Backerlebnis, das nicht nur den Gaumen, sondern auch die Augen verzaubert!
Omas Tipp
Streiche den Eischnee erst nach den siebzig Minuten auf, und zwar auf die heiße Quarkmasse, dann verbindet er sich damit und rutscht später nicht herunter. Zehn Minuten reichen, er soll nur hellgelb werden. Und rühre die Belagzutaten nur ineinander, nicht schaumig: Zu viel Luft lässt den Kuchen hochsteigen und danach in der Mitte einsinken.
So kannst du abwandeln
- Mit dem Abrieb einer unbehandelten Zitrone in der Quarkmasse schmeckt der Kuchen frischer.
- Statt Vanillepuddingpulver ein Päckchen Sahnepuddingpulver nehmen, der Belag wird dann cremiger.
- Wer keinen Knetteig mag, drückt 200 g zerbröselte Butterkekse mit 70 g zerlassener Butter in die Form.
Reste aufbewahren
Er muss mindestens drei Stunden auskühlen, bevor du ihn anschneidest, sonst läuft der Belag aus. Im Kühlschrank hält er drei Tage, nur locker abgedeckt, damit das Baiser nicht schwitzt. Ins Gefrierfach kommt er bei mir nie, der Eischnee wird beim Auftauen wässrig und löst sich vom Quarkbelag.
Noch Fragen?
- Warum bilden sich bei mir keine Tränen?
- Die Tropfen entstehen, wenn der Zucker im Eischnee beim Abkühlen Feuchtigkeit zieht. Mit sechs Esslöffeln Puderzucker auf zwei Eiweiß und einer kurzen Backzeit von zehn Minuten klappt das fast immer. Lass den Kuchen offen in der Küche abkühlen.
- Der Belag ist so flüssig, ist das richtig?
- Ja, die Masse aus Quark, Sahne, Milch und Öl ist beim Einfüllen fast wie dicker Pfannkuchenteig. Das Puddingpulver bindet sie erst im Ofen. Deshalb den Rand des Knetteigs gut hochdrücken, damit nichts unter den Boden läuft.
- Kann ich eine andere Form als 26 Zentimeter nehmen?
- Eine 28er geht, der Kuchen wird flacher und ist etwa zehn Minuten früher fertig. Kleiner als 26 würde ich nicht gehen, die Masse steigt sonst über den Rand. Nimm immer eine Springform mit dichtem Verschluss.
Schreibe einen Kommentar