Mango-Avocado-Salat mit Limette: Exotisch, in 15 Minuten!
Wenn im Sommer die Sonne schon am Vormittag auf die Küchenfliesen fällt, habe ich keine Lust, den Herd anzuwerfen. Dann hole ich eine reife Mango aus der Obstschale, eine Avocado, die auf sanften Druck nachgibt, und eine Limette – mehr braucht es nicht für einen Salat, der satt macht und trotzdem leicht bleibt. Mein Mann hat früher die Nase gerümpft, als ich das erste Mal Mango in eine Schüssel geschnitten habe. Heute stellt er den Teller selbst auf den Tisch.
Das Schöne daran: Es wird nichts gekocht, nichts gebacken, nichts angebraten. Du schneidest, du rührst ein Dressing aus Limettensaft, Öl und einer Prise Zucker, und nach einer Viertelstunde steht der Salat fertig vor dir. Die Mango bringt die Süße, die Avocado die Cremigkeit, die Limette hält beides wach. Rote Zwiebel und frischer Koriander geben den nötigen Biss und Duft – und wer Koriander nicht mag, nimmt eben Petersilie, das verzeihe ich dir.
Zutaten
- 1 große reife Mango (ca. 400 g)
- 2 reife Avocados (je ca. 200 g)
- 1 kleine rote Zwiebel (ca. 60 g)
- 1 rote Chilischote, entkernt
- 2 Limetten (Saft, ca. 4 EL)
- 3 EL mildes Olivenöl
- 1 TL Honig
- 1 Handvoll frischer Koriander (ca. 15 g)
- 50 g Rucola oder junger Feldsalat
- 1 EL geröstete Kürbiskerne
- Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
Schritt 1: Das Dressing zuerst
Presse die beiden Limetten aus, du brauchst etwa 4 EL Saft. Rühre den Saft in einer großen Schüssel mit dem Olivenöl, dem Honig, einer kräftigen Prise Salz und etwas Pfeffer glatt, bis sich der Honig vollständig gelöst hat. Das Dressing kommt zuerst in die Schüssel, damit die Avocado später direkt hineinfällt und nicht braun wird – ein alter Trick, der dir das Nachwürzen erspart.
Schritt 2: Mango würfeln
Schneide die Mango links und rechts am flachen Kern vorbei ab. Ritze das Fruchtfleisch in den beiden Hälften gitterförmig bis zur Schale ein, drücke die Schale von unten nach außen und schneide die Würfel mit einem kleinen Messer ab. So bleibt der Saft, wo er hingehört. Die Würfel sollten etwa anderthalb Zentimeter groß sein, damit sie beim Mischen nicht zerfallen.
Schritt 3: Avocado und Zwiebel
Halbiere die Avocados, entferne die Kerne und löse das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel in einem Stück aus der Schale. Würfle es ebenso groß wie die Mango und gib es sofort ins Dressing. Die rote Zwiebel schneidest du in hauchdünne Halbringe, die Chili in feine Streifen. Beides kommt dazu und darf kurz im Limettensaft ziehen – das nimmt der Zwiebel die Schärfe.
Schritt 4: Vorsichtig mischen
Gib nun die Mangowürfel dazu und hebe alles mit einem großen Löffel von unten nach oben unter. Nicht rühren, sonst hast du Mus statt Salat. Zupfe die Korianderblätter grob ab und mische zwei Drittel davon unter. Probiere jetzt: Fehlt Säure, gib noch einen Spritzer Limette dazu, ist es zu scharf, hilft ein weiterer Teelöffel Honig.
Schritt 5: Anrichten
Verteile den Rucola auf zwei flachen Tellern oder einer großen Platte und setze den Mango-Avocado-Salat locker darauf. Streue die restlichen Korianderblätter und die Kürbiskerne darüber und gib noch etwas grob gemahlenen Pfeffer dazu. Serviere den Salat gleich – er lebt davon, dass die Avocado noch kühl und fest ist.
Omas Tipps
- Die Mango muss duften. Eine reife Mango riecht am Stielansatz süß und gibt auf leichten Daumendruck nach. Ist sie noch hart, lege sie zwei Tage neben einen Apfel in eine Papiertüte – dann wird sie weich genug, ohne fasrig zu werden.
- Avocado erst zum Schluss schneiden. Schneide sie wirklich erst, wenn das Dressing steht. Selbst zehn Minuten an der Luft reichen für graue Ränder. Der Limettensaft in der Schüssel legt sich sofort wie ein Mantel um die Würfel.
- Aus Beilage wird Abendessen. Mit 150 g abgetropften Kichererbsen oder gerösteten Cashewkernen wird aus dem Salat ein vollwertiges Hauptgericht. Beides passt zur Limette, ohne die Mango zu überdecken.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Am besten schmeckt dieser Salat sofort. Wenn etwas übrig bleibt, füllst du ihn in eine kleine Dose, drückst ihn leicht zusammen und legst Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche, sodass keine Luft mehr dazwischen ist. So hält er sich im Kühlschrank etwa 12 Stunden. Der Rucola sollte dabei nicht mit hineinwandern – er fällt zusammen. Nimm den Salat 10 Minuten vor dem Essen aus der Kälte heraus, dann kommt das Aroma der Mango zurück.
Einfrieren solltest du ihn nicht. Avocado wird beim Auftauen wässrig und dunkel, die Mango verliert ihre Struktur und zerfällt zu Brei. Wenn du vorarbeiten möchtest, rühre nur das Dressing an und schneide die Zwiebel – beides hält sich verschlossen zwei Tage im Kühlschrank, und der Rest ist dann in fünf Minuten erledigt.
Häufige Fragen
- Kann ich Zitrone statt Limette nehmen?
- Du kannst, aber der Salat verliert dabei seinen Charakter. Limette bringt eine blumige Bitternote, die zur Mango gehört; Zitrone schmeckt dagegen schlicht sauer. Wenn du nur Zitronen im Haus hast, nimm etwas weniger Saft und dafür einen halben Teelöffel mehr Honig.
- Was mache ich, wenn meine Mango fasrig ist?
- Fasrige Sorten lassen sich schlecht würfeln. Schneide sie dann lieber in dünne Scheiben quer zur Faser oder reibe die Hälfte grob und mische sie ins Dressing. Der Salat wird dadurch etwas cremiger, schmeckt aber genauso gut.
- Ist der Salat auch ohne Chili gut?
- Ja, ohne Chili bleibt er mild und fruchtig – so mögen ihn Kinder am liebsten. Wenn dir dann aber etwas fehlt, gib eine halbe fein geriebene Knoblauchzehe oder eine Prise geräuchertes Paprikapulver ins Dressing. Das ersetzt die Schärfe durch Tiefe.

Schreibe einen Kommentar