Schwedische Apfeltorte
Mit Schweden hat die Torte wenig zu tun, bei uns heißt sie trotzdem so. Auf einem dünnen Biskuit liegt eine dicke Schicht grob geraspelter Äpfel, ein ganzes Kilo, angedickt mit Zitronensaft, Zimt und Vanillepuddingpulver. Darüber kommen nur Sahne und Schokoladenraspel. Ich mache sie im Oktober, wenn die Äpfel eigentlich zu viele sind. Sie braucht Zeit zum Auskühlen, sonst rutscht die Sahne herunter.
Zutaten
- 3 Eier
- 210 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 70 g Mehl
- 0,5 Pck. Backpulver
- 1 kg Äpfel
- 1 Zitrone
- 1 Prise Zimt
- 1 Pck. Vanillepuddingpulver
- 400 g Schlagsahne
- 2 Pck. Sahnesteif
- 50 g Schokoladenraspel (zartbitter)
- Öl für die Form
Zubereitung

1. Tortenboden vorbereiten
Fang mit dem Boden an: Fette den Boden einer Springform (Ø 26 cm) gut ein. Schlag die Eier, 60 g Zucker und den Vanillezucker in einer Rührschüssel schaumig. In einer zweiten Schüssel mischst du Mehl und Backpulver und hebst beides unter die Eier-Zuckermasse. Gib den Teig in die Springform und back ihn bei 180 °C (Umluft: 160 °C) etwa 20 Minuten. Danach lässt du ihn auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.
2. Apfelfüllung zubereiten
Schäl die Äpfel, entkern sie und rasple sie grob. Press die Zitrone aus. Erhitz den Zitronensaft mit 300 ml Wasser, 150 g Zucker, dem Zimt und dem Vanillepuddingpulver in einem Topf unter Rühren, bis es kocht, und lass es dann kurz abkühlen. Heb die geraspelten Äpfel unter die angedickte Flüssigkeit und verteil die Masse auf dem ausgekühlten Biskuitboden. Jetzt muss alles vollständig auskühlen.
3. Sahnebelag und Dekoration
Schlag die Schlagsahne mit dem Handmixer steif und lass dabei das Sahnesteif einrieseln. Streich die Sahne gleichmäßig auf die Apfelmasse und bestreu sie mit den Schokoladenraspeln. Fahr vorsichtig mit einem Messer zwischen Kuchen und Backform entlang. Nimm den Rand der Springform ab und setz die schwedische Apfeltorte auf eine Kuchenplatte.
Saftige Äpfel unter einer leichten Sahneschicht, mehr braucht diese Torte nicht. Probier sie aus. Guten Appetit!
Mein Tipp
Die Apfelmasse muss völlig kalt sein, bevor die Sahne daraufkommt. Schon lauwarm reicht, damit die aufgeschlagene Sahne zusammenfällt und am Rand herunterläuft. Raspele die Äpfel grob, nicht fein: Feine Raspel verkochen in der heißen Puddingflüssigkeit zu Mus und die Torte verliert ihren Biss. Den Springformrand lasse ich bis zum Servieren dran.
Andere Ideen
- Die Hälfte der Äpfel durch feste Birnen ersetzen, dann wird die Füllung milder und süßer.
- Statt der 50 g Schokoladenraspel geröstete Mandelblättchen aufstreuen.
- 2 EL Rosinen kurz in Apfelsaft einweichen und unter die geraspelte Apfelmasse heben.
Aufheben und Einfrieren
Im Kühlschrank hält die Torte zwei Tage, danach weicht der dünne Biskuit unter der Apfelmasse durch. Deck sie ab, sonst nimmt die Sahne fremde Gerüche an. Einfrieren lohnt sich nicht: Die geraspelten Äpfel werden beim Auftauen wässrig und die Sahne wird körnig. Angeschnittene Stücke stelle ich in einer Dose kalt.
Häufige Fragen
- Welche Äpfel nehme ich für das Kilo am besten?
- Säuerliche, feste Sorten wie Boskoop oder Elstar. Sie behalten beim Unterheben in die heiße Flüssigkeit noch Struktur. Süße, mehlige Äpfel zerfallen sofort, dann liegt statt der Apfelschicht nur Mus auf dem Biskuit.
- Kann ich den Biskuitboden am Vortag backen?
- Ja, das mache ich meistens so. Lass ihn ganz auskühlen und wickle ihn in Frischhaltefolie. Am nächsten Tag ist er sogar etwas fester und trägt die schwere Apfelmasse besser als frisch gebacken.
- Geht die Apfelmasse auch ohne Vanillepuddingpulver?
- Dann nimm 40 g Speisestärke und ein Päckchen Vanillezucker. Die Bindung ist die gleiche, nur die Farbe bleibt heller. Ohne jedes Bindemittel läuft der Saft der Äpfel in den Biskuit und der Boden wird matschig.
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