Low Carb Gemüsesuppe mit Sellerie und Lauch: Ein Topf, sechs Portionen!
Es gibt Tage, an denen der Kühlschrank halb leer ist und trotzdem alle hungrig am Tisch sitzen. Genau dafür koche ich diese Gemüsesuppe: ein Topf, ein Brett voll Gemüse, und am Ende stehen sechs Portionen bereit. Bei mir wandert immer eine Portion sofort auf den Teller, zwei in Gläser für den nächsten Tag und der Rest ins Gefrierfach.
Das Besondere ist der Knollensellerie. Er gibt der Brühe eine milde, leicht nussige Tiefe, wie man sie sonst nur von Kartoffeln kennt, bleibt dabei aber angenehm zurückhaltend im Kohlenhydratanteil. Der Lauch schmilzt beim Anschwitzen fast weg und legt sich als süße Grundlage darunter. Mehr braucht es nicht, ein Schuss Sahne rundet alles ab.
Zutaten
- 600 g Knollensellerie, geschält und gewürfelt
- 2 Stangen Lauch (ca. 400 g), in Ringen
- 2 mittelgroße Zucchini (ca. 450 g), gewürfelt
- 1 rote Paprika (ca. 200 g), gewürfelt
- 1 Karotte (ca. 80 g), in dünnen Scheiben
- 2 EL Butter
- 1 EL Olivenöl
- 1,5 l kräftige Gemüsebrühe
- 150 ml Sahne
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 TL getrockneter Majoran
- 1 Lorbeerblatt
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1 Prise geriebene Muskatnuss
- 4 EL gehackte glatte Petersilie
Zubereitung
Schritt 1: Gemüse vorbereiten
Schäle den Sellerie großzügig, denn die Schale ist oft erdig und faserig. Schneide ihn in Würfel von etwa anderthalb Zentimetern, damit alles gleichmäßig gart. Den Lauch längs halbieren, unter fließendem Wasser auseinanderfaechern und den Sand herauswaschen, dann in Ringe schneiden. Zucchini, Paprika und Karotte ebenfalls klein schneiden und getrennt bereitstellen, denn sie kommen später in den Topf.
Schritt 2: Lauch anschwitzen
Butter und Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Lauchringe hineingeben und etwa fünf Minuten sanft dünsten, bis sie zusammenfallen und glasig glänzen. Sie dürfen keine Farbe nehmen, sonst wird die Suppe bitter. Rühre den Knoblauch unter und lasse ihn nur eine knappe Minute mitziehen, bis du ihn deutlich riechst.
Schritt 3: Sellerie und Brühe dazu
Selleriewürfel und Karottenscheiben einrühren und zwei Minuten mitschwitzen, damit sie den Butterduft aufnehmen. Gieße die heiße Gemüsebrühe an, lege das Lorbeerblatt hinein und streue den Majoran darüber. Alles einmal aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und bei geschlossenem Deckel fünfzehn Minuten leise köcheln lassen.
Schritt 4: Zucchini und Paprika ergänzen
Jetzt kommen Zucchini und Paprika in den Topf. Sie brauchen deutlich weniger Zeit und sollen Biss behalten. Lass die Suppe offen weitere zehn Minuten köcheln. Prüfe mit der Messerspitze: Der Sellerie soll sich ohne Widerstand einstechen lassen, aber noch nicht zerfallen. Nimm das Lorbeerblatt heraus, sobald das Gemüse weich ist.
Schritt 5: Abrunden und abschmecken
Rühre die Sahne ein und lasse die Suppe noch drei Minuten ziehen, ohne sie stark kochen zu lassen. Würze großzügig mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat. Zum Schluss die Petersilie unterheben, damit sie frisch bleibt. Teile die Suppe auf sechs tiefe Teller auf, jede Kelle sollte von jeder Gemüsesorte etwas enthalten.
Omas Tipps
- Sellerie sofort verarbeiten. Geschaelter Knollensellerie verfärbt sich an der Luft schnell graubraun. Wirf die Würfel entweder direkt in den Topf oder lege sie kurz in kaltes Wasser mit einem Spritzer Zitrone. So bleibt die Suppe hell statt gräulich.
- Ein Drittel pürieren. Wenn du es sämiger magst, nimm zwei Kellen Suppe heraus, puerierre sie und rühre sie zurück. Die Stärke aus dem Sellerie bindet dann von selbst, ganz ohne Mehl oder Kartoffel.
- Lauchgrün mitkochen. Die dunkelgrünen Blätter sind zu zäh für die Suppe, aber sie geben Aroma. Binde sie mit Küchengarn zusammen, koche sie ab Schritt 3 mit und ziehe sie mit dem Lorbeerblatt wieder heraus.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält sich die Suppe drei bis vier Tage. Fülle sie erst vollständig abgekühlt in Schraubgläser oder eine Schüssel und decke sie dicht mit Deckel oder Folie ab, damit sie keinen Kühlschrankgeruch annimmt. Beim Aufwärmen nur langsam erhitzen und nicht sprudelnd kochen, sonst flockt die Sahne aus.
Einfrieren gelingt gut, wenn du die Sahne weglässt und erst nach dem Auftauen einrührst. Portionsweise in Dosen abgefüllt hält die Suppe drei Monate. Zucchini wird nach dem Auftauen etwas weicher, der Sellerie bleibt erstaunlich stabil.
Häufige Fragen
- Kann ich Staudensellerie statt Knollensellerie nehmen?
- Geschmacklich funktioniert das, aber die Suppe wird dünner und deutlich würziger. Nimm dann nur 300 g Stangensellerie und gleiche die fehlende Menge mit Zucchini oder Blumenkohlröschen aus, sonst dominiert der scharfe Sellerieton die milde Brühe.
- Warum schmeckt meine Suppe bitter?
- Fast immer liegt es am zu heiß angebratenen Lauch oder an mitgekochtem Lauchgrün, das zu lange im Topf blieb. Schwitze den Lauch nur bei mittlerer Hitze an und ziehe grobe grüne Teile nach dreißig Minuten heraus.
- Wie bekomme ich mehr Sättigung in die Portion?
- Gib pro Teller ein weichgekochtes Ei in Hälften oder zwei Esslöffel geriebenen Bergkäse dazu. Beides passt zum Sellerie und macht aus der Vorspeise eine vollwertige Hauptmahlzeit, ohne die Zutatenliste zu verkomplizieren.

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