Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

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Low Carb Rezepte

Low Carb Rosenkohl-Pfanne mit Speck: 500 g Rosenkohl, 15 Minuten, deftig!

Low Carb Rosenkohl-Pfanne mit Speck: 500 g Rosenkohl, 15 Minuten, deftig!
Portionen 3
Vorbereitung 5 Minuten
Garzeit 10 Minuten
Gesamt 15 Minuten

Rosenkohl hat einen schlechten Ruf, und ich weiß genau, woher er kommt: aus Töpfen, in denen er zwanzig Minuten lang totgekocht wurde, bis er grau und bitter war. Dabei braucht dieses Gemüse nur eine heiße Pfanne und ein bisschen Fett, um völlig anders zu schmecken. Die Schnittfläche bräunt, wird nussig und leicht süß, und die äußeren Blätter werden knusprig wie Chips.

Mit Speck zusammen wird daraus ein Gericht, das satt macht, ohne dass Kartoffeln oder Nudeln dazu müssen. Der Speck gibt sein Fett ab, in dem der Rosenkohl brät, und liefert gleichzeitig das Salz. Mehr braucht es nicht – eine Zwiebel, ein Schuss Brühe, Pfeffer. In einer einzigen Pfanne, in einer Viertelstunde, und der Abwasch hält sich in Grenzen.

Zutaten

  • 500 g Rosenkohl
  • 150 g durchwachsener Speck in Würfeln
  • 1 mittelgroße Zwiebel (ca. 80 g)
  • 1 EL Butterschmalz
  • 80 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Senf, mittelscharf
  • 1 Prise geriebene Muskatnuss
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Salz nach Bedarf
  • 1 EL gehackte Petersilie

Zubereitung

Schritt 1: Rosenkohl putzen und halbieren

Schneide von den 500 g Rosenkohl jeweils den trockenen Strunk knapp ab und entferne die ersten ein, zwei welken Blätter. Schneide dann jedes Röschen der Länge nach durch den Strunk hindurch in zwei Hälften. Diese flache Schnittfläche ist entscheidend: Nur dort kann das Gemüse in der Pfanne richtig bräunen. Sehr große Röschen darfst du vierteln, sehr kleine ganz lassen.

Schritt 2: Speck auslassen

Gib den Speck ohne zusätzliches Fett in eine große, kalte Pfanne und stell sie auf mittlere Hitze. So löst sich das Fett langsam aus den Würfeln, statt dass die Außenseite sofort verbrennt. Nach etwa 3 Minuten sind die Würfel goldbraun und knusprig. Hebe sie mit einer Schaumkelle heraus und lege sie auf einen Teller beiseite, das ausgelassene Fett bleibt in der Pfanne.

Schritt 3: Rosenkohl scharf anbraten

Gib das Butterschmalz zum Speckfett und dreh die Hitze hoch. Lege die Rosenkohlhälften mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne – nimm dir die halbe Minute Zeit, das ordentlich zu tun, es lohnt sich. Lass sie 3 bis 4 Minuten unbewegt liegen, bis die Flächen tief goldbraun sind. Erst dann rührst du um und lässt die Röschen noch 2 Minuten weiterbraten.

Schritt 4: Zwiebel und Brühe dazu

Schäle die Zwiebel, schneide sie in feine Streifen und gib sie in die Pfanne. Nach einer Minute, wenn sie glasig wird, gießt du die 80 ml Gemüsebrühe an und rührst den Senf ein. Setze einen Deckel auf und lass alles 3 Minuten dämpfen. Die Brühe löst dabei den braunen Bratensatz vom Boden, und der Rosenkohl gart innen weich, während die Kruste außen erhalten bleibt.

Schritt 5: Abschmecken und servieren

Nimm den Deckel ab und lass die restliche Flüssigkeit bei hoher Hitze in einer Minute fast vollständig einkochen, bis sie die Röschen glänzend umhüllt. Gib den knusprigen Speck zurück in die Pfanne, streue Muskatnuss und reichlich Pfeffer darüber und rühre einmal um. Salze erst jetzt und nur, falls nötig – der Speck bringt oft schon genug mit. Petersilie darüberstreuen und direkt aus der Pfanne auf die Teller geben.

Omas Tipps

  • Die Pfanne nicht überfüllen. 500 g Rosenkohl brauchen eine Pfanne von mindestens 28 Zentimetern, sonst liegen die Hälften übereinander und dämpfen statt zu bräunen. Hast du nur eine kleine Pfanne, brate das Gemüse in zwei Durchgängen an und gib am Ende alles wieder zusammen.
  • Den Senf erst mit der Brühe einrühren. Direkt ins heiße Fett gegeben wird Senf bitter und verliert seine Schärfe. In der Brühe verteilt er sich dagegen gleichmäßig und bindet die Sauce leicht, sodass sie am Rosenkohl haftet statt am Pfannenboden zu stehen.
  • Abgefallene Blätter mitbraten. Beim Halbieren lösen sich immer ein paar einzelne Blätter. Wirf sie nicht weg, sondern gib sie in den letzten zwei Minuten dazu. Sie werden knusprig wie dünne Chips und sind für viele der beste Teil des ganzen Gerichts.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Reste hältst du im Kühlschrank 3 Tage. Fülle sie erst vollständig abgekühlt in eine flache Dose mit Deckel, denn warm eingeschlossener Kohl entwickelt schnell einen strengen Geruch. Zum Aufwärmen nimm wieder die Pfanne und nicht die Mikrowelle: bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten ohne Deckel, dann wird der Speck noch einmal knusprig und die Röschen werden nicht matschig.

Einfrieren kannst du die fertige Pfanne, das Ergebnis überzeugt aber nur bedingt. Der Rosenkohl übersteht das Gefrieren zwar, verliert beim Auftauen jedoch seine gebratene Kruste und wird deutlich weicher. Wenn du trotzdem vorsorgen willst, blanchiere rohen, halbierten Rosenkohl 3 Minuten, friere ihn ein und brate ihn später frisch mit dem Speck – das kommt dem Original viel näher.

Häufige Fragen

Kann ich tiefgekühlten Rosenkohl verwenden?
Ja, aber gib ihn gefroren in die heiße Pfanne und lass ihn erst ohne Deckel das Wasser verlieren, sonst kocht er darin. Rechne mit 5 Minuten mehr Garzeit, womit du die 15 Minuten überschreitest. Tiefgekühlte Röschen sind meist schon blanchiert und bräunen weniger schön.
Wird der Rosenkohl in 10 Minuten wirklich gar?
Halbierte Röschen sind deutlich schneller weich als ganze, das ist der Trick an diesem Rezept. Die drei Minuten unter dem Deckel mit der Brühe erledigen den Rest. Steche zur Probe mit der Messerspitze in einen Strunk: Er sollte weich sein, aber noch leichten Widerstand geben.
Was passt dazu, wenn ich es als Hauptgericht essen will?
Zwei Spiegeleier direkt auf die heiße Pfanne gesetzt machen aus der Beilage ein volles Abendessen, das flüssige Eigelb ist die Sauce. Auch ein Stück gebratene Bratwurst oder ein Klecks Kräuterquark passen gut. Kartoffeln brauchst du nicht, der Speck liefert genug Substanz.
Low Carb Rosenkohl-Pfanne mit Speck: 500 g Rosenkohl, 15 Minuten, deftig!
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