Köstliches Rezept für traditionelle Faschingskrapfen, die jeder lieben wird!
Krapfen backe ich einmal im Jahr, an Rosenmontag, und dann gleich zwanzig Stück. Der Trick liegt nicht im Teig, sondern im Öl: 160 Grad, keinesfalls heißer, und die erste Seite mit Deckel. Nur so bekommen die Krapfen den hellen Rand rundherum. Gefüllt werden sie erst, wenn sie ausgekühlt sind, sonst zieht die Marillenmarmelade Wasser und der Teig wird innen klitschig.
Kurz zusammengefasst
- Portionen: 20 Stück (à 50 g)
- Vorbereitungszeit: 40 Minuten
- Garzeit: 35 Minuten (mehrere Durchgänge à 7 Minuten)
- Gesamtzeit: 1 Stunde 15 Minuten
- Ruhezeit: 30 Minuten Stückgare plus etwa 1 Stunde Gehzeit für den Hefeteig
- Schwierigkeit: Etwas anspruchsvoller
Zutaten
- 1000 g Hefeteig nach Grundrezept
- 100 g Marillenmarmelade zum Füllen
- 80 g Staubzucker zum Bestreuen
- 1 Tasse Öl zum Herausbacken
Zubereitung
Schritt 1: Hefeteig vorbereiten
Bereiten Sie zunächst den Hefeteig nach Ihrem bevorzugten Grundrezept vor. Planen Sie dabei ausreichend Ruhezeit zum Gehen ein.
Schritt 2: Teig portionieren und formen
Kneten Sie den Teig kurz durch und formen Sie ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle. Schneiden Sie 50 g schwere Stücke ab und formen Sie Kugeln, indem Sie sie auf einer unbemehlten Arbeitsfläche schleifen.
Schritt 3: Krapfen vorbereiten
Legen Sie ein Küchentuch auf ein umgedrehtes Backblech, bestäuben Sie es mit Mehl und platzieren Sie die Kugeln mit etwas Abstand darauf. Bestäuben Sie die Kugeln ebenfalls mit Mehl und legen ein weiteres Küchentuch darüber. Drücken Sie die Krapfen mit einem zweiten Backblech leicht flach. Lassen Sie sie bei Zimmertemperatur ca. 30 Minuten aufgehen.
Schritt 4: Krapfen ausbacken
Erhitzen Sie ca. 5 cm hoch Öl auf 160°C in einem Topf mit Deckel. Geben Sie die Krapfen mit der Oberseite nach unten ins Öl und backen sie ca. 4 Minuten mit Deckel aus, dann wenden und weitere 3 Minuten ohne Deckel backen, bis sie goldgelb sind. Lassen Sie die Krapfen auf Küchenpapier abtropfen.
Schritt 5: Krapfen füllen
Füllen Sie die Marillenmarmelade in einen Dessiersack mit Krapfentülle und füllen Sie die Krapfen damit.
Tipps zum Rezept
Bestreuen Sie die ausgekühlten Krapfen mit Staubzucker und servieren Sie sie als süße Köstlichkeit für Fasching oder jeden anderen Anlass.
Darauf kommt es an
Miss die Öltemperatur mit einem Thermometer; zu heißes Fett bräunt außen, während innen roher Teig bleibt. Ein kleines Stück Teig als Probe soll nach etwa 30 Sekunden hell aufsteigen. Die Krapfen kommen mit der Oberseite nach unten ins Öl, also mit der Seite, die beim Gehen oben lag. Nur so entsteht der helle Rand.
Abwandlungen
- Statt Marillenmarmelade fülle ich einen Teil mit dickem Vanillepudding oder mit Hagebuttenkonfitüre.
- Ohne Spritztülle schneidest du die ausgekühlten Krapfen seitlich ein und schiebst die Marmelade mit dem Teelöffel hinein.
- Statt in Staubzucker wälze ich sie noch lauwarm in Zimtzucker.
Aufbewahren und Aufwärmen
Krapfen schmecken am Backtag am besten. In einer Dose halten sie einen Tag, danach wird der Teig zäh. Ungefüllt lassen sie sich drei Wochen einfrieren: bei Zimmertemperatur auftauen, zehn Minuten bei 150 °C aufbacken und erst dann füllen und zuckern.
Das werde ich oft gefragt
- Wie sieht ein passendes Hefeteig-Grundrezept aus?
- Für rund 1000 g Teig nehme ich 500 g Mehl, 250 ml lauwarme Milch, einen halben Würfel Hefe, 60 g Zucker, 60 g weiche Butter, zwei Eigelb und eine Prise Salz. Alles verkneten und eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
- Warum bekomme ich keinen hellen Rand?
- Entweder war das Öl zu heiß oder die Krapfen sind zu lange gegangen und dabei zu flach geworden. Der Rand entsteht, weil der Krapfen im Fett schwimmt und die Mittellinie nicht untertaucht. Der Deckel in den ersten vier Minuten hilft zusätzlich.
- Kann ich sie im Ofen statt in Öl backen?
- Bei 180 Grad etwa 15 Minuten geht das, es werden dann aber Hefebrötchen und keine Krapfen. Ohne Fett fehlen die weiche Kruste und der helle Rand, und die Marmelade schmeckt darin trockener.
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