Pizzabrötchen aus dem Airfryer: Gefüllt, in 12 Minuten fertig!
Es gibt Abende, da steht man um halb sieben in der Küche und weiß genau: Heute wird nicht mehr gekocht. Der Tag war lang, der Kühlschrank halbleer, und trotzdem soll noch etwas auf den Tisch, das nach Zuhause schmeckt. Bei mir sind das dann Pizzabrötchen. Warm, goldbraun, gefüllt mit Tomatensauce und Käse, der beim Aufbrechen Fäden zieht. Früher habe ich dafür den Backofen vorgeheizt und zwanzig Minuten gewartet. Heute steht die Heißluftfritteuse auf der Arbeitsplatte, und die Sache ist in einer Viertelstunde erledigt.
Das Schöne daran ist, wie wenig du wirklich brauchst. Eine Rolle Pizzateig aus dem Kühlregal, etwas Tomatensauce, geriebener Käse, ein wenig Kräuterbutter zum Bestreichen: mehr steckt nicht drin. Der Airfryer bläst die heiße Luft rundherum, dadurch wird die Kruste außen knusprig, während die Füllung innen weich bleibt. Zwölf Minuten Garzeit, keine Sekunde länger, und du hast eine Schüssel voll kleiner Brötchen, die schneller verschwinden, als du sie nachlegen kannst.
Zutaten
- 1 Rolle frischer Pizzateig (ca. 400 g, rechteckig ausgerollt)
- 6 EL passierte Tomaten
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1/2 TL Paprikapulver edelsüß
- 150 g geriebener Gouda oder Mozzarella
- 80 g gekochter Schinken, fein gewürfelt (optional)
- 40 g weiche Butter
- 1 Knoblauchzehe, fein gerieben
- 2 EL frisch gehackte Petersilie
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
Schritt 1: Den Airfryer vorheizen
Stelle die Heißluftfritteuse auf 180 Grad und lass sie drei Minuten leer vorlaufen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht aber den Unterschied zwischen blassem und goldbraunem Teig. Währenddessen legst du den Korb mit einem Stück Backpapier aus und stichst mit der Gabel ein paar Löcher hinein, damit die Luft weiter zirkulieren kann. Das Papier soll nicht größer sein als der Korbboden.
Schritt 2: Die Tomatenfüllung anrühren
Verrühre die passierten Tomaten in einer kleinen Schüssel mit Oregano, Paprikapulver, einer guten Prise Salz und etwas Pfeffer. Die Masse soll dickflüssig sein, nicht wässrig, sonst weicht sie den Teig auf. Ist deine Sauce sehr dünn, gib einen halben Teelöffel Tomatenmark dazu. Probiere einmal ab: Sie darf ruhig kräftig schmecken, denn Teig und Käse nehmen die Würze später zurück.
Schritt 3: Rollen und schneiden
Rolle den Pizzateig auf der Arbeitsfläche aus und bestreiche ihn dünn mit der Tomatensauce, rundherum einen Rand von zwei Zentimetern frei lassen. Streue den geriebenen Käse und die Schinkenwürfel darüber. Rolle den Teig von der langen Seite her straff auf und drücke die Naht fest an. Schneide die Rolle mit einem scharfen Messer in zwölf gleich breite Scheiben, etwa zwei Finger dick.
Schritt 4: Ab in die Heißluftfritteuse
Setze die Scheiben mit der Schnittfläche nach oben in den Korb, mit gutem Abstand zueinander, denn sie gehen noch auf. Je nach Größe deines Geräts passen sechs Stück pro Durchgang. Gare sie 12 Minuten bei 180 Grad. Nach acht Minuten schaust du einmal hinein: Sind sie oben schon dunkel, drehe die Temperatur auf 170 Grad zurück.
Schritt 5: Kräuterbutter darüber
Verrühre die weiche Butter mit dem geriebenen Knoblauch, der Petersilie und einer Prise Salz. Nimm die fertigen Brötchen aus dem Korb und bestreiche sie noch heiß mit der Kräuterbutter. Sie zieht sofort in die warme Kruste ein und duftet durch die ganze Küche. Danach den zweiten Durchgang genauso backen und servieren, solange alles warm ist.
Omas Tipps
- Schnittfläche nach oben. Legst du die Scheiben flach hin, läuft die Tomatensauce beim Garen seitlich heraus und verbrennt am Korb. Stehend bleibt die Füllung innen und der Käse überbäckt oben zu einer kleinen Kruste.
- Kaltes Messer, saubere Scheiben. Lege das Messer kurz unter kaltes Wasser, bevor du die Rolle schneidest. Der Teig zieht sich dann weniger zusammen und die Windungen bleiben erkennbar, statt zu einem Klumpen zusammenzufallen.
- Backpapier erst nach dem Vorheizen. Ein leeres Stück Backpapier kann im aufheizenden Airfryer hochfliegen und die Heizspirale berühren. Lege es erst hinein, wenn die Brötchen darauf liegen und es beschwert ist.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Übrig gebliebene Pizzabrötchen halten sich abgedeckt im Kühlschrank 2 bis 3 Tage. Lege sie in eine flache Dose und decke sie nicht mit Folie direkt auf dem Käse ab, sondern lass etwas Luft dazwischen, sonst wird die Kruste zäh. Zum Aufwärmen kommen sie für 3 Minuten bei 160 Grad zurück in den Airfryer, dann sind sie fast wie frisch.
Einfrieren funktioniert gut, und zwar am besten roh: Schneide die Rolle, friere die Scheiben auf einem Brett einzeln vor und packe sie dann in einen Gefrierbeutel. So halten sie drei Monate. Aus dem Gefrierfach heraus gibst du ihnen bei 180 Grad etwa 15 statt 12 Minuten. Fertig gegarte Brötchen lassen sich zwar auch einfrieren, verlieren aber deutlich an Knusprigkeit.
Häufige Fragen
- Kann ich statt frischem Pizzateig auch Blätterteig nehmen?
- Ja, das geht, aber die Brötchen werden dann blättriger und deutlich fettiger. Blätterteig braucht im Airfryer nur etwa 10 Minuten bei 180 Grad, sonst wird er zu dunkel. Hefeteig bleibt innen weicher und schmeckt mehr nach Pizza.
- Warum bleibt der Boden meiner Brötchen hell?
- Meist liegt es am Backpapier ohne Löcher: Es blockiert die Luft von unten. Steche mit der Gabel fünf bis sechs Löcher hinein oder benutze ein perforiertes Papier. In den letzten zwei Minuten kannst du die Brötchen auch einmal kurz umsetzen.
- Was passt als Dip dazu?
- Am liebsten reiche ich einen kalten Tomatendip aus passierten Tomaten, etwas Olivenöl, Salz und einer Prise Zucker. Wer es milder mag, nimmt Kräuterquark. Beides lässt sich vorbereiten, während die Brötchen in der Heißluftfritteuse sind.

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