Quarkkeulchen sächsische Art aus dem Airfryer – in nur 15 Minuten auf dem Tisch
Quarkkeulchen kenne ich aus Sachsen, dort werden sie in reichlich Butter gebacken. Im Airfryer geht es schneller und die Küche riecht danach nicht nach Fett. Wichtig sind die gekochten Kartoffeln vom Vortag: Über Nacht wird ihre Stärke fest, und der Teig bleibt formbar statt zu kleben. Bei mir gibt es sie samstags zum Mittag, mit Apfelmus daneben.
Diese Quarkkeulchen sächsische Art aus dem Airfryer sind außen leicht knusprig und innen weich, saftig und fein nach Kartoffeln, Quark und Zitrone. Am schnellsten gelingen sie mit gekochten Kartoffeln vom Vortag, dann steht die typisch sächsische Süßspeise wirklich in etwa 15 Minuten auf dem Tisch. Sie passen wunderbar als warmes Mittagessen, süße Hauptspeise oder spontanes Dessert. Statt in der Pfanne werden die kleinen Kartoffel-Quark-Keulchen im Airfryer gebacken, wodurch sie weniger Fett brauchen und trotzdem schön goldbraun werden.
Zutaten
- 350 g gekochte, gepellte mehligkochende Kartoffeln vom Vortag
- 200 g Magerquark, gut abgetropft
- 1 Ei, Größe M
- 70 g Weizenmehl Type 405, plus etwas mehr zum Formen
- 30 g Zucker
- 1 TL Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 1 TL fein abgeriebene Bio-Zitronenschale
- 40 g Rosinen
- 1 EL geschmolzene Butter oder neutrales Öl zum Bestreichen
- 2 EL Zucker
- 1 TL Zimt
Zubereitung

Kartoffel-Quark-Teig anrühren
Die gekochten Kartoffeln fein zerdrücken oder durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit Quark, Ei, Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenschale kurz zu einem weichen Teig verrühren, dann die Rosinen untermischen.
Quarkkeulchen formen
Den Airfryer auf 180 °C vorheizen. Die Hände leicht bemehlen und aus dem Teig 8 kleine, etwa 1,5 cm dicke Quarkkeulchen formen.
Im Airfryer backen
Die Quarkkeulchen in den Korb legen, dünn mit geschmolzener Butter oder Öl bestreichen und bei 180 °C etwa 8 bis 10 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden, bis sie goldbraun und stabil sind.
Mit Zimtzucker servieren
Zucker und Zimt mischen und die heißen Quarkkeulchen direkt nach dem Backen damit bestreuen. Am besten sofort warm servieren.
Mein Tipp
Der Magerquark muss wirklich abgetropft sein, gieß die Molke ab oder lass ihn zehn Minuten im Sieb stehen. Zu nassen Teig rettest du mit den 70 g Mehl nicht mehr, die Keulchen zerlaufen dann im Korb. Und wende sie erst nach der Hälfte der Backzeit, vorher sind sie zu weich und brechen auseinander.
Andere Ideen
- Die Rosinen weglassen und stattdessen einen geriebenen säuerlichen Apfel untermischen, dann einen Esslöffel Mehl mehr nehmen.
- Mit einer Messerspitze gemahlenem Kardamom statt Zitronenschale würzen, das schmeckt nach Weihnachten.
- Ohne Airfryer in der Pfanne in Butter bei mittlerer Hitze je Seite drei bis vier Minuten backen.
Aufheben und Einfrieren
Frisch schmecken sie am besten. Reste hältst du zugedeckt zwei Tage im Kühlschrank und wärmst sie im Airfryer bei 160 Grad drei bis vier Minuten auf, dann werden sie außen wieder fest. Roh geformte Keulchen kannst du einen Monat einfrieren und gefroren mit zwei Minuten mehr Zeit backen.
Häufige Fragen
- Kann ich frisch gekochte Kartoffeln nehmen?
- Besser nicht. Warme Kartoffeln geben Feuchtigkeit ab, der Teig wird klebrig und die Keulchen zerfallen. Wenn es eilig ist, koche sie morgens, lass sie zwei Stunden auskühlen und stell sie danach noch eine Stunde in den Kühlschrank.
- Muss ich die Rosinen einweichen?
- Nötig ist es nicht, aber zehn Minuten in warmem Wasser oder Apfelsaft machen sie weicher, und im heißen Luftstrom verbrennen sie dann nicht so leicht. Gut abtropfen und trocken tupfen, bevor sie in den Teig kommen.
- Warum sollen die Keulchen nur 1,5 cm dick sein?
- Dicker bleiben sie in der Mitte roh, während die Kruste schon dunkel wird. Bei 1,5 cm sind sie in acht bis zehn Minuten durch. Mach sie lieber flacher und backe zwei Durchgänge nacheinander.
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