Schweizer Apfelkuchen mit cremigem Pudding – Ein Genuss für alle Sinne!
Diesen Apfelkuchen habe ich vor Jahren aus einem Schweizer Heft abgeschrieben und backe ihn seither jeden Herbst. Unten ein Rührteig, den man mit den Fingern zu einem vier Zentimeter hohen Rand hochdrückt, darin eine Creme aus weicher Butter, Puderzucker, Puddingpulver und getrennten Eiern, unter die dünn geschnittene säuerliche Apfelschnitze gehoben werden. Nach 55 Minuten bei 185 Grad steht er hoch und goldbraun in der Form.
Zutaten
Für den Teig:
- 170 g Mehl
- ¼ TL Backpulver
- Fett für die Form
- 140 g Butter
- 2 Eier
- 75 g Zucker
Für die Füllung:
- 1 EL Vanillepuddingpulver
- 3 Eier
- 500 g Äpfel, säuerliche
- 1 große Zitrone, oder auch Zitronensaft aus der Flasche
- 125 g Butter, weiche
- 50 g Puderzucker
- 30 g Puderzucker
Zubereitung

Schritt 1: Vorbereitung
Heiz den Ofen auf 185 °C Ober-/Unterhitze vor und fette eine Springform gründlich ein.
Schritt 2: Teigzubereitung
Schmilz die Butter und lass sie kurz abkühlen. Rühr die Eier mit dem Zucker cremig. Misch das Mehl mit dem Backpulver und heb es rasch unter die Eiercreme, danach rührst du die flüssige Butter unter. Verteil den Teig in der Form und zieh dabei einen 4 cm hohen Rand hoch. Dann stell den Teig kühl.
Schritt 3: Füllung vorbereiten
Press die Zitrone aus. Wasch die Äpfel, schäl sie, viertel sie und schneide das Kerngehäuse heraus. Die Viertel schneidest oder hobelst du in dünne Schnitze und beträufelst sie mit dem Zitronensaft, damit sie nicht braun werden.
Schritt 4: Füllung anrühren
Rühr die Butter mit Puderzucker und Puddingpulver cremig. Trenn die Eier und rühr die Eigelbe unter die Buttermasse. Die Eiweiße schlägst du steif und hebst den Eischnee unter. Zum Schluss mischst du die Apfelscheiben mit der Creme und füllst alles in die vorbereitete Form mit dem Rührteig.
Schritt 5: Backen
Der Kuchen braucht etwa 55 Minuten im Ofen. Wird er dir zu dunkel, leg einfach ein Stück Alufolie darüber. Danach lässt du ihn in der Form auskühlen und bestäubst ihn vor dem Servieren mit Puderzucker.
Guten Appetit!
Darauf kommt es an
Nimm wirklich säuerliche Äpfel wie Boskop oder Elstar und hobel sie hauchdünn, dicke Spalten geben Wasser ab und die Creme bleibt darunter feucht. Den fertig gedrückten Teigrand stelle ich vor dem Füllen zwanzig Minuten kalt, dann rutscht er beim Backen nicht nach innen. Nach vierzig Minuten decke ich den Kuchen mit Alufolie ab, sonst wird er oben zu dunkel.
Abwandlungen
- Mit festen, leicht unreifen Birnen statt der Äpfel wird der Kuchen milder, dann nehme ich einen Esslöffel Zitronensaft mehr.
- Ein halber Teelöffel Zimt und eine Handvoll Rosinen unter den Apfelschnitzen machen ihn winterlich.
- Vor dem Backen zwei Esslöffel Mandelblättchen über die Creme streuen, sie rösten mit und geben eine knusprige Decke.
Aufbewahren und Aufwärmen
Abgedeckt hält der Kuchen zwei Tage bei Zimmertemperatur und drei bis vier Tage im Kühlschrank, dort wird die Creme fester. Einzelne Stücke wärme ich zehn Minuten bei 150 Grad im Ofen auf, dann schmeckt der Teigrand wieder mürbe. Eingefroren bleibt er zwei Monate gut, über Nacht im Kühlschrank auftauen.
Das werde ich oft gefragt
- Welche Springformgröße brauche ich für diese Mengen?
- Eine 26er Form passt genau, mit dem vier Zentimeter hohen Rand fasst sie die ganze Apfelcreme. In einer 24er Form läuft sie beim Backen über, in einer 28er bleibt der Kuchen flach und trocknet schneller aus.
- Warum ist die Creme in der Mitte nach 55 Minuten noch feucht?
- Dann waren die Apfelschnitze zu dick oder zu saftig geschnitten. Lass den Kuchen zehn Minuten länger im Ofen und decke ihn dabei mit Folie ab. Beim Auskühlen zieht die Creme ohnehin noch nach.
- Kann ich den Kuchen am Vortag backen?
- Ja, er lässt sich am zweiten Tag sogar besser schneiden, weil die Creme durchgezogen ist. Bewahre ihn abgedeckt bei Zimmertemperatur auf und bestäube ihn erst kurz vor dem Servieren mit den 30 g Puderzucker.
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